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KOFA Kompakt 2019: Wie Unternehmen Beschäftigungspotenziale von Frauen noch besser nutzen können

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Die KOFA Kompakt-Studie zum Thema Frauen belegt: Frauen bieten in männertypischen Berufen Potenzial, um Fachkräfteengpässe zu lindern. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Allein zwischen 2013 und 2017 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen um 1,2 Millionen. Unternehmen, die in den letzten Jahren in männertypischen Engpassberufen zusätzliche Teilzeitbeschäftigung geschaffen haben, verzeichneten damit einen Anstieg des Frauenanteils um 15,6 Prozent. Damit stieg der Fachkräftemangel in diesen Berufen weniger stark an als in anderen.

Frau und Beruf: Frauen sind für den Arbeitsmarkt ganz zentral

Der Wettbewerb um Fachkräfte am Arbeitsmarkt verstärkt sich zunehmend. So sind Frauen für Unternehmen eine ganz zentrale Zielgruppe, die sie mit einer gezielten Ansprache und attraktiven Arbeitszeitgestaltung noch besser für sich gewinnen können. Bereits in den letzten Jahren konnten Unternehmen mit einer vermehrten Beschäftigung von Frauen in einigen Berufen einer weiteren Verschlimmerung der Fachkräfteengpässe entgegnen. Zwischen 2013 und 2017 stieg der Anteil von Frauen in männertypischen Engpassberufen um 12,8 Prozent. In männertypischen Berufen, die 2013 noch nicht von Fachkräfteengpässen betroffen waren, fiel der Anstieg mit 5,1 Prozent hingegen weitaus geringer aus.

Erwerbstätigkeit von Frauen: Drei von vier Frauen arbeiten

Generell entwickelte sich die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den letzten Jahren positiv – inzwischen sind drei von vier Frauen erwerbstätig. Die aktuelle Frauen-Kompakt-Studie des KOFA belegt zudem, dass die meisten Berufe mit Fachkräfteengpässen männertypische Berufe sind. Inzwischen zählen zwei Drittel aller männertypischen Berufe zu den Engpassberufen.

Flexible Arbeitszeiten machen Männerberufe attraktiv

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass Frauen dann eher in männertypische Berufe einsteigen, wenn es in diesem Berufszweig flexible Arbeitszeitangebote gibt. Ein weiterer Grund für den Anstieg der Frauenerwerbstätigkeit liegt in der zunehmend besseren Infrastruktur bei der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen.

Was Unternehmen tun können, um weibliche Fachkräfte zu gewinnen

Unternehmen, die für Frauen attraktive Arbeitsbedingungen schaffen und diese auch gezielt kommunizieren, werden langfristig im Wettbewerb um die besten Fachkräfte die Nase vorn haben. Der Grundstein für eine geschlechtsspezifische Berufswahl wird schon sehr früh im Berufsorientierungsprozess von Jungen und Mädchen gelegt. Unternehmen können einen Beitrag zu einer geschlechtsneutralen Berufsorientierung mit einer zielgruppenorientierten Ansprache leisten.

Mitarbeiterinnen finden und binden

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) bietet Unternehmen zahlreiche Informationen, um sich als attraktiver Arbeitgeber für Frauen und Männer zu präsentieren:

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