KOFA fürs Handwerk

Praktische Tipps zum Finden und Binden von Fachkräften und Azubis

Sie haben volle Auftragsbücher, aber keine Mitarbeitenden? Das Handwerk ist als eine der tragenden Säulen der Wirtschaft besonders stark von Fachkräfteengpässen betroffen. Das KOFA hat für Sie praktische Tipps zusammengefasst, wie die Nachwuchsgewinnung in Corona-Zeiten gelingt und, wie Sie neue Mitarbeitende finden und bestehende Fachkräfte langfristig an Ihren Betrieb binden können.

Nachwuchsgewinnung in Zeiten von Corona

Virtuelle AusbildungsmessenEin Ersatz für Ausbildungsmessen vor Ort sind derzeit digitale Ausbildungsmessen. Hier können Sie Ihren Betrieb vorstellen und mit potenziellen Auszubildenden ins Gespräch kommen. Wichtig ist: Bereiten Sie sich gut vor. Halten Sie alle wichtigen Inhalte wie Flyer oder Videos digital bereit und überprüfen Sie im Vorfeld die Technik.

Digitales Azubi Speed Dating: Viele Handwerkskammern und Arbeitsagenturen bieten digitale Azubi-Speed-Datings an. Über eine Online-Plattform können Sie Termine für Telefonate oder Videokonferenzen vereinbaren und mit interessierten Jugendlichen sprechen. Beachten Sie: Das ist kein Bewerbungsgespräch, sondern ein erstes, gegenseitiges Kennenlernen.

Digitales Bewerbungsgespräch: Ein Bewerbungsgespräch per Videokonferenz hat für beide Seiten Vorteile: Die Anreise entfällt und der Jugendliche kann in seiner gewohnten Umgebung sprechen. Bereiten Sie einen Interviewleitfaden zu bisherigen Erfahrungen, Berufswünschen und Hobbys vor. Führen Sie gegebenenfalls einen gemeinsamen Technikcheck im Vorfeld durch.

Online-Praktikum: Ein Praktikum vervollständigt den Eindruck der „Passgenauigkeit“ auf beiden Seiten. Auch dieses können Sie digital veranstalten. Überlegen Sie sich Aufgaben, die die Jugendlichen zu Hause erledigen können. Bereiten Sie eine „Materialbox“ mit allen wichtigen Dingen dafür vor. Regelmäßig Gespräche während des Praktikums sind wichtig, um sich besser kennenzulernen.

Azubisuche über Social Media: Die Suche nach passenden Auszubildenden wird immer schwieriger. Ein guter Weg, um junge Menschen zu erreichen ist über Social Media. Wichtig ist, dass Sie die richtigen Inhalte auf dem passenden Kanal zeigen. Je authentischer, desto besser. Testen Sie selbst, welche Social-Media-Plattform zu Ihrem Ausbildungsmarketing passt: Selbsttest: Selbsttest 

Neue Fachkräfte finden

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Wählen Sie die für Sie passende Stellenbörse: 
Überlegen Sie, wo Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen, und wählen Sie die geeignete Stellenbörse dafür aus. Online-Jobbörsen fürs Handwerk finden Sie hier:

Weil der Bedarf groß ist, entstehen neue Angebote für die Vermittlung im Handwerk, zum Beispiel:

  • Powerus - Plattform für Elektro sowie Anlagenmechaniker
  • Zutuun - Plattform für Bau, Baunebengewerbe
  • hokify - Plattform für Gastronomie, Handel, Handwerk und Büro
  • HandwerkerStellen.de - Plattform für Handwerker und berufsverwandte Tätigkeiten

Optimieren Sie Ihre Stellenanzeigen: Lesen Sie die neun praktische Tipps von Daniel Wahlen von Indeed als Vertreter einer der größten deutschen Stellenbörsen. Schauen Sie in unserer Checkliste, ob alle wichtigen Punkte in Ihrer Stellenanzeige vorhanden sind.

Beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden einMitarbeiterempfehlungen sind der erfolgreichste Besetzungsweg. Bitten Sie Ihre Leute, mit Ihnen auf die Suche zu gehen. Freunde, Bekannte, Familie und auch Kontakte aus den Sozialen Medien können Ihre zukünftige Fachkraft sein! Einige Unternehmen bieten für eine erfolgreiche Empfehlungen Belohnungen wie Gutscheine oder Prämien an.

Kennenlernen beim BewerbungsgesprächNicht jeder ist Meister im Bewerbungenschreiben. Lernen Sie die Person in einem Bewerbungsgespräch besser kennen. Dieses unterteilt sich in fünf Phasen. Sehen Sie in diesem Video, welche das sind und wie Sie vorgehen können. Vergessen Sie nicht: Auch Sie sollten die Bewerberin oder den Bewerber von Ihrem Unternehmen überzeugen.

Nehmen Sie neue Zielgruppen in den Blick:
Frauen: Eine Fachkraft ist nicht immer ein Mann! Zahlen des ZDH zeigen: Jeder fünfte Ausbildungsplatz im Handwerk wird von einer Frau besetzt und fast jede fünfte erfolgreiche Meisterprüfung wurde 2019 von einer Frau absolviert. Hören Sie unsere Podcast-Folge: Handwerk statt Hörsaal – Frauen starten durch“ an. 

Geflüchtete: Das Handwerk leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund. Lesen Sie in unserem Praxisbeispiel, wie Geflüchtete zu Auszubildenden in der Backstube Bremen werden. 

Menschen mit Behinderung: Wenn Sie Menschen mit Behinderung beschäftigen, profitieren Sie von deren Loyalität und erweitern Ihre Unternehmenskultur. Sehen Sie in unserem Praxisbeispiel, wie die Inklusion von Gehörlosen in der Malerwerkstätte Karl Müller erfolgreich funktioniert.

Machen Sie auf Ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber aufmerksam: Arbeitgeber – vor allem im Handwerk – stehen in einem harten Wettbewerb um Fachkräfte. Um erfolgreicher zu sein, lohnt es sich in Ihre zu investieren.

Fachkräfte langfristig binden

Einarbeitung: Um Kündigungen in der Probezeit zu vermeiden, ist ein guter Start ins Unternehmen wichtig. Hierbei hilft Ihnen unsere Checkliste zur Einarbeitung. 

Werden Sie digital: Die Corona-Pandemie beschleunigt den digitalen Wandel. Wie dieser als Chance auch im Handwerk genutzt werden kann, zeigt unser Praxisbeispiel zur Digitalisierung im Handwerk in der Tischlerei Kasper.

Corona-Pandemie meistern: In Krisenzeiten ist die Mitarbeiterbindung wichtig. Lesen Sie im Lagebericht aus dem Handwerk, wie der Geschäftsführer Julius Kapune seine Tischlerei Julius Möbel" seit der Pandemie durch die Krise führt, welche Maßnahmen er ergreift und wie sich sein Arbeitsalltag verändert hat.

                                                                                             Zuletzt aktualisiert Mai 2021


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Kontaktieren Sie uns per E-Mail fachkraefte@iwkoeln.de oder telefonisch unter 0221 4981-543. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen, welche Tipps für Sie hilfreich waren und wo Sie sich Ergänzungen wünschen.  

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