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Nachhaltigkeit und Arbeitgeberattraktivität

Nachhaltigkeit und Arbeitgeberattraktivität


Zuletzt aktualisiert: 01. Juli 2022

Was steckt eigentlich hinter Begriffen wie “Green Recruiting” oder “ökologisch nachhaltiges Personalmanagement”? Bei uns erfahren Sie mehr.

“Green Recruiting”, “Green HRM” oder “ökologisch nachhaltiges Personalmanagement” – Begriffe, auf die man zunehmend trifft. Was steckt eigentlich hinter diesen Begriffen? Und wie ist das zu werten? Ein Trend, oder eine ernstzunehmende nachhaltige Entwicklung?

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Klimawandel: Ein Top-Thema unserer Zeit

Nachhaltigkeit hat aber bereits in den letzten Jahren zunehmend unseren Alltag, unser Denken und Handeln erobert. Klima- und Umweltschutz stehen hoch im Kurs und die Entwicklungen zeigen deutlich, dass es sich dabei um kein Strohfeuer handelt. Aber spielt Nachhaltigkeit auch eine Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers? Und wenn ja, betrifft es alleine die Greta-Fridays-for-Future-Generation, für die Nachhaltigkeit zum Lebensmotto geworden ist? 

Plakativ gesagt: Muss man als Arbeitgeber jetzt grün werden, um attraktiv zu sein? 

Nachhaltigkeit als Attraktivitätsfaktor 

Studien zeigen, dass sich vor allem jüngere Frauen, aber auch Männer zunehmend Sorgen um den Klimawandel machen. Diese Sorgen sind aber auch in allen anderen Altersklassen angestiegen. Ein Thema, das also alle Generationen immer stärker bewegt.

Die Grafik zeigt den Anteil der Bevölkerung ab 17, der sich große Sorgen um den Klimawandel macht

Studien zeigen auch, dass den Mitarbeitenden und Bewerberinnen und Bewerbern die Haltung der Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit zunehmend wichtig ist. Das Wertethema ist durch alle Altersklassen hindurch zu einem wichtigen Attraktivitätsmerkmal von Arbeitgebern geworden. Nicht nur junge Berufsstarterinnen und Berufsstarter achten auf die Werteausrichtung ihres Arbeitgebers. Auch berufserfahrene Fachkräfte haben dies auf ihrer persönlichen Agenda, wenn sie einen Arbeitgeber und dessen Attraktivität einschätzen. Arbeitnehmende wünschen sich nachhaltige Arbeitgeber und erwarten auch vom Arbeitsplatz eine positive Umweltbilanz. Noch, so zeigen die Studienergebnisse aber auch, ist es nicht das Top-Argument bei der Arbeitgeberwahl. Aber wie gesagt: Noch.

Nachhaltigkeit wird ein Wettbewerbsvorteil werden, auf den Unternehmen nicht verzichten sollten.  

Angaben in Prozent, wie wichtig das Thema Klimaschutz bei der Jobsuche in unterschiedlichen Altersgruppen ist.

Nachhaltigkeit im Unternehmen 

Kaum ein Unternehmen hat sich bislang gar keine Gedanken zu Nachhaltigkeit gemacht. Oft wird sich dem Thema aber vor allem im Rahmen von nachhaltigen Geschäftsmodellen genähert. Was kann man abseits davon alles noch tun? Begriffe wie “Green Recruiting” und “Green HRM” stehen dafür, dass der Fokus zunehmend darauf gelegt wird, dass in diversen Unternehmensbereichen ökologisch nachhaltige Maßnahmen zum Umweltschutz sinnvoll und gut umsetzbar sind – so auch im Personalmanagement.   

Fünf Tipps, mit denen Sie sich auf den Weg machen können, Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen authentisch und zielführend anzugehen. 

Tipp 1: Setzen Sie sich nachhaltige Ziele 

Definieren Sie nachhaltige Ziele für Ihr Unternehmen und zeigen Sie damit Ihren Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit, dass es Ihnen Ernst ist und kein Lippenbekenntnis. Erarbeiten Sie einen Maßnahmenplan mit konkreten, messbaren Zielen. Legen Sie Prioritäten und Verantwortlichkeiten fest, damit es nicht nur bei guten Vorsätzen bleibt. Wo genau will Ihr Unternehmen hin, welche nachhaltigen Ziele will es genau erreichen? Machen Sie dies transparent und zeigen Sie stetig den Fortschritt dieser Ziele. 

Tipp 2: Lassen Sie sich inspirieren  

Wir haben für Sie ein paar Tipps für nachhaltiges Handeln zusammengestellt. So erhalten Sie einen Eindruck, wie groß die Bandbreite ist, abseits von grünen Geschäftsmodellen, aktiv zu werden. Nicht jede der Maßnahmen ist von heute auf morgen möglich. Viele aber sind schon mit wenig Aufwand umsetzbar. Stellen Sie sich Ihren Nachhaltigkeitsweg zusammen: 

Tipp 3: Binden Sie Ihre Mitarbeitenden ein 

Gerade am Anfang ist es wichtig, Mitarbeitende kontinuierlich in den Nachhaltigkeitsprozess einzubinden, um ein Bewusstsein und eine Sensibilität für nachhaltiges Handeln im Unternehmen zu schaffen. Mitarbeitende bringen viele kreative eigene Ideen mit. Nutzen Sie unterschiedliche Wege Ihre Belegschaft einzubinden: Führen Sie Ideenwettbewerbe ein, bilden Sie interdisziplinäre Arbeitsgruppen, eine Task Force oder bieten Sie Workshops oder Dialogveranstaltungen an. 

Sicher gibt es auch ein paar Skeptikerinnen und Skeptiker unter den Mitarbeitenden: Wer aber mitbestimmen darf, hat weniger Vorbehalte. Motivieren Sie Ihre Belegschaft zum nachhaltigen Handeln und sorgen Sie für das nötige Wissen und Kompetenz im Bereich Nachhaltigkeit. 

Hilfreich ist: 

  • zu demonstrieren, inwiefern das eigene Handeln zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele dient. 

  • Nachhaltigkeitsziele in Feedbackgesprächen einzubinden und zu zeigen, wie die oder der Mitarbeitende zur Zielerreichung beigetragen hat. 

  • Anreizsysteme zu schaffen, die nachhaltiges Verhalten belohnen. 

  • Veranstaltungen wie Team-Events aktiv im Zeichen der Natur zu nutzen, um ein gemeinsames Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen zu schaffen. 

Tipp 4: Machen Sie Ihre Nachhaltigkeitsstrategie sichtbar 

Machen Sie nachhaltiges Handeln innerhalb und außerhalb des Unternehmens sichtbar. Was wurde erreicht? Wo konnten welche Ressourcen eingespart werden? Werden Sie so konkret und so bildlich wie möglich. 

Nutzen Sie die unterschiedlichen Kommunikationskanäle Ihres Unternehmens, um möglichst alle Mitarbeitende und extern Interessierte mit den entsprechenden Informationen zu versorgen. Ihre Webseite, Stellenanzeigen und Bewerbungsgespräche sind alles Möglichkeiten, auf denen Sie Ihr nachhaltiges Engagement zeigen sollten. 

Ein besonders starkes Zeichen setzen Sie nach außen, wenn Sie eine Person in Ihrem Unternehmen etablieren, die professionell den Hut für das Thema Nachhaltigkeit aufhat. Das zeigt, dass Sie das Thema langfristig mit dauerhaftem Engagement im Betrieb integrieren möchten. Es gibt bereits diverse Fortbildungen, die zu dieser Nachhaltigkeitsmanager-Rolle befähigen. 

Tipp 5: Kein Greenwashing 

Manch ein Unternehmen lässt sich dazu verleiten ein “Pseudo-grünes-Image” aufzubauen. Man nennt es auch Greenwashing. Davon ist sehr abzuraten, denn mehr Schein als Sein, Verschleierung, Unwahrheiten, irreführende Formulierungen oder schlichtweg erfundene Nachhaltigkeits-Siegel führen zu einem immensen Vertrauensverlust und Imageschaden. 

Nur Ehrlichkeit bringt Vertrauen. Schaffen Sie es, Nachhaltigkeit und ökologisches Handeln zum Teil Ihrer Unternehmenskultur zu machen, birgt dies große Chancen und bringt großen Nutzen für Ihr Employer Branding. 

Green Recruiting

Wie Sie schon während des Recruiting-Prozesses auf Nachhaltigkeit achten können, erfahren Sie im Praxisbeispiel.

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