
Transkript: Folge 49
KOFA auf dem Sofa: Berufsbezeichnungen: Wer steigt da noch durch?
Jens:
„KOFA auf dem Sofa“, der Podcast mit Sibylle Stippler und Jens Breuer.
Sibylle:
Ja, Jens, das ist Berufsorientierung bei mir zu Hause. Meine beiden Kinder fragen mich immer, was ich im Beruf oder im Büro so mache. Und ein paar Sachen kann ich denen dann ja auch echt zeigen oder vorspielen. Die sind unsere beiden größten Fans, würde ich mal sagen, und können auch die Titelmelodie summen. Da sind sie ganz groß.
Na klar spreche ich auch mit ihnen darüber, was mein Job so ausmacht. Und die sind auch schon oft ganz neugierig, was es denn sonst noch für Berufe gibt. Deshalb haben wir meine siebenjährige Tochter Ilvi und meinen neunjährigen Sohn Falk heute mal dazu eingeladen, uns tatkräftig bei dieser Folge zu unterstützen.
Jens:
Ja, finde ich richtig gut. Es muss ja schließlich auch vorangehen in diesem Land. Ich glaube, da sind deine beiden Kids genau die Richtigen. Wir werden uns heute mal zusammen verschiedene Berufsbezeichnungen vornehmen und uns von diesen Fachkräften von morgen erklären lassen, was hinter den Jobs steckt beziehungsweise was sie sich darunter vorstellen. Und Sie werden ganz schnell merken: So einfach ist das nämlich gar nicht. Nicht jeder Ausbildungsberuf erklärt sich gleich vom Namen her selbst.
Sibylle:
Mhm, das stimmt. Und wir haben Herrn Falk zuerst einmal gefragt, welche Berufe ihm denn so spontan einfallen.
Falk:
Bauarbeiter, Polizist und Fußballspieler. Oder Lehrer oder Lehrerin.
Sibylle:
Ja, da war schon mal viel Bekanntes dabei. Wahrscheinlich sind das auch so die Berufe, die den meisten von uns ungestützt einfallen würden, oder?
Jens:
Ich glaube schon. Interessant, was ihm so als Erstes einfällt. Tatsächlich ist Fußballspieler im Moment auch sein Favorit oder, wenn das nicht klappt, zumindest Fußballtrainer. Mal gucken, was in zehn Jahren daraus geworden ist.
Wenn man mal auf die Top Ten der Ausbildungsberufe guckt, dann hat sich in den letzten zehn Jahren schon ein bisschen was getan. 2012 war der Einzelhandelskaufmann ganz weit vorne, danach kam schon der Verkäufer und dann der Kfz-Mechatroniker. Und heute, laut aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamts, ist der Kfz-Mechatroniker auf Position eins. Danach kommt direkt Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement. Das ist das, was viele von uns noch als Bürokaufmann kennen. Also nicht so die Dinge, an die Falk jetzt als Erstes gedacht hat.
Sibylle:
Aber woher soll er sie auch kennen? Es ist ja selten so unter Neunjährigen, dass die sich darüber unterhalten, ob sie Bürokaufmann werden möchten oder nicht.
Jens:
Und ich glaube auch, dass er keine Idee davon hat, wie viele Berufe es eigentlich gibt. Für ihn gibt es da vielleicht zwei Hände voll und das war’s dann. De facto haben wir heute aber 324 Ausbildungsberufe. Das sagt das Bundesinstitut für Berufsbildung.
Wenn man in die Vergangenheit guckt, 1971, da waren wir beide ja noch nicht geboren, da gab es knapp 600 Ausbildungsberufe in Deutschland. Insofern sind wir da schon auf dem Weg, das ein bisschen zu reduzieren. Das hat natürlich auch viel mit gesellschaftlichem Wandel und veralteten Berufen zu tun. Aber ich meine, 324 ist auch noch eine stattliche Zahl. Und ich glaube, wenn man da mal die einzelnen Bezeichnungen anguckt, bin ich manchmal auch überfragt, was das eine oder andere eigentlich genau ist.
Sibylle:
Aber wir haben ja Falk und Ilvi, und wir werden die beiden mal ein paar Berufe abfragen. Der erste, für den wir uns interessiert haben, ist der Brenner. So, jetzt dürfen Sie zu Hause gerne mitraten beziehungsweise sich mal Gedanken machen, was wohl ein Brenner sein könnte. Falk hat einen oder vielleicht sogar zwei Antwortvorschläge für uns.
Falk:
Der geht vielleicht mit einem Gasbrenner oder so mit Leuten und brennt denen zum Beispiel bei der Garage das Unkraut weg.
Oder ich habe noch eine andere Idee: Der verbrennt Sachen, die andere Leute verbrannt haben wollen.
Jens:
Klingt absolut einleuchtend. Das wären beides Jobs gewesen, die mir Spaß gemacht hätten.
Sibylle:
Super. Und ich hätte die auch wohl gut gebrauchen können, so einen Brenner. Mal ab und zu, wenn ich hier mal aus der Haustür gucke, da zwischen den Pflastersteinen.
Jens:
Dass mal wieder ein Brenner vorbeikommt. Auf jeden Fall. Ja, es ist aber nicht ganz richtig. Der Brenner hat weder etwas mit Unkraut zu tun noch mit irgendwelchem Müll, der verbrannt werden soll. Sondern es ist eigentlich eher, ich sage jetzt mal, etwas für den feinen Gaumen.
Wir haben dazu mit jemandem gesprochen, der es wissen muss, nämlich mit Gerald Erdrich von der Destillerie Kammer-Kirsch. Und damit haben wir es eigentlich auch schon fast verraten.
Gerald Erdrich:
Ein Brenner ist eine Person, die eine Brennerei besitzt und zum Beispiel aus Obst oder Getreide Alkohol herstellt. Dabei werden zum Beispiel Kirschen im Schwarzwald geerntet, verarbeitet und dann in kupfernen Brenngeräten ganz schonend zu einem Schwarzwälder Kirschwasser destilliert.
Jens:
Es beruhigt mich doch sehr, dass Falk nicht wusste, was ein Brenner in diesem Fall ist.
Sibylle:
Ja, er spricht für mich. Was kann man denn daraus jetzt vielleicht lernen für die Berufsorientierung von Unternehmen, wenn wir da mal drüber nachdenken? Denn es zeigt sich ja: Begriffe können sehr unterschiedlich verstanden werden.
Wenn ich so an die Generation denke, die in den nächsten Jahren in den Beruf eintritt, also weniger jetzt Falk und Ilvi, sondern eher sechs bis zehn Jahre älter, dann ist das ja so die Generation „wisch und weg“. Die wollen lieber schnell Informationen konsumieren, auch lieber mal mit Bildern als mit vielen erklärenden Texten. Vielleicht kennen Sie ja auch diese Apps, die auf Grundlage unseres Nutzerverhaltens Vorschläge machen: Das könnte Ihnen noch gefallen.
Ich nutze zum Beispiel manchmal die App Foodguide. Da kann ich anhand von Fotos gucken, welche Restaurants in der Nähe welche Einrichtung und welche Gerichte haben. Da kann man so durchwischen und bekommt Sachen vorgeschlagen, die einem gefallen. Und das könnte man ja auch für Berufe machen, für Ausbildungsberufe. Dann kriegt man schnell eine Auswahl verschiedener Bilder, die zeigen, was ein Brenner ist und was er macht. Zum Beispiel einen Korb mit frischen Kirschen, einen großen Destillierapparat oder fertige Flaschen mit Etikett. Und dann kann ich nach rechts wischen, wenn es mir gefällt, oder nach links, wenn es mir nicht gefällt, und mich so durch diesen Dschungel der verschiedenen Berufe durchwischen.
Jens:
Es gibt zwei Probleme. Das eine ist, dass viele junge Menschen, die sich auf die Suche nach einem Job oder Ausbildungsplatz begeben, viele Berufe gar nicht kennen und sich, selbst wenn sie davon hören, nicht vorstellen können, was das genau bedeutet und warum das für sie eine Perspektive sein könnte.
Deswegen meinte ich das vorhin. Da sitzt du dann in der vierten Klasse oder so, und niemand hat den Berufswunsch entwickelt, Bürokaufmann oder Brenner zu werden. Irgendwann muss ja dieser Punkt kommen, an dem man diese Berufs- oder Ausbildungsangebote überhaupt ins Spiel bringt und auch mal über Jobs spricht, die junge Menschen noch gar nicht auf dem Schirm haben.
Sibylle:
Die Frage ist halt: Können Lehrerinnen und Lehrer diesen Job übernehmen? Berufsorientierung soll ja an Schulen stattfinden, und das tut sie zum Teil auch. Aber natürlich ist auch eine Lehrerin damit überfordert, 324 Berufe vorzustellen.
Und wir vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung fragen uns ja immer: Was kann das Unternehmen selbst machen? Und hier würde ich wirklich empfehlen: Machen Sie Fotos von Ihren Ausbildungsplätzen, von den Tätigkeiten, die dort zu tun sind. Bauen Sie eine Slideshow in sozialen Netzwerken ein, falls Sie da unterwegs sind, oder eben auf Ihrer Website, wenn Sie über Ihre Ausbildungsberufe informieren. Und sprechen Sie in allen möglichen Kontexten, auch mit Freunden, Bekannten und Familie, darüber, was Ausbildung bei Ihnen bedeutet und was man da lernen kann. Denn das spricht sich weiter herum.
Jens:
Hubert Esser, das ist der Präsident des BIBB, also des Bundesinstituts für Berufsbildung, hat im Deutschlandfunk in einem Interview gesagt, Berufsbezeichnungen seien so etwas wie Visitenkarten. Jetzt ist natürlich das Problem: Wenn einen so eine Visitenkarte nicht anspricht oder man sie gar nicht versteht, dann verfehlt sie ihre Werbewirkung.
Das heißt, wir haben vielleicht Berufsbezeichnungen, die man nicht sofort versteht. Was kann man tun, um dem entgegenzuwirken? Auf der einen Seite natürlich aufklären, hast du gesagt. Aber ich stelle mir das auch so vor: Wir haben 324 Berufe, okay. Aber wer entscheidet denn eigentlich darüber, wie diese Berufsbilder heißen? Kann man da nicht an der einen oder anderen Stelle mal sagen: Jetzt brauchen wir mal einen neuen Namen, damit es etwas eindeutiger und zeitgemäßer wird?
Sibylle:
Gerade bei Ausbildungsberufen haben einzelne Unternehmen darauf nur einen begrenzten Einfluss. Da gibt es Gremien, die sich darüber abstimmen, welcher Beruf wie heißt. Das muss definiert und eingegrenzt werden. Aus gewerbepolitischen Gründen gibt es dann manchmal Bezeichnungen, die wir in der Alltagssprache eher als etwas verschwurbelt empfinden würden. Da sind die Betriebe wirklich eingeschränkt.
Anders ist das natürlich bei Funktionsbezeichnungen für Jobs, die man sonst ausschreibt. Da würde ich auch noch mal dafür werben, genau zu schauen: Welche Jobbezeichnungen schreiben wir eigentlich in unsere Stellenanzeigen? Und ist das auch wirklich das, wonach die Menschen da draußen suchen? Da ist noch viel Musik drin.
Und ein Tipp, den wir ja auch immer wieder nennen und für den wir viel Rückenwind haben, zum Beispiel durch Initiativen wie Klischeefrei: Berufsbezeichnungen immer geschlechtergerecht formulieren, damit sich Jungs, Mädchen und alle anderen Geschlechter gleichermaßen angesprochen fühlen. Denn das kann sonst schnell zur Hürde werden. Wenn es nur heißt Kfz-Mechatroniker, haben wir direkt Jungs im Kopf.
Jens:
Da haben wir jetzt vielleicht noch einen kleinen Job als Herausforderung, der für Jungs und Mädchen etwas sein könnte. Dazu haben wir jetzt mal Ilvi befragt, deine Tochter, sieben Jahre alt. Und wir haben sie gefragt: Liebe Ilvi, was stellst du dir denn unter dem Beruf eines Modisten oder einer Modistin vor?
Falk und Ilvi:
Viel Spaß dann mit „KOFA auf dem Sofa“. Wir wünschen euch gute Unterhaltung. Von Falk und Ilvi.
Ilvi:
Ich glaube, dass das irgendwas mit Mode ist. Dass man andere Leute irgendwie schöner macht.
Jens:
Ja, könnte ja sein.
Sibylle:
Genau. Irgendwas mit Mode ist ja gar nicht so total verkehrt, würde ich mal sagen, was Ilvi sich da vorstellt.
Jens:
Vielleicht nicht Mode im ganz großen Sinne, sondern eher ein einzelnes Teil davon. Wir fragen mal Wolfgang Müller von der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf. Der muss es ja wissen.
Wolfgang Müller:
Modistinnen und Modisten schneidern keine modischen Kleider, sondern sorgen dafür, dass Menschen gut behütet sind. Sie stellen nämlich Hüte und Kopfbedeckungen in Handarbeit passgenau und auf Wunsch her. Dabei fertigen sie sowohl außergewöhnlichen Kopfschmuck als auch zeitgemäße Hutmode für Kino- oder Theaterproduktionen und vieles mehr.
Sibylle:
Da kriegt man doch direkt Lust auf eine Ausbildung. Gut behütet dafür zu sorgen, dass Menschen schick aussehen und auch noch gut aufgehoben sind, das ist doch mal was.
Jens:
Ja, wenn ich mal so in meinem Umfeld schaue, tragen jetzt nicht mehr so viele Menschen einen Hut. Also nicht eine Basecap, sondern einen richtigen Hut. Aber es gibt ja durchaus Gesellschaftsschichten, wo das noch total en vogue ist. Wenn ich an Herzogin Kate denke, die hat bestimmt ihren eigenen Modisten.
Sibylle:
Ja, interessanterweise ist das trotz der etwas uneindeutigen Bezeichnung und obwohl es ein Nischenberuf ist, keine Branche mit Nachwuchsproblemen. Die Modistenbranche ist total aktiv. Die haben zum Beispiel einen Aktionstag, den Internationalen Tag des Hutes, und wählen da den Hutträger des Jahres, um auf das Handwerk aufmerksam zu machen.
Jens:
Ich habe noch einen coolen Slogan für die Modisten: Hut drauf, jetzt Modist werden. Oder irgendwie sowas.
Sibylle:
Ja, auch sehr schön.
Jens:
Ja, also mir ging es um das „Hut drauf“. Na ja, ist egal, ich wollte dich nicht unterbrechen. Du darfst gerne weitererzählen.
Sibylle:
Wenn man noch mal an Schule als wichtigen Ort der Berufsorientierung denkt, könnte man ja auch mal darüber nachdenken, eine gemeinsame Aktion mit Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern in Deutschland auszurufen. Frei nach dem Motto: Wer setzt den schönsten Hut auf?
Dann gäbe es eine Jury aus prominenten Hutträgern, die das Lieblingsstück kürt. Und das schafft wieder Aufmerksamkeit für einen Ausbildungsberuf, der in vielen Köpfen noch nicht so präsent ist.
Jens:
Gerade in dem Fall finde ich interessant, dass dieser Beruf offensichtlich immer noch gefragt ist und es keine Nachwuchsprobleme gibt. Denn du hast es ja eben selbst gesagt: So viele Leute, die draußen mit Hut unterwegs sind, gibt es ja nicht mehr.
Herzogin Kate ganz bestimmt, Udo Lindenberg wäre auch so ein Kandidat dafür. Indiana Jones.
Sibylle:
Ja, an den habe ich auch gedacht. Indiana Jones mit Schlapphut. Ich weiß nicht. Aber die machen ja auch für Film und Fernsehen, insofern passt das tatsächlich auch. Und die Queen natürlich. Die hat ja sicherlich nicht nur einen Hut im Schrank, sondern noch ein paar mehr.
Ich finde es sehr spannend. Man kann sich eigentlich nur wünschen, dass der Hut wieder in den Alltag zurückkommt. Das würde ich cool finden, wenn man auf der Straße am Wochenende wieder mehr flaniert und dabei auch mal Hut trägt.
Jens:
Das finde ich auch. Nicht nur Hoodiekappe und so weiter.
Sibylle:
Das finde ich auch total schön. Und ich glaube, das ist auch ein Beruf, für den Menschen wirklich brennen. Zumindest wenn ich an Laura Ziegler denke. Sie sagt, sie habe keine Angst, etwas Neues auszuprobieren, höre auf ihre innere Stimme und wenn man etwas gerne tue, dann mache man es auch gut.
Ich glaube, auch bei der Berufsorientierung dafür zu werben und zu zeigen: Wir, die diesen Beruf ausüben, brennen dafür, und das hat einen Sinn und eine Sichtbarkeit. Das spricht junge Menschen sehr an. Das kann man in der Kommunikation ruhig mal in den Fokus rücken.
Jens:
Legen wir mal die Hüte zur Seite und bewegen uns inhaltlich ein Stück weiter raus ins Grüne. Dort gibt es nämlich auch einen spannenden Beruf, den sogenannten Baumschuler. Und was der den ganzen Tag so treibt, das hat Falk noch mal für uns gemutmaßt.
Falk:
Ich denke, dass Baumschuler Kindern oder anderen Leuten etwas über Bäume beibringen und pflanzen und dass die denen halt was beibringen.
Jens:
Wir haben da mal Lutz Fischer vom Gartenbauverband NRW gefragt. Mal gucken, was der sagt, was das in Wirklichkeit ist.
Lutz Fischer:
Ja, lieber Falk, das ist eine gute Idee mit dem Baumschuler. Aber der Baumschuler ist einer von sieben gärtnerischen Ausbildungsberufen. Er befasst sich überwiegend mit der Heranzucht von Bäumen und Sträuchern. Von der kleinen Pflanze bis zur fertigen großen Pflpflanze, bis hin zum Baum, der dann später in Städte gepflanzt wird oder auch in Privatgärten und dort natürlich weiterwachsen kann.
Sibylle:
Gerade durch die aktuelle Klimadebatte sind nachhaltige Berufe sehr im Trend. Denn wir sehen aus verschiedenen Studien, dass die Generation Z bei der Berufswahl nach Sinn sucht. Und da kann es natürlich sehr sinnstiftend sein, wirklich etwas mit den eigenen Händen zu tun und dazu beizutragen, dass der Klimawandel aufgehalten wird.
Ein Beispiel ist auch die Baumschule Hainje. Dort ist Jan Euteneuer Ausbilder, und er sagt, dass er in diesem Jahr so viele Azubis wie noch nie hat. Es scheint also ein Beruf zu sein, über den viele nachdenken. Und zwar auch junge Menschen, die es sich im Laufe ihrer ersten Ausbildung noch einmal anders überlegt haben. Er erzählt zum Beispiel von einer Polizistin und einem Pflegefachangestellten, die sich dann doch noch dafür entschieden haben, zur Baumschule Hainje zu kommen. Damit das gelingt, muss man natürlich erst einmal sichtbar und präsent sein.
Jens:
KOFA to go – Wissen zum Mitnehmen. Diesmal geht es hier bei KOFA auf dem Sofa um Berufsbezeichnungen und was sie wirklich über die Arbeit aussagen, die damit verbunden ist. Manchmal ist das nämlich nicht allzu viel, wie Sie gerade schon festgestellt haben. Um Missverständnisse zu vermeiden und potenziellen Nachwuchs von Anfang an deutlich zu machen, worum es geht und dass sich das Erlernen dieser Berufe lohnt, hat Sibylle jetzt noch drei Tipps für Sie.
Der erste: Titel sind nicht alles. Beschreiben Sie am besten die Tätigkeiten, die junge Menschen während ihrer Ausbildung erleben. Damit wird der Beruf schön greifbar.
Dein zweiter Tipp, Sibylle, bitte.
Sibylle:
Egal ob Social Media, Karriereseite oder Video auf YouTube: Machen Sie Ihre Ausbildungsberufe sichtbar. Zeigen Sie den Arbeitsalltag und machen Sie so Berufe mit schwierigen Berufsbezeichnungen erlebbar.
Jens:
Und hier kommt der dritte Tipp.
Sibylle:
Geschlechterspezifische Berufsbezeichnungen schrecken junge Leute ab. Wir sehen immer wieder: Die Fachkräftelücke ist in den Berufen am größten, die stereotypisch einem Geschlecht zugewiesen werden. Schauen Sie deshalb genau hin und sprechen Sie alle Geschlechter an.
Jens:
KOFA to go – Wissen zum Mitnehmen. Und wir schauen jetzt schon mal auf die nächste Folge. Beim nächsten Mal bei KOFA auf dem Sofa stellen wir Ihnen die skurrilsten Ideen vor, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu gewinnen.
Sibylle:
Ja, wenn Sie wissen möchten, was sich manche Unternehmen so einfallen lassen, dann hören Sie wieder rein. Wir freuen uns auf Sie.
Und jetzt noch ein herzliches Dankeschön an unsere tollen Co-Hosts Ilvi und Falk. Es war ganz toll, dass ihr dabei wart.
Ilvi:
Ich freue mich sehr, dass ich mal sprechen durfte. Und ja, viel Glück.
Falk:
Tschüss!
Jens:
Dankeschön euch beiden. Wir hören uns am 11. Mai wieder.
Jens:
Fachleute für Fachkräfte – KOFA auf dem Sofa, der Podcast.