
Transkript: Folge 24
KOFA auf dem Sofa: Mitarbeitende in schwierigen Zeiten motivieren
Jens:
Kofa auf dem Sofa, der Podcast mit Sibylle Stippler und Jens Breuer. Hallo zusammen, schön, dass Sie wieder mit dabei sind. Neues Jahr, neue Folge und ich bin froh, dass sich eines aber nicht geändert hat, denn Sibylle Stippler ist auch im neuen Jahr hier bei mir. Hallo Sibylle, wie schön.
Sibylle:
Hi Jens, ich freu mich auch total und freu mich auf das neue Jahr mit dir.
Jens:
Ja, es wird spannend werden. Wir werden das ganze Jahr lang zusammen hier immer neue Folgen bereitstellen, alle zwei Wochen Kofa auf dem Sofa. Insofern also: Falls Sie uns noch nicht abonniert haben sollten – es wäre spätestens jetzt der Moment, mal auf „Abonnieren“ zu klicken. Wir freuen uns natürlich, wenn Sie dann eben auch beim nächsten Mal wieder mit dabei sind.
Ja, noch eine Sache hat sich nicht geändert – in dem Fall allerdings leider, muss man sagen. Denn der Lockdown ist geblieben, jetzt erstmal verlängert bis 15. Februar. Und was das Homeoffice angeht, sieht es so aus, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden sogar bis Mitte März ermöglichen müssen, von zu Hause aus zu arbeiten. Das sind keine guten Nachrichten für alle, denen es im Grunde genommen jetzt schon zu viel geworden war, nicht wahr?
Sibylle:
Auf jeden Fall. Also ich glaube, für viele ist es gar nicht so leicht, sich in solchen Zeiten jeden Tag neu an den Start zu bringen, sich zu motivieren und irgendwie an den Aufgaben weiterzuarbeiten.
Jens:
Ja genau, das ist nämlich das, wo wir uns diesmal gedacht haben: Okay, da sprechen wir jetzt einfach mal drüber. Über Motivation oder vielmehr über die Frage: Wie schaffen es denn auch kleine und mittlere Unternehmen, ihre Leute auch in schwierigen Zeiten bei Laune zu halten? Das ist keine einfache Aufgabe, ganz bestimmt.
Vielleicht mal, Sibylle, aus deiner eigenen Perspektive: Wie motivierst du dich denn selbst so jeden Tag jetzt im Homeoffice?
Sibylle:
Also der Trick ist ja herauszufinden, was man gerne tut und dann jemanden zu finden, der einen auch noch dafür bezahlt. Und ich glaube, weil mir das im Grunde ganz gut gelungen ist, ist es für mich meistens gar nicht so schwierig.
Ich habe so Aufgaben, die mich richtig packen, wo ich dann, wenn ich mich in eine neue Entdeckung reinversenken kann und mich damit beschäftige, richtig in so einen Flow komme. Das ist ja so der Begriff dafür, wenn man wirklich Raum und Zeit vergisst über seiner Aufgabe.
Jens:
Du bist auch so begeisterungsfähig vom Typ her.
Sibylle:
Ja, ja. Das geht bei mir auch immer, wenn ich mich auf etwas fokussiere, wo ich sage: „Okay, da hab ich jetzt echt Lust drauf.“ Dann ist mir völlig egal, wie die Rahmenbedingungen sind, weil ich komplett in meinem Element bin.
Jens:
Absolut. Genau. Und wenn dann die Rahmenbedingungen aber mal nicht so stimmen, dann hilft mir auch schon mal ein leckerer Kaffee, den Arbeitsplatz nochmal schick machen und so. Das sind dann die kleinen Stellschrauben, die mir über Motivationslücken hinweghelfen.
Jens:
Na ja, im Moment ist es ja alles sehr unberechenbar, sehr unbeständig. Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass es mir hilft, mir immer mal wieder die Vorteile aus der Krise vor Augen zu halten. Ohne dass ich mir da jetzt irgendwas vormache. Aber dass ich eben wirklich sage: Okay, ich habe bei mir gemerkt, ich achte mehr auf mich, ich weiß Dinge mehr zu schätzen als früher oder ich habe vielleicht auch einfach gemerkt: Es geht auch mit weniger.
Also man muss nicht immer großes Tamtam machen. Es müssen nicht so und so viele Urlaube sein, sondern man kann auch durchaus eine schöne Zeit haben – oder eben auch mit der Familie – wenn man einfach mal ein bisschen weniger macht.
Klar, für die Unternehmen ist das jetzt nicht schön. Das ist jetzt meine rein persönliche Komponente. Was die wirtschaftliche Seite angeht, muss man natürlich schon sagen: Viele leiden da ganz doll drunter. Und wir freuen uns alle darauf, wenn wir irgendwann wieder die Normalität zurückbekommen und alle wieder aufmachen können. Aber das ist eben so die Erfahrung, die ich ganz persönlich für mich mit Corona gesammelt habe.
Sibylle:
Ja, das finde ich total schön. Und ich glaube, das ist auch etwas, das man immer mal wieder in den Job reinbringen kann. Denn oft entstehen ja gerade in Teams so Stimmungen, in denen man sich gegenseitig bestärkt: „Oh Mann, ist das gerade blöd“ und „Wenn wir uns endlich nochmal sehen könnten, dann wäre alles gut.“
Und dann wirklich auch nochmal gezielt zu fragen: „Ja, aber was läuft denn gerade auch gut?“ oder „Wo sind die Aspekte, aus denen du gerade Kraft schöpfst?“ Das finde ich einen ganz schönen Impuls.
Jens:
Ja, wenn man als Arbeitgeber früher seine Mitarbeitenden motivieren wollte, dann gab es da im Prinzip eine ganz klare Klaviatur: Gehaltserhöhungen, Boni, ein schickes Eckbüro oder einen fetten Dienstwagen. Auch den hat jeder gern genommen.
Das hat sich für mein Gefühl im letzten Jahr aber schon stark geändert. Da sind andere Dinge wichtig geworden. Kannst du das auch bestätigen?
Sibylle:
Also ich glaube, das kommt schon immer noch ein bisschen darauf an, wie man selber so gestrickt ist. Aber die Dinge, die du gerade aufgezählt hast – also gerade Boni, Dienstwagen und so – die haben meistens nur einen kurzfristigen Effekt.
Das kann man auch ganz gut erklären. Frederik Herzberg hat das schon vor vielen Jahren mit der Zwei-Faktoren-Theorie benannt. Wahrscheinlich haben viele das schon mal gehört. Es gibt diese Hygienefaktoren. Das sind Sachen, die, wenn sie nicht stimmen, zu Unzufriedenheit führen. Dazu gehört zum Beispiel gerechte Entlohnung oder gute Arbeitsbedingungen.
Und dann gibt es aber die Dinge, die uns wirklich motivieren und wirklich packen. Das sind eher Sachen wie Verantwortung übertragen zu bekommen, Anerkennung zu erfahren oder Leistungsstolz.
Also wo man so ans Handwerk denkt: „Ich baue hier mein Möbelstück fertig und bin stolz drauf.“ Das sind die Dinge, die uns langfristig motivieren.
Und ich würde sagen, da sind viele Unternehmen noch im Wandel. Denn es gibt schon noch einige, die eher auf dieses Karottenprinzip setzen. Also: „Ich halte dir hier den Dienstwagen vor die Nase und hoffe, dass dich das so sehr motiviert, dass du Überstunden machst und mehr leistest.“
Da steckt aber im Grunde ein Menschenbild dahinter, das ich ein bisschen problematisch finde. Denn man vertraut nicht darauf, dass wir aus uns heraus motiviert sind zu leisten und einen Beitrag zu geben. Sondern wir sagen eher: „Na ja, ich muss jedes Mal erneut einen Anreiz setzen.“ Und dann natürlich auf der anderen Seite auch kontrollieren, ob das alles so erreicht wurde, wie ich mir das vorgestellt habe.
Jens:
Na, ich glaube halt auch: Wenn der Dienstwagen einmal raus ist, dann ist im Prinzip auch keine große Steigerung mehr möglich.
Also wenn ich den Wagen auf dem Hof stehen habe oder mir ständig das Gehalt erhöht wird – erstmal ist das für das Unternehmen irgendwann wahrscheinlich nicht mehr wirtschaftlich. Und natürlich ist es so, dass daraus beim Mitarbeitenden auch eine Erwartungshaltung erwächst, die irgendwann kaum noch zu übertreffen ist.
Sibylle:
Nein, auf jeden Fall. Und gerade wenn wir uns vorstellen: Jetzt sind viele im Homeoffice. Was brauchen wir denn da? Wir brauchen Vertrauen in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dass sie einen Sinn in ihrer Aufgabe sehen, dass sie von sich aus motiviert sind, morgens an ihren Schreibtisch zu kommen, auch wenn ich jetzt nicht danebenstehe und schaue.
Eine Kultur des Vertrauens erzielt man eben nicht unbedingt durch klassische Anreize. Da brauchen wir eher ein Verständnis für jeden Einzelnen: Was bringt derjenige mit? Wo braucht er Unterstützung? Und womit kann ich ihm dienen, um ihn zu motivieren?
Und da gibt es schon viele Gemeinsamkeiten – bei aller Unterschiedlichkeit, die wir Menschen mitbringen. Zum Beispiel der Wunsch nach einer sinnvollen Tätigkeit, nach Gestaltungsspielraum oder danach, dass ich das einbringen kann, wo ich meine Stärken sehe. Und dass das dann eben auch gesehen wird.
Jens:
Da sind wir so ein bisschen auch beim Thema Purpose. Fühle ich mich zu meinem Job berufen oder ist es einfach nur ein Beruf? Ganz wichtig. Denn wenn ich das Gefühl habe, ich tue da wirklich etwas Sinnvolles und bewirke etwas, dann gehe ich natürlich auch viel lieber zur Arbeit.
Sibylle:
Absolut. Und wenn da dann noch Menschen sind, die ich gerne mag und mit denen ich gerne zusammenarbeite, ist schon echt ganz viel erreicht.
Jens:
Ja, also Anerkennung und Lob bewirken auch meiner Erfahrung nach auf Dauer meistens besser und nachhaltiger als Geld und Statusobjekte.
Aber gerade das ist ja in Zeiten von Homeoffice schwierig geworden – genauso wie die Sache mit den Rahmenbedingungen und der Struktur. Wie können Unternehmen jetzt trotzdem sicherstellen, dass das nicht zu kurz kommt?
Sibylle:
Also ich glaube, erstmal muss man wirklich beim Thema Rekrutierung anfangen. Wen stelle ich ein? Habe ich wirklich die richtigen Leute eingestellt?
Wenn ich schon im Bewerbungsgespräch merke: Mit den Zielen, die wir als Unternehmen verfolgen, kann sich die Kandidatin oder der Kandidat gut identifizieren, dann habe ich schon viel gewonnen.
Und gerade jetzt in Corona-Zeiten sind Mitarbeitergespräche enorm wertvoll. Da steckt manchmal gerade bei kleineren Unternehmen ein Fehler im System. Denn wenn ich in Mitarbeitergesprächen hauptsächlich um Zielvereinbarungen ringe und darum, wie hoch der Erreichungsgrad dieses oder jenes Ziels war, dann geht das oft an den Dingen vorbei, die wirklich motivieren.
Also dass ich wirklich mal dahinterkomme: Was sind die Werte dieses Menschen? Welche Aufgaben machen ihm besonders viel Spaß?
Das sind zwei zentrale Dinge: ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben.
Und ich sollte natürlich auch meine Führungskräfte schulen und gemeinsam ein Menschenbild für mein Unternehmen entwickeln, bei dem wir darauf setzen, Sinn zu vermitteln.
Das heißt nicht, dass jede Aufgabe Spaß machen muss. Aber wenn ich Aufgaben verteile, sollte ich immer vermitteln: Was ist hier eigentlich der Beitrag zum großen Ganzen?
Jens:
Und hat das, was ich hier leiste, überhaupt Sinn für das gesamte Ding, das am Ende dabei rauskommen soll? Denn wenn ich mich als wichtiges Rad im Motor empfinde, dann habe ich natürlich auch das Gefühl, eine wesentliche Rolle zu spielen.
Sibylle:
Manche Unternehmen machen das zum Beispiel auch so, dass sie Auszubildende mal zu Kunden und Lieferanten „ausleihen“, sodass sie mal mitkriegen: Wo stehe ich hier eigentlich in der ganzen Wertschöpfungskette? Was ist unser Beitrag?
Das halte ich für ein sehr sinnvolles Werkzeug.
Jens:
In dem Zusammenhang hat mir auch ganz gut gefallen, was Vera Marie Strauch im Female Leadership Podcast gesagt hat. Sie beschäftigt sich beruflich viel mit dem Thema Arbeit der Zukunft. Bei ihr ging es um „Grow with the Flow“ – mit Tipps, wie man sich und sein Team motiviert.
Sie lehnt sich dabei an das Buch „Flow – Das Geheimnis des Glücks“ an, eines der Standardwerke der Motivationspsychologie. Und sie sagt auch, dass jeder Mensch grundsätzlich erstmal motiviert ist. Die Kunst für Unternehmen besteht darin, dass das auch so bleibt.
Und was mir daran gefällt: Sie gibt konkrete Tipps, die auch für kleine und mittlere Unternehmen super umsetzbar sind. Sie dreht nicht das ganz große Rad, sondern sagt: Manchmal reichen schon kleine Veränderungen im Arbeitsalltag.
Zum Beispiel könnten unsere Zuhörerinnen und Zuhörer überlegen, Meeting-Zeiträume zu verändern. Wenn eine Stunde Meeting ohne neuen Input stattfindet, könnte man Meetings ja auch verkürzen.
Cordula Nussbaum sagt dazu auch, dass Meetings maximal 50 Minuten dauern sollten – gerade jetzt in Coronazeiten. Damit man nochmal zehn Minuten hat, um sich kurz zurückzubesinnen, einen Kaffee zu holen und sich neu zu sammeln.
Sibylle:
Man sagt ja auch, dass der Mensch sowieso nicht länger als 50 Minuten konzentriert zuhören kann.
Aber irgendwie sind wir alle in so einem Trott. Wenn ich in Outlook Termine plane, wird mir automatisch eine halbe Stunde oder eine Stunde vorgeschlagen. Und ich glaube, wir hinterfragen solche Dinge oft gar nicht.
Dabei kann es schon motivierend wirken, die Agenda leicht abzuwandeln oder Aufgaben neu zu verteilen. Genauso wie Menschen mehr Entscheidungsspielraum für ihre eigene Arbeitsorganisation zu geben. Also Spielraum schaffen, damit wir uns nicht so eingeengt fühlen.
Das sind wertvolle Tipps von Vera Marie Strauch.
Jens:
Roland Busch von Siemens hat auch etwas Schönes dazu gesagt. Er meinte, dass Organisationen Freiräume für Menschen schaffen müssen, die neue Themen angehen.
Denn wenn eine Organisation aufgrund festgefahrener oder veralteter Strukturen das gar nicht zulässt, dann geht es natürlich auch nicht voran und der Frust wird größer.
Sibylle:
Oh ja, genau. Und ich glaube, viele Anreize in Unternehmen stammen noch aus einer alten Arbeitswelt.
Ein Anreiz dafür, dass ich mir Freiraum in den Kalender eintrage, habe ich bisher zum Beispiel noch nicht oft erlebt. Aber das wäre eben auch mal eine Idee.
Allein die Erlaubnis zu geben: „Blockiert euch Zeiten im Kalender, in denen ihr euch mit neuen Ideen beschäftigt oder mit den Dingen, die euch interessieren.“ Das kann sowohl die Menschen als auch den Betrieb sehr weit nach vorne bringen.
Vielleicht noch ein weiterer Aspekt: soziale Beziehungen im Betrieb.
Da habe ich etwas Interessantes gelesen von der Investorin und Gründerin Lea-Sophie Kramer. Sie schlägt vor, dass man in Besprechungen nicht mehr fragt: „Na, wie geht es euch denn allen?“, sondern stattdessen ein Update mit drei Kategorien einführt: Arbeit, Familie, ich.
Und jeder darf zwei Minuten darüber sprechen, was ihn bei der Arbeit, in der Familie und persönlich beschäftigt. Sie glaubt, dass dadurch viel mehr persönliche Verbindung und tiefere Beziehungen im Job entstehen.
Jens:
Das ist halt ganzheitlicher.
Sibylle:
Genau. Das war für sie so ein Aha-Moment aus der Coronakrise.
Jens:
Mhm, ganz spannend.
Corona ist da mit Sicherheit ein gutes Stichwort. Denn gerade jetzt kommt es ja darauf an, dass Führungskräfte ihre Mitarbeitenden motivieren, sie ins Boot holen und gemeinsam nach vorne schauen.
Es gab dazu auch eine Befragung von Stepstone in der ersten Coronawelle. Da kam heraus, dass bei vielen die Motivation in der Pandemie gesunken ist.
In der zweiten Befragung waren es schon 40 Prozent, die sich durch die Heimarbeit müder oder gestresster gefühlt haben. Und jeder Dritte meinte, dass die Motivation in den letzten Wochen weniger geworden ist.
Was kannst du den KMU in diesen doch sehr unsicheren Zeiten mit auf den Weg geben?
Sibylle:
In solchen Situationen sind natürlich die Führungskräfte sehr gefragt, wirklich nah dran zu sein an ihren Leuten.
Und ich muss aus eigener Erfahrung sagen: Manchmal stößt man da auch an Grenzen als Führungskraft. Wir sind ja auch keine ausgebildeten Psychologen.
Da gibt es aber Hilfestellungen. Zum Beispiel bietet die Initiative Neue Qualität der Arbeit praxisnahe Tipps und Unterstützungsmöglichkeiten, wie man die psychische Gesundheit von Beschäftigten fördern kann. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und ist deshalb kostenlos für KMU.
Und wir haben auch im KOFA vor drei Wochen mit Pater Anselm Grün und mit Bodo Janssen gesprochen, dem Geschäftsführer der norddeutschen Hotelgruppe Upstalsboom. Mit ihnen haben wir darüber gesprochen, wie Führung in stürmischen Zeiten gelingen kann.
Und ich finde, was Bodo Janssen gesagt hat, könnten sich viele Führungskräfte im Mittelstand nochmal zu Herzen nehmen. Er sagt: Menschen müssen erkennen, wofür sie etwas tun.
Jeder Mitarbeitende konnte in den letzten Monaten für sich individuell die Frage beantworten: „Wofür setze ich mich in dieser Pandemie ein?“
Und vielen wurde schlagartig klar: Es geht um das Überleben des Unternehmens.
Einige Mitarbeitende sind in dieser Zeit über sich hinausgewachsen, weil sie ganz viel zu tun hatten. Andere – zum Beispiel Menschen in Kurzarbeit – mussten eher diese Untätigkeit aushalten.
Und beide Gruppen tragen in gleichem Maße zur Bewältigung der Krise bei. Das sollte man als Führungskraft anerkennen.
Da haben wir auch wieder das Thema Wertschätzung. Also dass wir nicht nur sehen, wie es unseren Leuten geht, sondern auch wertschätzen, was sie leisten und welche persönlichen Herausforderungen sie gerade haben.
Jens:
KOFA to go – Wissen zum Mitnehmen.
Motivation in Krisenzeiten ist eine Aufgabe, die Führungskräfte ernst nehmen sollten. Aber wie? Sibylle hat jetzt nochmal drei ganz einfache Tipps für Sie, die Ihnen das Leben leichter machen.
Tipp Nummer 1:
Hinterfragen Sie Ihre Strukturen. Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitenden flexible Arbeitszeiten und arbeiten Sie gemeinsam an einer sinnvollen Aufgabenverteilung.
An kleinen Stellschrauben zu drehen – zum Beispiel Besprechungen zu verkürzen – kann einen großen Effekt haben.
Nummer 2:
Hören Sie genau hin. Menschen ticken unterschiedlich. Fragen Sie in Mitarbeitergesprächen gezielt nach, was dem Einzelnen Kraft gibt und was Kraft raubt.
Und unser Motivationstipp Nummer 3:
Zeigen Sie jedem Mitarbeitenden, was der individuelle Beitrag zum Erfolg des Unternehmens ist. Nichts motiviert mehr als eine sinnvolle Aufgabe.
KOFA to go – Wissen zum Mitnehmen.
Das war es für heute. Vielen Dank fürs Reinhören.
In der nächsten Folge von Kofa auf dem Sofa sprechen wir darüber, was man insbesondere als Arbeitgeber jetzt tun kann, um berufstätige Eltern zu stärken, zu unterstützen und zu entlasten.
Viele von uns laufen schließlich wegen Homeschooling, Kinderbetreuung und Co. am Limit. Wichtig also, das im Blick zu behalten und gute Lösungen dafür anzubieten.
Die bekommen Sie in der nächsten Folge von uns. Sibylle, schön war es. In zwei Wochen hören wir uns wieder.
Sibylle:
So ist das und ich freu mich sehr darauf.
Jens:
Tschüss, bis zum nächsten Mal.
Fachleute für Fachkräfte. Kofa auf dem Sofa. Der Podcast.