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Die perfekte Stellenanzeige im Netz

Die perfekte Stellenanzeige im Netz

Daniel Wahlen, Marketing-Manager bei Indeed gibt Tipps für Online-Stellenanzeigen

Online-Stellenanzeigen sind für Unternehmen heute ein zentrales Mittel, wenn es um die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht. Aber was tun, um in der Flut von Stellenanzeigen im Netz herauszustechen? Wie sollte eine Online-Stellenanzeige aufgebaut sein, damit sie online gefunden wird? – Daniel Wahlen, Marketing Manager bei der Online-Stellenbörse Indeed, verrät Ihnen Tipps für die perfekte Stellenanzeige im Netz.

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Neun Tipps für Unternehmen von Daniel Wahlen, Marketing-Manager bei Indeed

Tipp 1: Wählen Sie einen interessanten Einstieg

Daniel Wahlen: Um sich von der Masse abzuheben, muss eine Stellenanzeige gut zu lesen sein und die potenziellen Bewerber und Bewerberinnen fesseln. Allgemeine Stellenbeschreibungen sind fehl am Platze, es geht darum, Position und Arbeitgeber interessant zu machen. Denken Sie darüber nach, wie Kandidatinnen und Kandidaten nach Ihren Stellen suchen. Sammeln Sie die Daten, die Sie benötigen, um zu verstehen, wie Sie mit Ihrer Zielgruppe kommunizieren sollten und nutzen Sie deren Sprachgebrauch, um sie konkret anzusprechen.

Tipp 2: Die richtigen Keywords und Titel

Daniel Wahlen: Suchmaschinen sind für den Erfolg einer Stellenanzeige immens wichtig. Formulieren Sie Stellenanzeigen so, dass sie von Suchmaschinen leicht gefunden werden und gleichzeitig ansprechend sind. Prinzipiell werden aussagekräftige Jobtitel überzeugender wahrgenommen als allgemein formulierte. Indeed hat herausgefunden, dass Jobtitel, die aus höchstens 60 Zeichen bestehen häufiger angeklickt werden, als längere.

Tipp 3: Machen Sie Werbung in eigener Sache

Daniel Wahlen: Vermitteln Sie den Kandidatinnen und Kandidaten einen Eindruck Ihrer Unternehmenskultur. Es ist wichtig, dass Stellen die Grundansprüche der Jobsuchenden erfüllen. Dazu zählen die Vergütung, Zusatzleistungen und ein gut erreichbarer Standort. Außerdem müssen die zu besetzenden Positionen ihren Ansichten und Interessen entsprechen. Selbst wenn ein angebotener Job attraktiv ist und der dazugehörende Recruiting-Prozess positiv verläuft, sagen 32 Prozent der Kandidatinnen oder Kandidaten, dass sie ein Stellenangebot ablehnen würden, wenn sie negative Dinge über den potenziellen Arbeitgeber hören. 

Transparenz in Bezug auf ausgeschriebene Positionen, aber auch das eigene Unternehmen ist also die größte Herausforderung, vor denen Arbeitgeber bei der Personalsuche stehen.

Tipp 4: Beschränken Sie sich auf das Wesentliche

Daniel Wahlen: Die ersten drei Tipps können Personalverantwortliche dazu verleiten, umfangreiche Stellenanzeigen zu verfassen. Das wäre aber kontraproduktiv. Bei Jobangeboten zählt: Weniger ist mehr. Auch hierzu haben die Auswertungen der Indeed-Experten eindeutige Zahlen ergeben. Stellenausschreibungen, die zwischen 700 und 2000 Zeichen umfassen, ziehen etwa 30 Prozent mehr Bewerbungen an, als längere oder kürzere Jobausschreibungen. Die Kunst ist es also sicherzustellen, dass eine Stellenbeschreibung „lang genug und kurz genug“ ist, um Kandidatinnen und Kandidaten motiviert zu halten.

Tipp 5: Aufgaben und Verantwortlichkeiten

Daniel Wahlen: Jede Bewerberin oder jeder Bewerber will wissen, worauf sie oder er sich einlässt. Daher ist es wichtig, die Verantwortlichkeiten der Position zu umreißen. Die entsprechende Aufgabenliste sollte detailliert, aber prägnant sein und die täglichen Aktivitäten der zu besetzenden Position hervorheben. Dieser Detaillierungsgrad hilft Kandidatinnen und Kandidaten festzustellen, ob die Position und das Unternehmen zu ihr oder ihm passen. Es ist wichtig, genau die Aufgaben hervorzuheben, die für Ihre Organisation einzigartig sein können. Dabei ist Ehrlichkeit ein wichtiger Faktor, es sollte also auch Unbequemes erwähnt werden.

Tipp 6: Lernen Sie von den Best Practices Ihrer Mitbewerber

Daniel Wahlen: Ärgern Sie sich nicht darüber, dass der Wettbewerb bei der Suche nach Fachkräften wieder mal die Nase vorn hatte. Versuchen Sie zu analysieren, warum das so ist. Es ist nicht verwerflich, einen Blick darauf zu werfen, was die Konkurrenz in ihre Stellenbeschreibungen schreibt. Im Gegenteil: Dieser Blick über den Tellerrand kann sehr hilfreich sein. Kopieren Sie die Ausschreibungen der Konkurrenz nicht, aber prüfen Sie, ob diese interessante Ansätze oder Stile aufweisen.

Tipp 7: Anforderungen und Formatierung

Daniel Wahlen: Mit übermäßigen Formatierungen und überbordenden Informationen machen Sie es potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern unnötig schwer und riskieren, dass Ihre Stellenanzeige nicht bis zum Ende gelesen wird. Vertrauen Sie auf die bewährte KISS-Formel (Keep It Short and Simple). Natürlich ist es verführerisch eine Stellenbeschreibung mit vielen Bullet-Points und Überschriften auszudehnen, um sie wertvoller erscheinen zu lassen.

Tipp 8: Testen Sie fortlaufend

Daniel Wahlen: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Das gilt auch für Stellenausschreibungen. Die Praxis zeigt: Kleine Veränderungen haben oft die größten Auswirkungen. Es lohnt sich, Neues auszuprobieren. Wenn Sie eine neue Stellenbezeichnung oder -beschreibung ausprobieren möchten, dann testen Sie diese. Bei Indeed gehören diese Tests zum Alltag.

Tipp 9: Achten Sie auf Details

Daniel Wahlen: Der letzte Tipp ist ebenso wichtig wie der Rest. Um wirklich mit dem Inhalt Ihrer Stellenanzeigen erfolgreich zu sein, müssen Sie ihn kontinuierlich beobachten, um sicherzustellen, dass er auf dem neuesten Stand, anwenderfreundlich, gut gepflegt und natürlich frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern ist. Bezüglich der Lesefreundlichkeit bietet es sich an, mit einem Usability-Team zusammenzuarbeiten, um Stellenanzeigen auf Lesbarkeit und Verständlichkeit zu prüfen.