Was machen Passgenaue Berater?

Passgenaue Berater helfen Unternehmen, die ideale Stellenbesetzung zu finden

Die bundesweit etwa 160 Beraterinnen und Berater des Projektes „Passgenaue Besetzung“ helfen kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Besetzung freier Ausbildungsplätze bzw. der Vermittlung von ausländischen Fachkräften ohne Flüchtlingsstatus. Hierfür erarbeiten sie zusammen mit den Betrieben ein Anforderungs- und Stellenprofil und treffen für die Unternehmen eine Vorauswahl an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem europäischen Sozialfonds gefördert.

Was haben die „Passgenauen Berater" für Aufgaben?

Die Beraterinnen und Berater unterstützen die Unternehmen vor Ort im gesamten Rekrutierungsprozess. Sie helfen dabei, den Bedarf an Ausbildungsplätzen zu ermitteln und ein Anforderungs- und Stellenprofil zu erstellen. An Schulen, auf Messen und im Internet suchen sie dann nach Kandidatinnen und Kandidaten, die zu dem jeweiligen Unternehmen und der zu besetzenden Stelle passen. Hierbei kooperieren sie auch mit regionalen und überregionalen Akteuren wie etwa den Arbeitsagenturen und den Jobcentern. Die Berater und Beraterinnen prüfen die Bewerbungsunterlagen, organisieren die Bewerbungsgespräche und führen Einstellungstests durch. Sie schätzen die Fähig- und Fertigkeiten der sich Bewerbenden ein und treffen bereits eine Vorauswahl. Kommt es während der Ausbildung zu Problemen, stehen auch hier die Berater kompetent zur Seite.

Unterstützung bei der Integration

Unterstützt werden die Unternehmen auch bei der Integration von ausländischen Auszubildenden und Fachkräften ohne Fluchthintergrund. Die Berater kooperieren mit dem Sonderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa“ (MobiPro-EU).  Bei der Rekrutierung und Integration ausländischer Bewerber, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, werden Unternehmen durch die Willkommenslotsen unterstützt.  
Die Berater des Projekts „Passgenaue Besetzung“ konnten schon große Erfolge erzielen: Seit dem Start im Jahr 2007 konnten bereits über 81.345 Ausbildungsplätze und 10.021 Stellen für die Einstiegsqualifizierung erfolgreich besetzt werden. Allein im ersten Halbjahr 2018 wurden rund 2.648 Jugendliche in eine duale Ausbildung und in eine Einstiegsqualifizierung vermittelt.

Durch die Beraterinnen und Berater erhalten Unternehmen folgende Unterstützung:

Ermittlung des Ausbildungsbedarfs

  • Erstellung eines Anforderungs- und Stellenprofils
  • Hilfen bei der Gestaltung einer Karriere-Webseite
  • Suche nach möglichen Bewerberinnen und Bewerbern
  • Durchführung von Bewerbungsgesprächen und Einstellungstests
  • Vorauswahl geeigneter Bewerber
  • Hilfe bei Problemen während der Ausbildung und Beratung rund um das Thema „Berufsausbildung“ und zu Möglichkeiten der finanziellen Förderung
  • Unterstützung bei Formalitäten u.a. zum Abschluss des Ausbildungsvertrages

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen und wie können Sie Kontakt mit den Beratern aufnehmen?

Ihr Unternehmen muss weniger als 250 Mitarbeitende beschäftigen, einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro erwirtschaften und eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro aufweisen um die Unterstützungsleistungen der beraterinnen und Berater in der Passgenauen Besetzung in Anspruch nehmen zu können. Die Nutzung des Angebotes ist für Betriebe kostenlos.
Beschäftigt sind die Beraterinnen und Berater des Projektes bei den Handwerksammern, den Industrie- und Handelskammern, den Kammern der freien Berufe und weiteren gemeinnützigen Organisationen der Wirtschaft. Eine Liste mit Beratern finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie auf den Seiten des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) sowie auf den Seiten von Das Handwerk.

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