Skip to content
Wenn Sie hier klicken, kommen sie zur StarteiteHome Icon
Home
KOFA Logo als Hintergrundbild

Transkript: Folge 42

Jens: 
KOFA auf dem Sofa, der Podcast mit Sibylle Stippler und Jens Breuer.

Nur noch neun Tage bis Heiligabend und gut zwei Wochen bis zum Jahreswechsel. Es gibt also reichlich zu feiern.

Hallo erstmal von uns beiden, von Sibylle und von mir.

Sibylle: 
Hallo, herzlich willkommen.

Jens: 
Heute hat ein ganz besonderes „Kind“ Geburtstag. Ein Kind, das wir alle kennen und das zehn Jahre alt wird.

Und dieses Kind heißt…

Sibylle: 
KOFA. Genau. KOFA wird zehn Jahre alt.

Deshalb haben wir heute einen ganz besonderen Gast bei uns. Auf unserem KOFA Sofa sitzt der Leiter des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung, Dirk Werner.

Er begleitet das KOFA von Anfang an. Schön, dass du da bist.

Dirk: 
Vielen Dank, ich freue mich, dabei zu sein.

Jens: 
Du bist seit Beginn dabei. Zehn Jahre KOFA liegen hinter dir. Wie bist du damals dazu gekommen?

Dirk: 
Wenn man so will, haben wir das KOFA damals mitentwickelt.

Es gab ein Vorläuferprojekt, weil wir der Meinung waren, dass wir mehr für kleine und mittlere Unternehmen tun müssen, insbesondere im Bereich Personal, Ausbildung und Weiterbildung.

Zunächst lag der Fokus stark auf MINT Berufen.

Relativ schnell wurde aber klar, dass nicht nur akademische Fachkräfte relevant sind, sondern vor allem Fachkräfte mit Berufsausbildung.

Das war letztlich der Startpunkt für das KOFA.

Jens: 
War das Thema Fachkräftesicherung damals schon so präsent wie heute?

Dirk: 
Es hat sich deutlich verändert.

Damals gab es vor allem Expertinnen und Experten, die auf den demografischen Wandel hingewiesen haben.

In den Unternehmen war das Thema aber noch nicht flächendeckend angekommen.

Heute ist das anders. Der Fachkräftemangel ist gelebter Alltag und die Unternehmen wissen, dass sie handeln müssen.

Sibylle: 
Das kann ich bestätigen. Früher mussten wir Themen wie Arbeitgebermarke noch aktiv zu den Unternehmen bringen.

Heute werden wir gezielt angefragt.

Das zeigt, wie stark sich die Bedeutung des Themas entwickelt hat.

Außerdem arbeiten wir eng mit dem Bundeswirtschaftsministerium zusammen.

Gemeinsam analysieren wir Daten, identifizieren relevante Zielgruppen und entwickeln Maßnahmen. Das macht die Arbeit sehr spannend.

Jens: 
Wir haben zum Jubiläum auch einige Sprachnachrichten erhalten.

Den Anfang macht Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft.

Michael Hüther: 
Zehn Jahre Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung sind ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung unserer Unternehmen.

Die erfolgreiche Arbeit zeigt, dass hier relevante Impulse gesetzt wurden.

Herzlichen Glückwunsch zu zehn Jahren KOFA.

Jens: 
Sehr wertschätzende Worte. Spürt man diese Bedeutung auch im Alltag?

Dirk: 
Ja, auf jeden Fall.

Das Thema hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wir bekommen viel Rückenwind.

Es geht heute weniger darum, für das Thema zu sensibilisieren, sondern vielmehr darum, konkrete Lösungen anzubieten.

Gerade für kleine Unternehmen ist das wichtig, weil dort oft keine eigene Personalabteilung vorhanden ist.

Wir unterstützen dabei, konkrete Probleme zu lösen.

Sibylle: 
Was ich besonders schätze, ist die Nähe zu den Unternehmen.

Wir sind im Austausch, bekommen direkt Feedback und arbeiten eng mit Partnern zusammen.

Zum Beispiel mit dem BQ Portal oder dem Netzwerk Q4.0.

Diese Zusammenarbeit macht unsere Arbeit besonders wertvoll.

Jens: 
Auch vom BQ Portal haben wir eine Nachricht bekommen.

Daniel Wörndl: 
Herzlichen Glückwunsch zum zehnjährigen KOFA Jubiläum.

Gemeinsam haben wir viele Angebote für Unternehmen entwickelt.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Jens: 
Und auch das Netzwerk Q4.0 hat gratuliert.

Christian Hofmeister: 
Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum.

Eure Impulse leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung.

Sibylle: 
Wenn ich so an meine Zeit im KOFA denke, fallen mir viele Begegnungen ein.

Zum Beispiel Franziska Richter. Ich habe sie bei einer Veranstaltung der IHK Stuttgart kennengelernt.

Sie arbeitet in einem kleinen Unternehmen und setzt sich dort sehr engagiert für innovative Personalarbeit ein.

Solche Menschen beeindrucken mich sehr, weil sie Themen aktiv vorantreiben.

Jens: 
Dirk, hast du auch solche Begegnungen, die dir besonders im Kopf geblieben sind?

Dirk: 
Ja, auf jeden Fall.

Besonders motivierend ist es, Menschen nach einiger Zeit wiederzutreffen und zu sehen, dass unsere Impulse tatsächlich in der Praxis umgesetzt wurden.

Ich erinnere mich an Gespräche mit Geschäftsführern aus IT Unternehmen oder an Kontakte aus Netzwerken, die man immer wieder trifft.

Bei Veranstaltungen wird deutlich, dass viele Informationen noch nicht überall angekommen sind.

Unternehmen engagieren sich stark, investieren viel Zeit und könnten oft von bestehenden Angeboten profitieren.

Deshalb sind persönliche Begegnungen und Veranstaltungen vor Ort so wichtig.

Die Pandemie hat uns da allerdings ausgebremst.

Jens: 
Ihr habt euch in den letzten Jahren einen Namen gemacht.

Wie habt ihr den Kontakt zu den Unternehmen damals aufgebaut und wie ist das heute?

Dirk: 
Wir arbeiten viel mit Multiplikatoren wie Verbänden und Kammern zusammen.

Dort gibt es etablierte Netzwerke, in denen sich Unternehmen austauschen.

Früher mussten wir unsere Themen oft zusätzlich platzieren.

Heute ist es eher so, dass Veranstaltungen gezielt rund um Fachkräftesicherung organisiert werden.

Das zeigt, wie relevant das Thema geworden ist.

Jens: 
Wir haben auch Stimmen aus der Praxis gesammelt.

Marion Müller von der Kurt Müller GmbH hat uns eine Nachricht geschickt.

Marion Müller: 
Liebes KOFA, herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum.

Dank eurer Handlungsempfehlungen konnten wir unser Employer Branding gezielt weiterentwickeln.

Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg.

Jens: 
Ein weiteres wichtiges Thema in den letzten Jahren war die Zuwanderung von Geflüchteten im Jahr 2015.

Welche Rolle hat das für eure Arbeit gespielt?

Dirk: 
Das war ein neues und sehr dynamisches Themenfeld.

Wir mussten viele Inhalte neu entwickeln und uns intensiv mit rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen.

Diese haben sich teilweise sehr schnell verändert.

Es ging um Fragen wie Beschäftigungsmöglichkeiten, Bleiberecht oder Integration in den Arbeitsmarkt.

Das war eine große Herausforderung, aber auch eine wichtige Aufgabe.

Sibylle: 
Ich erinnere mich gut an diese Zeit.

Als ich aus der Elternzeit zurückkam, hatte sich das Team deutlich vergrößert.

Viele neue Kolleginnen sind dazugekommen.

Das Thema hat sich weiterentwickelt, heute sprechen wir stärker über internationale Fachkräfte.

Auch das Thema Vielfalt ist geblieben und umfasst viele Dimensionen.

Zum Beispiel haben wir mit Partnern an Projekten zur Ansprache von Frauen gearbeitet oder mit der Aktion Mensch einen Leitfaden zur Inklusion entwickelt.

Außerdem arbeiten wir eng mit Initiativen wie „Make it in Germany“ zusammen.

Das zeigt, wie vielfältig Fachkräftesicherung heute gedacht wird.

Jens: 
Wir haben übrigens nicht nur Sprachnachrichten bekommen, sondern auch viele Glückwünsche über soziale Netzwerke.

Besonders gefreut haben wir uns über die Nachricht von Tijen Onaran von Global Digital Women, die in diesem Jahr auch bei uns zu Gast war.

Sie schreibt: „Happy Birthday, zehn Jahre KOFA. Ihr sorgt mit euren Tipps und Informationen dafür, dass auch kleine Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke aufbauen können. Denn im Wettbewerb um Fachkräfte gilt: Wer sichtbar ist, findet auch statt.“

Da freut sich der Dirk bestimmt.

Jens: 
Dirk, was treibt dich nach zehn Jahren immer noch an, dich mit dem Thema Fachkräftesicherung zu beschäftigen?

Dirk: 
Zum einen motiviert mich, dass wir tatsächlich Fortschritte sehen.

Beim Thema Geflüchtete zum Beispiel hat sich viel getan. Viele sind inzwischen im Arbeitsmarkt angekommen und eine wichtige Zielgruppe für die Ausbildung geworden.

Dazu konnten wir einen Beitrag leisten.

Zum anderen motivieren mich die Netzwerke.

Alleine kommt man nicht weiter, sondern nur gemeinsam mit starken Partnern.

Ein persönliches Herzensthema ist für mich die Berufsbildung.

Das duale System in Deutschland ist ein großer Vorteil. Es sichert ein hohes Qualifikationsniveau und bleibt auch in Zukunft entscheidend.

Gerade Themen wie digitale Berufsorientierung werden immer wichtiger.

Jens: 
Und bei dir, Sibylle?

Sibylle: 
Für mich sind es vor allem die Menschen.

Wir haben ein starkes Team im KOFA, aber auch viele engagierte Menschen außerhalb, die sich für gute Personalarbeit einsetzen.

Das motiviert mich sehr.

Außerdem probieren wir immer wieder neue Wege aus, um Unternehmen zu erreichen.

Ein Beispiel ist dieser Podcast. Er ist für mich ein echtes Herzensthema.

Und ich freue mich immer, spannende Gäste kennenzulernen, von denen man viel lernen kann.

Jens: 
Elke Büdenbender hat uns übrigens auch gratuliert.

Das hat uns besonders gefreut. Sie war eine tolle Gesprächspartnerin zum Thema Rollenbilder in der Berufswahl.

Sibylle: 
Daran erinnere ich mich auch sehr gerne.

Jens: 
Wenn Sie möchten, hören Sie gerne noch einmal in die Folge rein.

Jens: 
Dirk, zum Abschluss noch eine kurze Prognose: Sitzen wir in zehn Jahren wieder hier und feiern zwanzig Jahre KOFA?

Dirk: 
Das würde mich sehr freuen.

Ich glaube, das Thema Fachkräftesicherung wird uns weiterhin begleiten.

Der demografische Wandel wird sich sogar noch verstärken.

Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente und es kommen weniger junge Menschen nach.

Deshalb müssen wir alle Potenziale besser nutzen.

Zum Beispiel durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder durch gezielte Weiterbildung.

Es geht darum, Menschen langfristig im Arbeitsleben zu halten und ihnen Freude an der Arbeit zu ermöglichen.

Jens: 
Dirk, vielen Dank für deinen Besuch in dieser besonderen Folge.

Dirk: 
Vielen Dank, ich habe mich sehr wohlgefühlt.

Sibylle: 
Das nächste Mal hören wir uns am 26. Januar wieder.

Bis dahin wünschen wir Ihnen schöne Weihnachten, einen guten Start ins neue Jahr und bleiben Sie gesund.

Jens: 
Machen Sie es gut und bis bald.

Sibylle: 
Tschüss. Fachleute für Fachkräfte.

KOFA auf dem Sofa, der Podcast.