Skip to content
Wenn Sie hier klicken, kommen sie zur StarteiteHome Icon
Home
KOFA Logo als Hintergrundbild

Transkript: Folge 67

KOFA auf dem Sofa: GEN Z – besser als ihr Ruf! (Gast: Thomas Schenk, Schulewirtschaft BW)

Jens: 
Schönen guten Tag, Thomas Schenk, der seit mehreren Jahren im Bereich der Bildung tätig ist, zunächst für das Kultusministerium Baden-Württemberg im Bereich berufliche Orientierung und seit fünf Jahren für das Staatliche Schulamt Stuttgart. Zusätzlich sind Sie Schule-Wirtschaft-Vorsitzender des Netzwerks in Deutschland und in Baden-Württemberg. 

Sybille: 
Thomas Schenk, herzlich willkommen hier bei KOFA auf dem Sofa. Man hört Ihnen das Württembergische direkt an – das „Hochdeutsch können wir nicht“, sagt man ja auch bei Ihnen, gell? 

Thomas: 
Ganz genau so ist es. 

Sybille: 
Ja, Herr Schenk, wir beide haben uns ja kennengelernt im Rahmen der Jurytätigkeit beim Schule-Wirtschaft-Preis. Und nachdem wir dann zu zweit so ein tolles Gespräch geführt haben, dachte ich, wir laden Sie mal auf unser KOFA-Sofa ein, damit auch unsere Zuhörerinnen und Zuhörer von Ihrem reichhaltigen Wissen profitieren können. 
Was ich auch weiß: Sie sind Vertreter der Babyboomer-Generation. 
Ich selbst bin so auf der Grenze zwischen Generation X und Millennials – ich bin 1980 geboren. Jens, was bist du eigentlich? 

Jens: 
Ich bin 82. Bin schon wieder auf der Zwei. 

Sybille: 
Aber wie du dich fühlst, ist vielleicht eine andere Sache. 

Jens: 
Deutlich älter, deutlich älter. 

Sybille: 
Sieht man dir nicht an. 

Sybille: 
Herr Schenk, wir würden gerne ein bisschen über die Generation Z sprechen. Die „Gen Z“, wie man sie auch nennt. Über die jungen Menschen, die viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber manchmal als ein bisschen… herausfordernd empfinden, weil sie eben ganz anders ticken als die Generationen davor – also Sibylle und ich. 
Ständig geht es um Dinge wie Work-Life-Balance, Sinnhaftigkeit, Sabbaticals – all diese Sachen. Und da schütteln die älteren Semester natürlich manchmal den Kopf. Trotzdem: ohne sie geht es nicht mehr. Arbeitgeber müssen sich Gedanken machen über die junge Generation. 
Vielleicht ist aber auch alles gar nicht so schlimm. 
Deshalb verraten Sie uns doch mal: Wie ist sie denn eigentlich wirklich, diese Generation Z? Sie sind ja ganz nah dran. 

Thomas: 
Ja, zunächst sehe ich engagierte junge Menschen, die aktiv sind, die selbstbewusst sind, die nach vorne gehen. Auf der anderen Seite aber nur wenig konkrete Vorstellungen von sich und ihrer Zukunft haben. 
Ich habe hier mal Interviews aus der Lokalpresse, in denen Abiturienten befragt wurden. Und mich hat schockiert, dass nahezu alle auf die Frage nach ihrer Wunschvorstellung sagten: Sie möchten „sorgenfrei leben“ – nicht im Sinne von Geld, eher im Sinne von Freunden und Familie. Das Leben genießen und nicht der Arbeit hinterherrennen. 
Das sind natürlich Aussagen, die uns Babyboomern etwas querkommen. Wir haben gelernt – und so habe ich gearbeitet: Du musst leisten, du musst Dinge voranbringen, du musst dich engagieren. Da hat man nicht unbedingt immer nach Freizeit gefragt. 
Auf den ersten Blick wirkt das recht naiv, was die Gen Z da sagt. Aber ich glaube, wir brauchen eine intensive und konstruktive Auseinandersetzung mit den jungen Menschen, um sie wirklich zu verstehen. Und in dieser Auseinandersetzung werden wir auch erfolgreich sein bei der Integration ins Arbeitsleben. 

Sybille: 
Im Grunde laden Sie dazu ein, neugierig zu sein auf die jungen Leute. 
Die sind halt anders – aber dafür bringen sie ja auch Kompetenzen mit, die wir vielleicht nicht so draufhaben. Nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch in der Art, wie sie mit Herausforderungen umgehen. 
Und dieses „Die Jugend von heute…“, das kennt man ja wirklich seit Jahrhunderten. 
Wie erleben Sie das? Ist es schlimmer als früher oder wie funktioniert das aktuell? 

Thomas: 
Wir hatten im Deutsch-Abitur mal eine Interpretation zum Zitat: „Die heutige Jugend ist böse, verdorben, gottlos und faul und wird nie die Leistungen erreichen, die ihre Elterngeneration erreicht hat.“ 
Das war die Inschrift einer babylonischen Tontafel. 
Da wissen wir schon, wovon wir reden. 

Was wir aktuell erleben – ich bin Personalverantwortlicher für 4000 Lehrkräfte hier in Stuttgart – ist Folgendes: 
Erstmals kommt eine junge Beamtin nach einem halben Jahr im auf Lebenszeit angelegten Beamtenverhältnis und sagt: 
„Nee, ich möchte kündigen. Die Digitalisierung an der Schule passt nicht, die Anforderungen über den Unterricht hinaus sind zu hoch, die Unterstützung fehlt. Ich habe mir das anders vorgestellt. Ich suche mir etwas anderes.“ 

Das zeigt: Die jungen Menschen sind anspruchsvoll und selbstbewusst – und sie haben alle Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. 
Als wir Ende der 70er aus der Schule kamen, gab es Mangel an Studienplätzen, Ausbildungsplätzen – überall Absagen. 
Die heutige Generation hat konkrete Vorstellungen, besonders was ihre Life-Balance (nicht Work-Life-Balance!) angeht – und entsprechend hohe Erwartungen an Unternehmen. 

Jens: 
Ja, es klingt alles nach einer wahnsinnigen Herausforderung – an das soziale System, an die Unternehmen, an alle Beteiligten. Ich muss sagen, Sibylle, ich gehöre ja eher zur Generation „Praktikum“. Da musste man sich erst mal monatelang beweisen, drei Monate, sechs Monate, teilweise auch ein Jahr lang wurde man irgendwo hingesetzt und musste sich zeigen, musste sich hervortun, bevor man überhaupt eine Chance auf einen festen Job bekam. 
Heutzutage ist das anders, ja. 

Sybille: 
Bei mir war das ähnlich. Und zugleich habe ich immer noch ein paar Fragezeichen im Kopf. 
Diese Stereotype, die wir der jungen Generation zuschreiben – die wollen mehr Life als Work Balance, die sind vielleicht weniger leistungsbereit – all diese Zuschreibungen dienen ja oft nur dazu, Menschen schneller einsortieren zu können. 
Und da würde ich ein dickes Fragezeichen hinter machen. 

Denn natürlich habe ich mir zur Vorbereitung unserer Sendung heute ein paar Studien angeschaut – und die Bandbreite ist groß. 
Da gibt es Überschriften wie „Generation Feierabend“, „Null Bock“. 
Zugleich sagt aber das Allensbach-Institut, die Generation Z sei leistungsorientiert. Die haben sogar einen Anteil an sogenannten „Workaholics“. 

Das Fazit dieser Studie: 
Beschäftigte unterschiedlicher Generationen haben ganz ähnliche Ansprüche an die Arbeit. 

Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kommt Randstad. Sie haben viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Die sagen: 
Ja, Geld ist der Generation Z weniger wichtig, aber im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Werte nicht gravierend zwischen den Generationen. 

Und dann gibt es noch die Trendstudie „Jugend in Deutschland“. Klaus Hurrelmann, der ja eine echte Koryphäe in der Jugendforschung ist, sagt: 
Die jungen Menschen erleben Krise als Konstante und streben deshalb viel stärker nach Sicherheit. 

Das widerspricht eigentlich der Vorstellung, die würden „keinen Bock“ haben. 
Wenn man von klein auf mit Ukrainekrieg, Klimakrise und Unsicherheiten konfrontiert ist – ist das nicht ein riesiges Thema? Dieses Streben nach Sicherheit, diese Verunsicherung auf dem Weg in den Arbeitsmarkt? 

Thomas: 
Also das glaube ich ganz sicher – diese Verunsicherung über eine Kaskade von Krisen, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben. Das ist die eine Seite. 

Die andere Seite ist aber – und das habe ich ja schon gesagt – die nahezu unendlichen beruflichen Möglichkeiten und Chancen, die sie haben. 

Und genau in dieser Diskrepanz zwischen Verunsicherung einerseits und dem Gefühl, gebraucht zu werden, andererseits, entscheidet sich diese Generation, vielleicht völlig zurecht, dafür, Ansprüche zu stellen. 

Nicht wie meine Generation, die gesagt hat: 
„Wir schauen mal, was sich bietet, und dann machen wir das so gut wir können – mit vollem Engagement.“ 

Die Frage ist also: Was ist dieser Generation wirklich wichtig? 
Aus meiner Sicht: Freude am Tun. Wertschätzung. 
Das sind zentrale Themen. 

Und ich bin mir nach all meiner Auseinandersetzung mit dieser Frage nicht sicher, wer hier wirklich recht hat. 

Sybille: 
Und ganz ehrlich: Freude am Tun und Wertschätzung hätten wir uns ja auch von Anfang an gewünscht im Berufsleben. 
Wir waren halt nur nicht selbstbewusst genug, das einzufordern. Wir haben einfach genommen, was kam. 

Jens: 
Früher hat man das ja fast ausschließlich im Privaten eingefordert: 
„Ich putze jeden Tag die Küche – und niemand sieht das.“ 
Und heute wird dieses Bedürfnis nach Anerkennung und Gesehenwerden stärker ins Berufsleben übertragen. 
Die jungen Menschen verbringen viel Zeit im Job – also möchten sie dort natürlich auch als ganzer Mensch wahrgenommen werden. 

Sybille: 
Wenn wir jetzt mal draufschauen: Die junge Generation stellt Anforderungen an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. 
Herr Schenk, was würden Sie raten? 
Ich als Ausbilderin oder Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens – wie kann ich dem begegnen, wenn mir ein junger Mensch gegenübersitzt und sagt: 
„Frau Stippler, das, das und das möchte ich bitte haben“, 
und ich erst mal denke: „Huch, wo kommt das denn jetzt her?“ 
Was mache ich dann? 

Thomas: 
Diese Frage stellen wir uns bei den Einstellungssituationen derzeit auch. Die Frage nach räumlicher oder zeitlicher Flexibilität, die junge Menschen heute stellen – denen müssen wir uns anpassen, die Unternehmen genauso wie wir als öffentliche Hand. 
Wir haben tatsächlich heute sehr oft die Frage: 
„Ja, ich würde gerne eine Stelle als Lehrkraft bei Ihnen in Stuttgart annehmen. Kann ich da mit dem Fahrrad fahren von meinem Wohnort aus?“ 
Das sind Fragen, die wir früher mit Sicherheit nicht gestellt hätten. 

Dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit zu sagen: „Wenn ich es hier nicht bekomme, dann eben in jedem anderen Ort – ich werde ja überall gebraucht.“ 
Und ich glaube, dieser Realität müssen sich Arbeitgeber heute stellen. 

Für mich ist deshalb die entscheidende Herausforderung, junge Leute frühzeitig kennenzulernen. Und da ist das Netzwerk Schule-Wirtschaft eine herausragende Möglichkeit, frühzeitig mit Schulen, Lehrkräften und Jugendlichen in Verbindung zu kommen – und sie zu verstehen. 
Im Verstehen, glaube ich, findet man dann auch gute Kompromisse, wie man zueinanderkommt. 

Jens: 
Die Kompromisse sind ja so eine Sache. Sie müssen ja funktionieren und zielführend sein. Auf der einen Seite stehen die Wünsche der Generation Z, auf der anderen Seite die Möglichkeiten der KMU. 
Wie lässt sich beides zusammenbringen? 
Und wie kann ein kleines oder mittelständisches Unternehmen akzeptieren, dass in dieser neuen Form vielleicht sogar Vorteile liegen? 

Thomas: 
Ich glaube, die junge Generation möchte konzentriert arbeiten, möchte leistungsorientiert arbeiten, aber sie möchte diese starren Strukturen nicht mehr. Und sie möchte Sinn und Selbstbestimmung in der Arbeit finden. 

In der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen – insbesondere HR – und Schulen könnte man frühzeitig die gegenseitigen Herausforderungen definieren. Denn wir haben an den Schulen eine sehr diffuse Vorstellung davon, wie „die Arbeitswelt tickt“. Und das gilt nicht erst seit Kurzem, sondern seit Jahrzehnten. 

In der Zusammenarbeit auf Augenhöhe lässt sich viel Verständnis für die gegenseitigen Bedürfnisse entwickeln. 
Und da geht es mit Sicherheit nicht darum, dass die Jugendlichen um 15 Uhr sagen: „So, 30-Stunden-Woche ist zu Ende, jetzt lasse ich alles liegen.“ 
Sondern darum, gegenseitige Bedürfnisse wirklich anzuerkennen – und dadurch mehr Flexibilität zu ermöglichen. 

Sybille: 
Das finde ich ein gutes Stichwort: diese diffusen Vorstellungen – und zwar auf beiden Seiten. Schulen wissen nicht genau, was in der Arbeitswelt gebraucht wird, und Unternehmen wissen oft nicht, wie sie an die jungen Menschen herankommen. 

Sie haben eben schon die Zusammenarbeit mit Schulen angesprochen. Wenn ich das als Unternehmerin bisher noch nicht mache, ich bin ein mittelständisches Unternehmen, möchte ausbilden und merke, mir fehlen die Azubis – was kann ich ganz konkret tun, um an die Schulen ranzukommen? 

Thomas: 
Also als Erstes ganz sicher: Nachfragen. 
Fragen, ob es schulbezogene Ansprechpartner gibt, Adresslisten, die man anschreiben könnte. 

Das ist im Netzwerk Schule-Wirtschaft – sowohl auf Bundesebene als auch in Baden-Württemberg – eine häufige Anfrage: 
„Wir haben Nachwuchsprobleme, können Sie uns Schulen nennen, mit denen wir Kontakt aufnehmen können?“ 

Die Frage ist dann: Wie gehe ich auf Schulen zu? Und: Welche Form der Zusammenarbeit suche ich? 
Ja, das ist manchmal eine mühsame Angelegenheit – aber eine sehr effiziente und wirksame. 

Unser Rat ist immer: das Netzwerk Schule-Wirtschaft nutzen, regionale Veranstaltungen besuchen und aktiv mitgestalten. 

Und dann konkret definieren: 
Was können wir als Unternehmen einbringen? 
Und genauso wichtig: 
Was können die Schulen den Unternehmen anbieten? 

Jens: 
Es gibt da ja zwei Arten von Unternehmen am Markt: 
Die einen, das sind wahrscheinlich die meisten, klagen über Fachkräftemangel und sagen: „Ich kann machen, was ich will, ich finde niemanden.“ 
Und dann gibt es die anderen – die scheinen überhaupt keine Probleme zu haben. Da stehen die Bewerber Schlange. 

Woran liegt das? 
Und was kann man von diesen Unternehmen lernen? 

Thomas: 
Ich nenne Ihnen mal die Region Stuttgart: 
Wir haben hier die großen Player – Daimler, Porsche, Bosch. Die haben trotz allem noch immer einen deutlichen Überhang an Bewerbungen im Verhältnis zu Ausbildungsplätzen. 

Die kleinen und mittleren Unternehmen müssen sich da sehr strecken. 
Und ich glaube, dort ist der Bedarf an Flexibilität am größten. 

Ich kann Ihnen berichten: Bei der Preisverleihung des Schule-Wirtschaft-Preises im letzten Dezember in Berlin wurden über 30 Unternehmen ausgezeichnet – kleine und mittlere Unternehmen. 

Ich habe alle 30 gefragt: 
„Haben Sie Probleme bei der Nachwuchsgewinnung?“ 
Und alle 30 haben gesagt: 
„Nein, wir haben genügend Bewerbungen.“ 

Und das waren Handwerksbetriebe, Mittelständler, größere Unternehmen. 

Meine Erkenntnis daraus: 
Es kommt entscheidend darauf an, wie Unternehmen mit Schulen zusammenarbeiten und wie sie vor Ort präsent sind

Wo das gut läuft, entstehen wirklich herausragende Verbindungen – und dann stellt niemand mehr die Frage nach dem Aufwand, weil der Nutzen so klar sichtbar ist. 

Natürlich muss man sagen: Ein kleines oder mittleres Unternehmen hat oft nicht die personellen Ressourcen, um eine eigene Stelle für Schulkooperationen zu schaffen. 

Aber gute Kooperationen brauchen keine Vollzeitstelle – sie brauchen Kontinuität und ehrliches Interesse

Sybille: 
Herr Schenk, könnten Sie Beispiele nennen für solche Kooperationen? 
Also nichts Abgefahrenes, sondern wirklich das Basisprogramm – was kann ich als KMU konkret tun, um eine Zusammenarbeit mit einer Schule erfolgreich zu gestalten? 

Thomas: 
Also: Ein mittelständisches Unternehmen der Elektrobranche arbeitet mit der Realschule im Ort zusammen. Das Unternehmen bietet Unterrichtskooperationen im Bereich Physik an, kommt mit den Auszubildenden in die Schule, und die Auszubildenden und die Schülerinnen und Schüler machen gemeinsame Projekte. 
Der Unterricht wird teilweise ins Unternehmen verlagert, wenn es technisch oder auch wirtschaftlich passt. 

All diese direkten Verbindungen schaffen Möglichkeiten der Personalwerbung und der Rekrutierung. Und wenn daraus dann Praktika entstehen – und aus Praktika Ausbildungsverhältnisse – dann ist die Win-Win-Situation offensichtlich. 

Sybille: 
Auch diesmal gibt es wieder etwas für alle, die noch mehr Tipps für kleine und mittlere Unternehmen möchten. Von KOFA gibt es eine Webinarreihe mit dem Namen „Digitaler Dienstag“. Der ist – wenig überraschend – immer dienstags, und zwar am zweiten Dienstag im Monat. 
Ganz kurze und kompakte Vorträge, ungefähr 40 Minuten, die man gut auch mal nebenbei verfolgen kann. Es geht immer um 10 Uhr los und bietet kurze virtuelle Einblicke in verschiedene Themen aus dem Personalbereich. Und nicht nur das: Sie erfahren dort auch, wie Sie ganz konkret in Ihrem Unternehmen vorgehen können. Kostenlos ist das Ganze auch – also wirklich eine tolle Sache. 
Den Link zum Digitalen Dienstag finden Sie im Shownote-Bereich zu dieser Folge. Schauen Sie da doch mal rein. 

Sybille: 
KOFA to go – das ist gut zum Mitnehmen. 
Thomas Schenk von der Initiative Schule-Wirtschaft Baden-Württemberg ist unser Gast und wenn wir einen Gast hier haben bei KOFA auf dem Sofa, dann ist der traditionell auch für das KOFA to go zuständig. 

Herr Schenk, was können Sie unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben – ganz kurz und gut: Wie bekommt man es hin, besser auf die junge Generation einzugehen? Drei Tipps von Ihnen. 

Thomas: 
Zunächst sollte man die besondere Expertise der jungen Menschen anerkennen und verstehen, was ihnen wirklich wichtig ist. Die Sinnhaftigkeit, die Flexibilität und die Möglichkeit, sich aktiv in einem Team einzubringen – das ist ein ganz zentraler Punkt. 
Die Generation Z sucht nach Sinnhaftigkeit und nach Selbstbestimmung. Die ist nicht in jedem Job gleichermaßen abbildbar, aber das Verständnis dafür muss transportiert werden. 

Zweitens: frühzeitig auf die jungen Menschen zugehen. Über Schulkooperationen, Angebote von Praktika, über Projekte, die Auszubildende gemeinsam mit Schulen gestalten. Einfach offensiv Möglichkeiten schaffen, mit den jungen Menschen und den Lehrkräften in Kontakt zu kommen. 

Und drittens: KMU haben unschätzbare Werte. Teamarbeit, flexible Strukturen, eine gute und direkte Kommunikation – das sind Themen, die junge Leute heute ansprechen und die sie bei ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sehen möchten. 

Jens: 
Das war Thomas Schenk hier bei uns bei KOFA auf dem Sofa. Wir sagen vielen Dank fürs Dabeisein und für die spannenden Infos heute. 

Thomas: 
Sehr gerne. 

Sybille: 
Super! Ich freue mich total, dass wir das Thema Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen heute mal stärker in den Fokus genommen haben. Das ist wirklich der ideale Ausgangspunkt, um später Ausbildungsplätze erfolgreich besetzen zu können. 

Jens: 
Tja – und wenn Sie möchten, dann merken Sie sich doch jetzt schon mal folgendes Datum vor: den 12. Juli 2023. Da gibt es die nächste Folge von KOFA auf dem Sofa, dann mit dem Thema „Erfolgsfaktor Familie“. 
Da wird es darum gehen, wie sich familienfreundliche Maßnahmen betriebswirtschaftlich auszahlen können. Denn am Ende geht es genau darum: Gute Personalarbeit ist heute ein Business Case – und was das bedeutet, besprechen wir beim nächsten Mal. 

Sybille: 
Also: Am 12. Juli gibt es die nächste Folge. Ein großes Dankeschön an Sie fürs Zuhören heute – und Jens, danke auch an dich. 

Jens: 
Danke dir, Sybille. Bis zum Wiederhören – machen Sie’s gut. Tschüss. 

KOFA auf dem Sofa – der Podcast.