Skip to content
Wenn Sie hier klicken, kommen sie zur StarteiteHome Icon
Home
Ausbildungsmarketing: Die 10 wichtigsten Tipps und Maßnahmen für KMU

Ausbildungsmarketing: Die 10 wichtigsten Tipps und Maßnahmen für KMU

Passende Auszubildende zu gewinnen ist für viele KMU nicht einfach. Um das Interesse Jugendlicher an Ihrem Betrieb zu wecken, ist die richtige Ansprache dieser Zielgruppe wichtig. Junge Menschen wünschen sich vor allem praxisnahe Informationen – am besten direkt vom Arbeitgeber selbst. Wir geben Ihnen 10 praktische Tipps, wie Sie Ihr Ausbildungsmarketing Schritt für Schritt stärken können.

Beitrag teilen:

Das Wichtigste in Kürze

  • Social Media nutzen: Sprechen Sie Jugendliche direkt dort an, wo sie aktiv sind: auf Social-Media-Kanälen. Präsentieren Sie dort authentische Einblicke aus Ihrem Alltag im Betrieb und binden auch Ihre Auszubildenden ein.
  • Karrierewebseite pflegen: Essenziell für ein gelungenes Ausbildungsmarketing: eine aktuelle, übersichtlich und persönlich gestaltete Karrierewebseite. Halten Sie den Weg zur Bewerbung bewusst kurz und einfach.
  • Auftritte auf Messen und Jobbörsen strategisch einsetzen: Werden Sie auf (digitalen) Ausbildungsmessen sichtbar und nutzen Sie passende Jobbörsen, um Ihr Ausbildungsmarketing zu stärken und Jugendliche regional sowie überregional zu erreichen.

Ausbildungsmarketing Definition

Ausbildungsmarketing umfasst alle Maßnahmen, mit denen Betriebe potenzielle Auszubildende auf ihre Ausbildungsangebote und ihr Unternehmen aufmerksam machen. Ziel ist es, das Interesse von Jugendlichen an bestimmten Berufen zu wecken und sie zu motivieren, sich zu bewerben. Gleichzeitig hilft Ausbildungsmarketing dabei, passende Kandidatinnen und Kandidaten frühzeitig zu erreichen, als Betrieb sichtbar zu werden und mit Jugendlichen in den Austausch zu kommen. 

„In den letzten Jahren wird es zunehmend schwieriger, geeignete Azubis zu finden“, berichtet Anja Kunze von Elektror – ein klarer Hinweis darauf, warum eine gezielte Ansprache heute unverzichtbar ist.

Porträt von Miriam Schöpp

„Ausbildungsmarketing ist mehr als Recruiting: Es heißt, mit Botschaftern, Schulkooperationen, Social-Media-Auftritt und einer authentischen Karriere-Webseite sichtbar zu machen, was Ihren Betrieb für Auszubildende attraktiv macht.“

Miriram SchöppKOFA-Expertin für Ausbildungsmarketing

Ausbildungsmarketing für KMU: 10 praktische Tipps

Die folgenden 10 Tipps unterstützen KMU dabei, ihr Ausbildungsmarketing gezielt zu verbessern und Jugendliche dort zu erreichen, wo sie wirklich unterwegs sind.

Tipp 1: Bauen Sie eine gute (Karriere-)Webseite auf

Egal über welchen Weg die Jugendliche aufmerksam werden: vor der Bewerbung besuchen die meisten Interessenten Ihre Webseite. Zentraler Baustein Ihres Ausbildungsmarketings sollte deshalb Ihre (Karriere-)Webseite sein.

Liefern Sie den potenziellen Azubis hier Informationen über die Ausbildungsinhalte und den konkreten Ablauf der Ausbildung. Wichtig ist auch, dass Interessierte sich einfach bewerben können: Bieten Sie  auf Ihrer Karriereseite unkomplizierte und persönliche Kontaktmöglichkeiten an, zum Beispiel über WhatsApp. Halten Sie den Bewerbungsweg Bewerbung so einfach wie möglich – zum Beispiel per E-Mail und ohne Lebenslauf, Zeugnisse und langes Anschreiben. 

Tipp 2: Gestalten Sie Ihre Stellenanzeigen ansprechend

Die Stellenanzeige ist ein ebenso wichtiger Teil des Ausbildungsmarketings. Achten Sie deshalb bei Stellenanzeigen für Ausbildungsplätze darauf, dass diese persönlich gestaltet sind und nicht zu viele Anforderungen vorausgesetzt werden. Im Vordergrund sollten Sie als Unternehmen und Ihre Arbeitgeberattraktivität stehen. 

Eine gute Stellenanzeige hat einen klaren, inklusiven Titel, gibt Einblicke in Ihre Unternehmenskultur und bietet einfache, persönliche Kontakt- und Bewerbungsmöglichkeiten. Haben Sie an alle wichtigen Punkte gedacht? Prüfen Sie Ihre Stellenanzeige anhand unserer Checkliste Stellenanzeigen.

Tipp 3: Gestalten Sie einen authentischen Social-Media-Auftritt

Mit Azubi-Recruiting über Social Media erreichen Sie die Jugendlichen dort an, wo sie unterwegs sind. Um potenzielle Auszubildende zwischen 14 und 23-Jahren anzusprechen, lohnen sich Plattformen wie Instagram, YouTube und TikTok. Finden Sie in diesem Social-Media-Selbsttest heraus, welcher Kanal sich für Ihr Ausbildungsmarketing eignet: Selbsttest Social Media (PDF)

Gestalten Sie Ihren Social-Media-Auftritt individuell: Je authentischer Sie den Alltag in Ihrem Betrieb zeigen, desto besser. Zeigen Sie tägliche Aufgaben und lassen Sie Ihr Team zu Wort kommen. Holen Sie gerne Ihre Azubis mit ins Boot und gestalten Sie die Inhalte gemeinsam.

Tipp 4: Mit Schulen kooperieren

Projektwochen, Bewerbungstrainings oder Betriebsführungen: Durch eine aktive Zusammenarbeit mit Schulen erreichen Sie Jugendliche frühzeitig und persönlich. Der direkte Kontakt hilft Ihnen als KMU, ihr Unternehmen sichtbar zu machen und das Interesse von Schülerinnen und Schülern an Ihren Ausbildungsangeboten zu wecken. 

Nehmen Sie dafür Kontakt mit Schulen in Ihrer Nähe auf und prüfen Sie, welche Formate für eine Zusammenarbeit möglich sind. Wir erklären, wie Sie Schulkooperationen konkret umsetzen können.  

Tipp 5: (Online-)Praktika zur Berufsorientierung ermöglichen

Ein (Schüler-)Praktikum ist für viele Jugendliche der erste Kontakt mit der Arbeitswelt und für Unternehmen eine Chance, potenzielle Auszubildende schon früh kennenzulernen. Damit Sie die Jugendlichen von Ihrem Betrieb überzeugen, sollten Sie das Praktikum gut strukturieren und vorbereiten. Binden Sie die Jugendlichen mit praktischen Aufgaben aktiv ein. 

Zu einem guten Ausbildungsmarketing gehört auch, dass Sie im Nachgang mit den Praktikanten in Kontakt bleiben und sie über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

Tipp 6: Eltern einbeziehen

Wenn es um Berufsorientierung und Ausbildung geht, sind die Eltern oft wichtige Vertrauenspersonen und Informationsquellen für Jugendliche. Nutzen Sie dieses Potenzial und sprechen Sie die Eltern im Rahmen Ihres Ausbildungsmarketings gezielt an. Das kann über Informationen in der Zeitung, auf Social-Media-Kanälen wie Facebook oder bei Eltern-Informationsabenden an Schulen sein. 

Denken Sie auch daran, dass die Ansprache vielleicht nicht immer auf Deutsch möglich ist. Prüfen Sie daher, in welchen Sprachen Sie Informationen zusätzlich anbieten können, um Barrieren abzubauen und allen Familien einen einfachen Zugang zu Ihren Ausbildungsangeboten zu ermöglichen.

Tipp 7: Lassen Sie Botschafter über Ihre Ausbildung sprechen

Menschen glauben anderen Menschen mehr als Unternehmen. Nutzen Sie dieses Prinzip für Ihr Ausbildungsmarketing und lassen Sie andere Personen über Ihre Ausbildungsmöglichkeiten sprechen. Solche “Markenbotschafter” können eigene Azubis, Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten oder Dienstleister sein: Alle Personen, die mit Ihnen in Kontakt stehen, können Ausbildungsmarketing betreiben. 

Besonders wirkungsvoll ist es, wenn Jugendliche von Gleichaltrigen hören, wie der Alltag im Unternehmen aussieht, welche Aufgaben warten und warum sich eine Bewerbung lohnt. Sie verfügen zudem oft über ein großes Netzwerk, über das sich passende Bewerberinnen und Bewerber erreichen lassen.

Tipp 8: Nutzen Sie (digitale) Ausbildungsmessen für Ihr Ausbildungsmarketing

Ausbildungsmessen bieten eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, in direkten Kontakt mit Jugendlichen zu treten. Zeigen Sie dort Präsenz und präsentieren sich als attraktiver Arbeitgeber, indem Sie zum Beispiel Ihre Benefits aufzeigen. Eine zeit- und kostensparende Möglichkeit sind virtuelle Ausbildungsmessen, die digital stattfinden.

Außerdem kann es sich für Ihr Ausbildungsmarketing lohnen, auch überregionale Messen in den Blick zu nehmen. Denn nicht immer findet sich der passende Azubi im eigenen Landkreis zu finden. Was Sie dabei bedenken sollten, haben wir für Sie in dieser Checkliste aufbereitet: Checkliste Überregionale Rekrutierung (PDF)

Tipp 9: Schnelles Kennenlernen beim digitalen Azubi-Speed-Dating

Geben Sie den Jugendlichen die Möglichkeit, Sie und Ihren Betrieb unkompliziert kennenzulernen. Ein Azubi-Speed-Dating ist eine gute Möglichkeit, einen ersten Eindruck voneinander zu bekommen. Organisiert werden diese Speed-Datings meist von Kammern, den örtlichen Arbeitsagenturen und/oder den Wirtschaftsförderungen. Für kleinere Betriebe sind sie meist kostenfrei.

Tipp 10: Wählen Sie die richtige Jobbörse für Ihr Ausbildungsmarketing

Die Agentur für Arbeit unterstützt Sie bei der Besetzung offener Ausbildungsstellen. Auch Jugendliche aus der Region melden sich dort, wenn sie auf der Suche nach eine Ausbildungsplatz sind. So können Bewerberinnen und Bewerber effizient mit passenden Betrieben zusammengeführt werden. 

Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit gilt als eine der reichweitenstärksten Rekrutierungsportale in Deutschlands und ist daher ein zentraler Anlaufpunkt für Ihre Ausbildungsangebote. Ergänzend loht sich ein Blick auf weitere kostenfreie Plattformen wie die Lehrstellenbörse der IHKs oder der Lehrstellenradar des Handwerks

Fazit

Erfolgreiches Ausbildungsmarketing entsteht durch eine Kombination aus der Sichtbarkeit Ihres Betriebes, authentischer Ansprache der Zielgruppe und direktem Kontakt zu Jugendlichen und Eltern. KMU sollten echte Einblicke in Ihren Arbeitsalltag bieten, Social Media strategisch nutzen und Kooperationsmöglichkeiten wahrnehmen. 

Entscheidend ist, dass Jugendliche und Eltern schnell verstehen, was den Betrieb ausmacht und wie eine Bewerbung unkompliziert möglich ist.

Sie möchten sofort loslegen? Ein erster, sofort umsetzbarer Schritt:
Überprüfen Sie Ihre Karriereseite. Stellen Sie sicher, dass Ihre Ausbildungsberufe verständlich erklärt werden und dass Interessierte sich schnell und unkompliziert bewerben können. Nutzen Sie idealerweise einen klaren „Jetzt bewerben“-Button und bieten eine Bewerbungsmöglichkeit ohne große Hürden. 

Mitarbeiterin: Miriam Schöpp

Über die KOFA-Expertin Miriam Schöpp

Miriam Schöpp

Miriam Schöpp ist Senior Referentin für berufliche Bildung im KOFA. Ihre Themenschwerpunkte liegen in der Aus- und Weiterbildung sowie im betrieblichen Gesundheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Durch ihre langjährige Erfahrung als Ausbilderin kennt sie die Chancen und Herausforderungen der betrieblichen Praxis aus erster Hand. Beim KOFA entwickelt sie Inhalte, die Unternehmen dabei unterstützen, Ausbildung und Weiterbildung erfolgreich zu gestalten und die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden zu fördern.

Neben ihrer inhaltlichen Arbeit hält Miriam Schöpp regelmäßig Vorträge vor unterschiedlichen Zielgruppen und bringt ihre Expertise in praxisnahe Handlungsempfehlungen und Publikationen des KOFA ein.
 

mehr erfahren

Helfen Sie uns, besser zu werden!

Welche Angebote im Bereich Personalarbeit und Fachkräftesicherung sind für Sie besonders hilfreich? Und wie kann das KOFA Sie noch besser unterstützen?

Um die Umfrage anzuzeigen, klicken Sie bitte auf "Umfrage laden" und erlauben Sie damit die erforderlichen Cookies.