Interview zum "Fachkräftecheck Metall- und Elektroberufe"

Studie Fachkräftemangel 3/2018: Dr. Lydia Malin zur M+E-Fachkräftesituation

Nahezu alle Metall- und Elektroberufe sind inzwischen von Fachkräfteengpässen betroffen. Dies zeigt eine neue Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung stehen weiterhin im Fokus der Suche. Dennoch lässt sich die aktuelle Situation nicht allein durch das gesteigerte Angebot an Ausbildungsplätzen lösen. Die gute Nachricht: Trotz verschärfter Fachkräfteengpässe sind noch nicht alle Potentiale bei der Rekrutierung von Mitarbeitenden ausgeschöpft.

Das Ausmaß des Fachkräftemangels in Metall- und Elektroberufen hat einen neuen Höchststand erreicht – knapp 95 Prozent aller gemeldeten offenen Stellen waren im Zeitablauf von Juli 2017 bis Juni 2018 in Berufen mit Fachkräfteengpässen ausgeschrieben. Vor sechs Jahren traf das erst auf 70 Prozent der Stellen zu.

Qualifizierte Mitarbeiter in Metall- und Elektroberufen sind flächendeckend in allen Bundesländern knapp. Dabei fehlen insbesondere Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Allein in den Metallberufen waren 94,3 Prozent aller gemeldeten Stellen für Fachkräfte mit Berufsausbildung ausgeschrieben. „Während es immer mehr offene Stellen für beruflich Qualifizierte gibt, nimmt die Zahl der arbeitslosen Metall- und Elektro-Fachkräfte deutlich ab. Für Unternehmen wird es daher immer schwerer geeignete Bewerber zu finden“, erklärt KOFA-Wissenschaftlerin Lydia Malin.

Alle Studienergebnisse finden Sie hier.

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