Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg

Von Mensch zu Mensch miteinander sprechen – das ist auch im betrieblichen Alltag Grundvoraussetzung für den gemeinsamen Erfolg. Das Thema „Behinderung“ wirft bei Personalverantwortlichen Fragen auf: „Wie verhalte ich mich in dieser Situation angemessen?“, „Wie erfahre ich, ob ich den Bedürfnissen meines Gegenübers gerecht werden kann?“ und „Wann trete ich meinem Gegenüber zu nahe?“

Die Aktion Mensch e. V. und das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) wollen diese Fragen beantworten. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts wurden diverse Produkte für die tägliche Arbeit entwickelt, die Sie im Folgenden hier finden. Im Oktober werden alle Arbeitsinhalte für Unternehmen gebündelt und als Arbeitsmappe für die tägliche Arbeit kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das Produkt wird am 29. Oktober 2019 zum ersten Mal präsentiert. Seien Sie bei unserer Veranstaltung in Eisenach dabei und erhalten Sie eine der ersten Mappen. Weitere Informationen finden Sie hier

Strategische Personalpolitik: Die Zielgruppe Menschen mit Behinderung

Die Ausbildung und Rekrutierung von Menschen mit Behinderung kann für Ihr Unternehmen ein strategischer Bestandteil Ihrer Fachkräftesicherung werden. In einem Video stellen wir Ihnen 10 Gründe für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung vor. Möchten Sie mehr zu den einzelnen Punkten wissen, können Sie den ausführlichen Leitfaden der Aktion Mensch zur Recherche nutzen.

Olaf Guttzeit ist Vorstandsvorsitzender des UnternehmensForum, das mehrmals im Jahr Treffen zu inklusiver Personalpolitik organisiert. Bei Boehringer Ingelheim, einem großen Pharmaunternehmen, ist er seit 15 Jahren der Arbeitgeberbeauftragte für Menschen mit Behinderung. Als Experte aus der Praxis zeigt er im KOFA Interview auf: „Die Ausgleichsabgabe zu zahlen ist kein Muss – wer offen für Menschen mit Behinderung ist bekommt dieses Vertrauen durch Loyalität und Engagement zurückgezahlt.“

Jede Behinderung hat andere Auswirkungen. Manchmal spielen sie für den Arbeitsalltag überhaupt keine Rolle. Falls doch, bieten sich je nach Einzelfall unterschiedliche Unterstützungen an. Eine erste Orientierung zu den unterschiedlichen Behinderungsformen geben Ihnen unsere Steckbriefe zu verschiedenen Behinderungsformen – von der geistigen Behinderung bis zur Sinnesbehinderung. Wichtig ist, dass Sie mit dem Wissen auf den Menschen mit Behinderung zugehen und mit ihm oder ihr gemeinsam entscheiden, was sich jeweils anbietet und den Unterstützungsbedarfe abfragen. Jeder Mensch ist unterschiedlich – ob mit oder ohne Behinderung.

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Steckbriefe zu Behinderungsformen

Zu den Steckbriefen

Schritt 1: Kontaktaufnahme - Aller Anfang ist leicht

Es gibt zahlreiche Wege, schnell und effizient mit Fachkräften mit Behinderung in Kontakt zu treten: Wenden Sie sich zum Beispiel an örtliche Bildungsträger wie die Berufsförderungswerke oder nutzen Sie Förderprogramme der Bundesagentur für Arbeit oder der Kammern! Unsere Grafik kann Ihnen als Wegweiser und Inspiration dienen:

Schritt 2: Bewerbungsprozess gestalten

Eine passende Stellenanzeige zu gestalten ist auch bei der Rekrutierung von Menschen ohne Behinderung nicht immer leicht: Es geht darum, das eigene Unternehmen möglichst gut vorzustellen, die zu besetzende Stelle genau zu beschreiben und das Anforderungsprofil passgenau zu erstellen. Das kann herausfordernd sein. Unsere Checkliste zur Stellenausschreibung hilft Ihnen bei der Gestaltung! Wir beschreiben Schritt-für-Schritt, auf was Sie achten sollten und wo die jeweiligen Besonderheiten bei Menschen mit Behinderung sind. So können Sie den richtigen Ton treffen, um Fachkräfte mit und ohne Behinderung für Ihr Unternehmen zu gewinnen.

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Stellenanzeigen zur Rekrutierung von Menschen mit Behinderung

Download Checkliste Stellenanzeigen

Tipps für das Vorstellungsgespräch

Sie haben eine Stelle ausgeschrieben und der Bewerber bzw. die Bewerberin hat im Anschreiben angeben, dass er oder sie eine Schwerbehinderung hat. Nun steht ein Bewerbungsgespräch an und Sie sind sich unsicher, wie Sie dieses führen sollen? Im Folgenden finden Sie einige Orientierungshilfen, Leitfragen und wichtige Hinweise für das Vorstellungsgespräch.

Wir differenzieren dabei in zwei Szenarien:

  • Szenario 1: Eine Schwerbehinderung ist bekannt, wie im genannten Fall
  • Szenario 2: Eine Schwerbehinderung oder Beeinträchtigung ist nicht bekannt

Schritt 3: Ins Unternehmen eingliedern

Entscheidend für den erfolgreichen Start im Unternehmen sind oft die ersten Wochen. Unsere Checkliste zum Onboarding begleitet Sie in der wichtigen Zeit zwischen der Zusage im Bewerbungsgespräch und dem ersten Mitarbeitergespräch. Neben allen relevanten organisatorischen Schritten vor Beginn der Arbeit finden Sie auch Vorschläge dazu, wie Sie den ersten Arbeitstag für alle Seiten gewinnbringend gestalten können.

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Wie holen Sie neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut an Bord?

Download Checkliste Onboarding

Das Thema „Behinderung“ wird häufig mit zusätzlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in Verbindung gebracht. Das muss kein großer zusätzlicher Aufwand für Sie als Personalverantwortlicher sein. In unserem Onlinetext finden Sie die wichtigsten Rechten und Pflichten, auf die Sie als Arbeitgeber zu achten haben. Diese dienen auch dem Schutz und dem Erhalt der Arbeitskraft Ihrer Fachkraft mit Behinderung.

Wie die Brauerei Früh Beschäftigte mit speziellen Fähigkeiten rekrutiert und bindet, lesen Sie in unserem Praxisbeispiel "Inklusion statt Sonderstatus".

Schritt 4: Ausbildung – Ein gelungener Start ins Berufsleben

Nur in wenigen Punkten unterscheidet sich das Ausbildungsverhältnis zu Menschen mit Behinderung von dem mit anderen Auszubildenden. In unserem Text "Rechte und Pflichten in der Ausbildung" klären wir Arbeitgeber darüber auf, welche Besonderheiten bei der Ausbildung von Menschen mit Behinderung zu beachten sind.

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Rechte und Pflichten in der Ausbildung

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Fachkräfte für die Zukunft finden – gewusst wie

Wenn Sie noch auf der Suche nach Auszubildenden für Ihr Unternehmen sind, haben wir noch einen Tipp für Sie: Wenden Sie sich gezielt an Förderschulen. Deren Absolventen und Absolventinnen haben es nicht immer leicht einen Ausbildungsplatz zu finden. Wenn sie aber erst einmal eingestellt sind, entwickeln sie sich oft zu sehr loyalen und motivierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Wir erklären, wie Sie als Unternehmen Kontakt zu Förderschülern aufbauen können und Stellenanzeigen am besten formulieren. Außerdem zeigen wir auf, welche Unterstützungsmöglichkeiten es für Arbeitgeber gibt, um den besonderen Bedürfnissen der Auszubildenden gerecht zu werden.

Schritt 5: Beschäftigung gestalten

Es ist hilfreich und wichtig, einen guten Kommunikationsweg über das sensible Thema Handicap des Mitarbeiters bzw. der Mitarbeiterin zu finden. In diesem Schritt erfahren Sie, wie Sie über Unausgesprochenes ins Sprechen kommen, unter anderem in Mitarbeitergesprächen.  

Durch gezielte Maßnahmen kann auch bei starken gesundheitlichen Einschränkungen in den meisten Fällen der Arbeitsplatz erhalten werden, wenn das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) angewendet wird. Diverse Hinweise zur Gestaltung des BEM–Prozesses finden Sie im folgenden Text.

Was tun bei Anpassungsbedarfen? – Übersicht zu Ansprechpartnern und möglichen Förderungen
Wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin im Laufe seines Berufslebens eine Behinderung erwirbt oder krank wird, müssen evtl. entsprechende Anpassungen am Arbeitsplatz vorgenommen werden, damit die betreffende Person weiterhin beschäftigt werden kann. Aber wie stellt man das am besten an? Woher weiß ich als Betrieb, welche Veränderungen am Arbeitsplatz sinnvoll und möglich sind? Welche technischen Hilfsmittel gibt es überhaupt?

Mehr zu diesem Thema auf KOFA.de:

Wiedereingliederung

Wiedereingliederung nach Krankheit oder Unfall: Ein betriebliches Eingliederungsmanagement unterstützt Betroffene bei der Rückkehr ins Arbeitsleben. mehr

Menschen mit Behinderung ausbilden

Barrierefreiheit, Integrationsamt, Fördermaßnahmen. Nicht alles ist rund um die Ausbildung von Menschen mit Behinderung ist ganz einfach zu verstehen. Hier gibt’s alle Informationen. mehr

Schulkooperationen im Maschinenbau

Über Schulkooperationen sucht die Albert Koch Maschinen- und Vorrichtungsbau GmbH den Kontakt zu möglichen Auszubildenden. Auch Jugendliche mit Förderbedarf spricht das Unternehmen an. mehr

Menschen mit Behinderung rekrutieren

Die Reinert Kunststofftechnik GmbH & Co KG rekrutiert gezielt Menschen mit Behinderung. Die gemischten Teams fördern eine gute Arbeitsatmosphäre. mehr

Menschen mit Behinderung beschäftigen

Geschäftsführer Josef Brunner hat in behindertengerechte Arbeitsplätze investiert. Was er dafür bekommen hat? Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein gutes Betriebsklima und Innovation in der Produktion. mehr

Zehn Gründe Menschen mit Behinderung zu beschäftigen

Die Ausbildung und Rekrutierung von Menschen mit Behinderung kann für Ihr Unternehmen ein strategischer Bestandteil Ihrer Fachkräftesicherung werden. In dem Video stellen wir Ihnen 10 Gründe für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung vor. mehr

Interview: Mit Inklusion gegen den Fachkräftemangel

Vorbehalte abbauen und Menschen mit Behinderung beschäftigen: Im Interview gibt KOFA-Experte Christoph Metzler einen Überblick zu dem aktuellen Inklusionsprojekt, das in Kooperation mit der Aktion Mensch durchgeführt wird. mehr

Inklusion von Menschen mit Behinderung in der dualen Berufsausbildung

Am 13. April fand die Auftaktveranstaltung des KOFA zum Thema Inklusion in der dualen Berufsausbildung in Berlin statt. Nach der Begrüßung durch BMWi-Staatssekretärin Iris Gleicke und die Behindertenbeauftragte des Bundes, Verena Bentele, wurden Ergebnisse erarbeitet. Aus diesen wurden konkrete Handlungsempfehlungen für KMU abgeleitet. mehr

Kontakt und Rekrutierung

Sie möchten Menschen mit Behinderung gezielt als Bewerber in den Blick nehmen? Lesen Sie unsere Tipps zu den richtigen Kontakt- und Rekrutierungswegen. mehr

Inklusion als Menschenrecht

Was bedeutet Inklusion? Welche gesellschaftlichen Bemühungen gibt es, Menschen mit Behinderung zu fördern? Lesen mehr über die Inklusion als Menschenrecht. mehr

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