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Social Media für kleine und mittlere Unternehmen

Social Media für kleine und mittlere Unternehmen


Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2021

Brauchen KMU Social Media? Wir sagen: Ja! Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie Schritt für Schritt Ihren Kanal gestalten und Ihre Zielgruppe richtig ansprechen.

Social Media ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein wichtiges Mittel, um sich als Arbeitgeber zu präsentieren. Kein Unternehmen sollte heute und in Zukunft darauf verzichten. Auch wenn es etwas Zeit braucht, es lohnt sich Instagram, LinkedIn und Co. in Ihr Employer Branding zu integrieren.

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Warum sollten Sie auf Social Media aktiv sein?

  • Sie werden sichtbarer – auch für Personen, mit denen Sie bisher nicht in Kontakt standen.
  • Sie sprechen Ihre Zielgruppen gezielt an und können interaktiv mit ihnen agieren.
  • Sie nutzen kostenfreie Plattformen. Zunächst brauchen Sie nur ein Smartphone, eine Internetverbindung, die jeweilige App und können direkt loslegen.
  • Sie bleiben durch Fotos und Videos sowie eine authentische Ansprache länger im Gedächtnis.
  • Sie verbinden Information mit Unterhaltung und präsentieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber.
Zu sehen ist eine Grafik, die die fünf Schritte für einen gelungen Social Media Auftritt zeigt: Fokus und Ziel, Zielgruppe, Profil anlegen, Inhalte finden und digitales Netzwerk

Schritt 1: Fokus und Ziel kennen

Ihrem Social-Media-Auftritt sollte eine Strategie zu Grunde liegen. Überlegen Sie sich, was Sie durch die Präsenz auf den Plattformen erreichen wollen. Worin liegen Ihre Stärken und was bieten Sie auf Ihren Kanälen? Die Ziele können vielfältig sein: Wollen Sie als Unternehmen bekannter werden? Wollen Sie Stellen passgenauer besetzen? Halten Sie Ihr Ziel in unserem Arbeitsblatt fest.

Arbeitsblatt Fokus und Ziele (PDF)

Schritt 2: Zielgruppe festlegen und richtigen Kanal wählen

Überlegen Sie sich, welche Zielgruppe Sie auf welchem Kanal ansprechen möchten. Sie müssen nicht auf allen Plattformen aktiv sein. Bedienen Sie lieber einen Kanal richtig. Um zu wissen, wer Ihre Zielgruppe ist, sollten Sie sich vor allem folgende Faktoren anschauen: Alter, Geschlecht, Wohnort, Beruf, Ausbildung, Wünsche, Motivation und Mediennutzung. Mehr zur Definition von Zielgruppen erfahren Sie in unserem Arbeitsblatt.

Arbeitsblatt Zielgruppe definieren (PDF)

In der Grafik ist eine Tabelle dargestellt, die die Zielgruppe auf verschiedenen Social Media Plattformen zeigt.

Machen Sie hier den Test: Welcher Social-Media-Kanal ist für Ihr Ausbildungsmarketing geeignet?

Schritt 3: Profil anlegen

Nach den Vorüberlegungen, sollten Sie sich ein Profil auf dem jeweiligen Kanal anlegen, den Sie nutzen möchten. Gehen Sie dafür auf die Seite der Social-Media-Plattformen und registrieren Sie Ihr Unternehmen dort. Von Ihnen werden zunächst ein Profilname und eine E-Mail-Adresse verlangt. Bei manchen Kanälen benötigen Sie einen privaten Account, den sie mit dem Neuen verknüpfen müssen. Aber keine Sorge: Die Verbindung zwischen einem privaten Profil und dem Unternehmenskanal ist nicht öffentlich sichtbar. Sobald das Profil angelegt ist, sollten Sie dieses mit weiteren Informationen füllen.

Unsere Tipps:

  • Account-Name: Am besten eignet sich ihr Unternehmensname. Nutzen Sie keine Abkürzungen. Ihr Name sollte leicht verständlich sein. Machen Sie hier deutlich, worum es auf Ihrem Kanal geht.
  • Profilbild: Unternehmen sollten ihr Logo nutzen. Treten Sie als Einzelperson auf, sollten Sie ein Portraitfoto verwenden, auf dem Ihr Gesicht gut zu erkennen ist.
  • Biografie: Die sogenannte Bio beschreibt in wenigen Worten Ihren Kanal. Zeigen Sie hier, wer Sie sind, was Sie machen und welchen Mehrwert Sie auf dem Kanal bieten. Denken Sie daran, Webseite und Impressum zu verlinken. Mehr zu Impressumpflicht finden Sie bei den rechtlichen Grundlagen.

Anstelle eines privaten Profils, sollten Sie für Ihren Betrieb eine Unternehmensseite beziehungsweise ein Business-Profil anlegen. Diese sind kostenfrei und bieten den Vorteil, dass Sie Auswertungen und Analysen über ihre Beiträge und das Verhalten Ihrer Followerinnen und Follower als hilfreiches Extra erhalten. Um ein solches Business-Profil anzulegen, brauchen Sie bei den meisten Plattformen zunächst ein privates Profil. Unser Arbeitsblatt hilft Ihnen bei der Auswertung Ihrer Social-Media-Aktivitäten.

Arbeitsblatt Social-Media-Aktivitäten auswerten 

Schritt 4: Gute Inhalte finden

Egal welches Ziel Sie verfolgen, alles kann zu einem Thema werden. Ein guter Beitrag liefert immer einen Mehrwert für die Nutzerinnen und Nutzer und sollte keine bloße Werbung sein. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor: Überlegen Sie sich als erstes, welches Ziel Sie mit den einzelnen Inhalten erreichen möchten. Was soll durch Ihren Beitrag ausgelöst werden? Ein Klick auf die Webseite, eine Bewerbung bei Ihnen oder eine Anmeldung zur virtuellen Messe? Deshalb sollten Sie immer zuerst an den Schluss denken und ihre Zielgruppe dorthin führen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihre Inhalte Aufmerksamkeit wecken, individuell sind und die Followerinnen und Follower an Ihren Kanal binden. Tauschen Sie sich in diesem Prozess auch mit Ihren eigenen Mitarbeitenden oder anderen Personen aus der Zielgruppe aus. Sie wissen am besten, was die Nutzerinnen und Nutzer erwarten. Denken Sie beim Erstellen der Inhalte immer aus Sicht der Zielgruppe: Was möchten diese auf Ihrem Kanal erfahren?

Auf der Grafik ist der Spannungsbogen dargestellt, den man beim Storytelling nutzt. 1. Das Spannendste steht am Anfang, 2. Der Kern des Beitrags, 3. Beenden des Beitrags mit Aufforderung, Frage oder Zusammenfassung

Grundsätzlich gilt: Je authentischer Ihr Auftritt auf Social Media ist, desto besser. Zeigen Sie, wie der Arbeitsalltag bei Ihnen aussieht, stellen Sie Ihr Team und eventuell auch Ihre Produkte vor. Persönlich, emotional wirkend und leicht verständlich sind wichtige Grundlagen, wie Ihre Inhalte sein sollten. Denken Sie auch daran, regelmäßig zu posten. Zwei bis drei Mal pro Woche ist eine gute Richtlinie, um Ihre Zielgruppe zu erreichen. Welche Inhalte sich für die einzelnen Social-Media-Kanäle eignen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Arbeitsblatt Auswahl Inhalt

Unser Tipp: Sobald Sie sich mit Ihrem Social-Media-Kanal auseinandergesetzt haben, können Sie Ihre Posts vorplanen. Je besser Ihre Planung ist, desto mehr Zeit sparen Sie. Praktische Tipps und eine Vorlage für einen Redaktionsplan finden Sie in diesem Arbeitsblatt.

Arbeitsblatt Social Media planen

Schritt 5: Digitales Netzwerken

Folgen Sie anderen Kanälen wie beispielsweise Unternehmen, Schulen, Verbänden, Kammern und der Presse. Liken, teilen und kommentieren Sie deren Beiträge. Damit werden Sie für ein größeres Publikum sichtbarer. Reagieren Sie unbedingt auf Kommentare und fördern Sie die Interaktion bei Ihnen Beiträgen. Bedanken Sie sich bei positiven Kommentaren und gehen sie konstruktiv mit Kritik um. Bei Verstößen gegen gültiges Recht, können Sie die Kommentare melden.

Rechtliche Grundlagen

Folgende Grundlagen sollten Sie beachten: Fügen Sie Ihrem Profil ein klar erkennbares Impressum hinzu. Kopieren Sie keine fremden Inhalte und beachten Sie das Urheberrecht. Achten Sie bei Bildmaterial, auf dem Personen zu sehen sind, dass Sie am besten das schriftliche Einverständnis der Abgelichteten einholen. Bei Minderjährigen benötigen Sie auch die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten. 

Was es bei einer Social Media Guideline zu beachten gibt und die rechtlichen Grundlagenfinden Sie in unserem Infoblatt.

Starten Sie mit Ihrem Social-Media-Auftritt

Übung erzeugt Sicherheit. Fangen Sie an und bleiben Sie am Ball! Wichtig ist vor allem, dass Sie kontinuierlich posten und regelmäßig prüfen – beispielsweise im Austausch mit Ihren Mitarbeitenden oder in der Analyse Ihrer Zahlen, ob Sie Ihre Inhalte zielgruppengerecht aufbereiten. Reagieren Sie flexibel auf Trends, seien Sie mutig und probieren Sie Vieles einfach aus.