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Internationale Fachkräfte beschäftigen

Internationale Fachkräfte beschäftigen


Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2023

Internationale Fachkräfte sind gut qualifiziert und bringen neue Sichtweisen mit in Ihr Unternehmen. Mit diesen Tipps gewinnen Sie Mitarbeitende aus dem Ausland an.

Ein Blick ins Ausland erweitert Ihren potenziellen Bewerberkreis und erhöht Ihre Chancen eine passende Kandidatin oder einen passenden Kandidaten zu finden. Klären Sie vorab die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Beschäftigung. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz verbessert die Zuwanderungsmöglichkeiten für Fachkräfte aus Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten).

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Internationale Fachkräfte einstellen – Warum eigentlich?

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben immer größere Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung. Dies ist vor allem dann problematisch, wenn Ihre Auftragsbücher gut gefüllt sind. Fachkräfte aus dem Ausland helfen dabei, den Kreis potenzieller Bewerberinnen und Bewerber zu vergrößern.
Auch wenn die Rekrutierung ausländischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oftmals mit einem höheren Aufwand verbunden ist, profitieren Sie auf vielfältige Weise.

  • Sie können Stellen besetzen, die sonst vakant bleiben.
  • Die Arbeit in internationalen Teams eröffnet neue Perspektiven und Denkweisen.
  • Internationale Fachkräfte helfen Ihnen bei der Erschließung und Gestaltung internationaler Märkte.
  • Sie zeigen sich weltoffen und verbessern Ihr Unternehmensimage.

In dem Webinar-Mitschnitt „Internationale Fachkräfte erfolgreich finden und halten“ erfahren Sie, wie Sie internationale Fachkräfte finden und langfristig erfolgreich integrieren.

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Erfolgreiche Rekrutierung

Grundsätzlich unterscheidet sich die Rekrutierung im Ausland nicht wesentlich von der im Inland. Allerdings gibt es insbesondere Unterschiede bei der Verbreitung Ihres Stellenangebotes sowie bei der Bewertung der Bewerbungsunterlagen oder des Verhaltens im Bewerbungsgespräch. Je nach Herkunftsland benötigt Ihre internationale Fachkraft für Deutschland einen Aufenthaltstitel, d.h. eine Berechtigung in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Auch kann bereits zur Einreise für ein Bewerbungsgespräch, je nach Herkunftsland, ein Visum benötigt werden. Erfahren Sie in der Checkliste "Rekrutierung gestalten", wie gut Sie bereits vorbereitet sind und was Sie vielleicht noch tun können.

Eine besondere Zielgruppe bei den internationalen Fachkräften stellen Geflüchtete dar. Erfahren Sie hier, wie Sie mit dieser Zielgruppe in Kontakt kommen und sie nachhaltig in Ihren Betrieb integrieren können? 

Thema Geflüchtete vertiefen

Rechtliche Rahmenbedingungen klären

Informieren Sie sich frühzeitig, welche rechtliche Rahmenbedingungen Sie erfüllen müssen, damit Ihre Bewerberin oder Ihr Bewerber in Deutschland beschäftigt werden darf.

Der Leitfaden „Möglichkeiten der Fachkräfteeinwanderung - Was Arbeitgeber wissen müssen“ von „Make it in Germany“ erklärt kompakt alle rechtlichen Bestimmungen zur Beschäftigung von Fachkräften aus Drittstaaten. In dem Webinar-Mitschnitt „Internationale Fachkräfte durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz gewinnen“ erfahren Sie außerdem, welche Möglichkeiten das Fachkräfteeinwanderungsgesetz bietet.

Änderungen durch Novellierung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

Durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz können Fachkräfte mit Berufsausbildung und Personen mit berufspraktischen Kenntnissen leichter nach Deutschland einwandern.

Mehr dazu erfahren

Fähigkeiten und Tätigkeiten benennen

Bei der Rekrutierung aus dem Ausland kann es vorkommen, dass Ihnen Kandidatinnen und Kandidaten mit Qualifikationen begegnen, die nicht unmittelbar mit deutschen Abschlüssen vergleichbar sind. Ihr Stellenprofil sollte daher nicht Abschlüsse, sondern Fähigkeiten und Fertigkeiten benennen, die für die Tätigkeit erforderlich sind. Dies können zum Beispiel Erfahrungen im Umgang mit bestimmten Werkzeugen oder Produktionsverfahren sein.

Seien Sie offen, wenn die eingereichten Unterlagen nicht den deutschen Bewerbungsstandards entsprechen. Achten Sie statt auf rein formale Qualifikationen lieber auf Kompetenzen und Erfahrungen Ihrer Bewerberinnen und Bewerber.

Junge ausländische Ingenieurin mit Kollege auf der Baustelle

Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Wir erklären Schritt für Schritt, wie die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen funktioniert, und wie Sie als Arbeitgeber den Prozess unterstützen können.

Mehr erfahren

Stellenanzeigen erstellen

Um Ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu unterstreichen, empfiehlt es sich, vorhandene Integrations- und Unterstützungsangebote in der Stellenausschreibung zu thematisieren.  Benennen Sie hierzu konkrete Angebote in der Stellenausschreibung, wie beispielsweise Hilfe bei der Wohnungssuche oder eine Unterstützung beim Spracherwerb.

Die gängigen Bewerbungs- und Rekrutierungswege können von Land zu Land sehr unterschiedlich sein. Informieren Sie sich daher über die Suchwege ihrer Zielgruppe. Zudem können Sie auf bestehende Netzwerke Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen, die sie beispielsweise aufgrund eines Migrationshintergrundes oder im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes aufgebaut haben.

Unterstützung bei der Rekrutierung 

Bei der Rekrutierung internationaler Fachkräfte sollten Sie frühzeitig den Kontakt zu Ihrer örtlichen Agentur für Arbeit suchen und sich nach konkreten Unterstützungsmöglichkeiten erkundigen. Hierzu gehört auch das von der europäischen Kommission koordinierte EURES-Portal zur beruflichen Mobilität. Dieses bietet kostenlose Informations-, Beratungs- und Vermittlungsdienstleistungen für die Beschäftigung von internationalen Fachkräften an. 
Erfahren Sie mehr dazu, welche Maßnahmen Sie im Rekrutierungsprozss unterstützen können in der aktuellen KOFA-Studie.

Bewerbungs- und Einstellungsverfahren gestalten

Bewerbungsunterlagen unterscheiden sich von Land zu Land teilweise erheblich, seien Sie offen für Unterlagen, die nicht den deutschen Standards entsprechen. Beurteilen Sie Ihre Bewerberin oder Ihren Bewerber nicht nur anhand der formalen Qualifikationen und Zeugnissen, sondern beziehen Sie auch Lebens- und Berufserfahrung mit ein. Auch interkulturelle Kompetenzen und vorhandene Sprachkenntnisse sind ein nicht zu unterschätzender Mehrwert für Unternehmen.

Aufgrund der teilweise großen Entfernung empfiehlt es sich, das Bewerbungsgespräch über das Telefon oder das Internet, am besten als Videokonferenz, zu führen. Klären Sie vor dem Gespräch, in welcher Sprache das Gespräch geführt wird und sorgen Sie dafür, dass auf beiden Seiten genügend Sprachkenntnisse vorhanden sind. Es kann sinnvoll sein eine Person mir entsprechenden Sprachkenntnissen einzubeziehen. Möchten Sie den Kandidaten oder die Kandidatin persönlich vor Ort kennenlernen, klären Sie frühzeitig, ob hierfür ein Einreisevisum notwendig ist und wer die Kosten hierfür übernimmt.

Fachkräfte aus dem Ausland bei der Pentos AG

Praxisbeispiel ansehen

Erfolgreiche Integration

Nur wenn Ihre neu eingestellte Fachkraft gut in Ihr Unternehmen integriert ist, wird sie auch lange in Deutschland und in Ihrem Unternehmen bleiben. Kündigungen und der Wunsch, wieder in die alte Heimat zurückzukehren, sind oftmals auf eine mangelnde Integration zurückzuführen. Erfahren Sie mithilfe der Checkliste "Integration in den Betrieb", wie gut Sie bereits vorbereitet sind und was Sie vielleicht noch tun können und erhalten Sie Tipps zum Onboarding internationaler Mitarbeiter

Wo erhalten Sie weitere Unterstützung?

Weitere Informationen und Unterstützungsangebote für die Rekrutierung und Beschäftigung internationaler Fachkräfte erhalten Sie bei dem bq-portal, dem Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen, und bei Make it in Germany, dem Portal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland.

Unterstützungsangebote für die Rekrutierung und Beschäftigung internationaler Fachkräfte: Make it in Germany, bq-Portal und KOFA
Unterstützungsangebote für die Rekrutierung und Beschäftigung internationaler Fachkräfte