Flexible Arbeitszeitmodelle

  • Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, die Beruf und Privatleben „unter einen Hut“ bringen, gewinnen Sie nicht nur motivierte, zuverlässige und zufriedene Mitarbeiter, sondern steigern auch Ihre Wettbewerbsfähigkeit.   

  • Die KOFA-Handlungsempfehlung zeigt Ihnen, wie genau Sie durch flexible Arbeitszeiten gewinnen, welche Zielgruppen hiervon besonders profitieren, welches Modell sich für Ihre Bedürfnisse eignet und wie Sie bei der Einführung vorgehen.   

  • Unsere Checklisten zeigen, die Chancen und Kosten der einzelnen Arbeitszeitmodelle, sowie wichtige Aspekte, die Sie bei der Einführung beachten müssen.

Handlungsempfehlung "Flexible Arbeitszeiten umsetzen" (PDF)

Vorteile flexibler Arbeitszeiten

Durch das Angebot flexibler Arbeitszeiten haben Sie nicht nur die Nase vorne, wenn es um die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften geht, auch können Sie die Flexibilität Ihres Unternehmens steigern.  So hat die Corona-Krise gezeigt, dass Unternehmen die Erfahrung mit flexibler Arbeitsorganisation hatten, besser auf Krisensituationen und deren Auswirkungen vorbereitet sind.  

Die Flexibilisierung von Arbeitszeiten wird für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunehmend bedeutender. Selbstständige und flexible Zeitplanung gehört zu den wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Arbeitsplatzes und erhöht somit Ihre Arbeitgeberattraktivität. Auch können Sie durch das Angebot von Flexiblen Arbeitszeitlösungen Beschäftigte im Unternehmen halten, die sonst ihre Erwerbstätigkeit einschränken, unterbrechen oder sogar aufgeben müssten.  

Eine flexible Arbeitszeitgestaltung erlaubt es Ihnen zudem, Arbeitskraft dann einzufordern, wenn die Auftragslage es verlangt und Freizeitausgleich zu geben, wenn weniger Arbeit anfällt. Ihr Unternehmen kann so einen größeren Spielraum beim Personaleinsatz wahrnehmen und konjunkturelle Schwankungen leichter abfedern. Dies sichert Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit auch bei kritischer Auftragslage und erhält Wissen für den wirtschaftlichen Aufschwung. Öffnungs- und Produktionszeiten können ausgedehnt werden.  

In vier Schritten zu flexiblen Arbeitszeiten

Die Einführung neuer Arbeitszeitmodelle ist erfolgreich, wenn sie sowohl auf die betrieblichen, personellen und technischen Umstände abgestimmt ist, gleichzeitig aber auch Mitarbeiterbelange berücksichtig werden.  

1. Analyse der Ausgangssituation:

Zu Beginn ist es entscheid sich ein klares Bild über die Anforderungen Ihres Unternehmens zu machen. Welche Art der Arbeitszeitflexibilisierung passt zu Ihren betrieblichen Bedürfnissen, aber ebenso zu den Wünschen und Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiterenden? Hierbei kann Ihnen die Betrachtung von Öffnungs- und Servicezeiten, Ihre Auftragsprognose oder auch die Analyse der vorhandenen Dienstpläne Informationen liefen, genauso wie der Einbezug Ihrer Mitarbeitenden im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen und Mitarbeitergesprächen

2. Zuständigkeiten benennen

Neben der Formulierung von Bedürfnissen und Zielen ist die Definition klarer Verantwortlichkeiten für die Einführung neuer Arbeitszeitmodelle entscheidend.  Hier empfiehlt es sich eine Projektgruppe zusammenzustellen, in der alle betroffenen Personengruppen integriert sind.

3. Arbeitszeitmodelle einführen und umsetzen

Jedes Unternehmen und jede Belegschaft hat andere Anforderungen an Arbeitszeit und Arbeitsort. In der Analysephase werden diese sichtbar. Diese gilt es nun mit Hilfe eines passenden Arbeitszeitmodells in Einklang zu bringen. Hierbei ist es wichtig sich auch an geltenden Rechtsvorschriften zu halten.

Arbeitszeitmodelle unterscheiden sich maßgeblich hinsichtlich drei Eigenschaften:

4. Evaluieren und weiterentwickeln

Arbeitszeitmodelle sind dynamisch und ständig neuen Anforderungen unterworfen. Haben Sie sich für ein Modell entschieden und diese erfolgreich umgesetzt, gilt es regelmäßig zu prüfen, ob dieses noch bestmöglichen Ihren Bedürfnissen entspricht. Holen Sie sich hierzu regelmäßiges Feedback von Ihren Mitarbeitenden und Führungskräften und passen Sie es bei Bedarf an.

Arbeitszeitmodelle

Arbeitszeitmodelle unterscheiden sich hinsichtlich ihres Flexibilisierungsgrades und ihres Koordinierungsaufwands.

Gleichzeitig haben alle Modelle Vor- und Nachteile. Welches Modell für Ihr Unternehmen das richtige ist kann nur durch eine Analyse der Betriebssituation und der Wünsche und Bedürfnisse ermittelt werden. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung gängiger Arbeitszeitmodelle, ihrer Chancen und Kosten sowie wichtige Aspekte, die Sie bei einer Einführung festlegen müssen.

Übersicht Arbeitszeitmodelle

Teilzeit  

Was gilt es für Unternehmen bei Teilzeitarbeit zu beachten? Diese Checkliste hilft Ihnen weiter. 

Arbeitszeitkonten

Sie möchten Arbeitszeitkonten einführen? Diese Checkliste hilft Ihnen dabei. 

Homeoffice

Beschäftigen Sie sich mit dem Thema Homeoffice. Mit dieser Checkliste können Sie beginnen. 

Weitere Modelle

In dieser Checkliste erhalten Sie Informationen über weitere flexible Arbeitszeitmodelle.  

Vertrauensarbeitszeit  

Ist Vertrauensarbeitszeit sinnvoll? Die Checkliste hilft Ihnen, bei der Entscheidungsfindung.

Jobsharing

Jobsharing ist in Ihrem Unternehmen ein Thema? – Impulse zur Umsetzung finden Sie in der Checkliste.

Gleitzeit 

Kommen Gleitzeitmodelle für Ihr Unternehmen in Frage? Die Checkliste gibt Ansatzpunkte. 

 

Mehr zu diesem Thema auf KOFA.de:

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