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Immer mehr internationale Arbeitnehmer in Deutschland

Bereits das dritte Jahr in Folge hat sich die Anzahl der Zuwanderer erhöht, die zum Arbeiten nach Deutschland gekommen sind. Dies geht aus den Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Zuwanderer stammen dabei hauptsächlich aus Indien, China, Bosnien und Herzegowina sowie aus den Vereinigten Staaten.

Einfacher Arbeitsmarktzugang für Menschen aus den Westbalkanstaaten

Zwar stammen die sogenannten Erwerbsmigranten aus vielen verschiedenen Ländern, doch in den vergangenen Jahren sind vor allem Arbeitnehmer aus den Westbalkanstaaten nach Deutschland gekommen. Dies sind die Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo und Mazedonien. 

Der Grund dafür ist, dass die Westbalkanstaaten als sichere Herkunftsländer eingestuft wurden. Die Menschen, die aus diesen Ländern nach Deutschland kommen, werden also nicht mehr so einfach als Flüchtlinge anerkannt. Es wurde mit der Westbalkanregelung aber eine Möglichkeit geschaffen, wie Menschen aus diesen Ländern trotzdem nach Deutschland kommen können:  Sie dürfen in Deutschland arbeiten, wenn ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegt und für die Stelle kein bevorrechtigter Bewerber zur Verfügung steht. Außerdem dürfen sie zwei Jahre vor Antragsstellung keine Asylbewerberleistungen bezogen haben. Häufig müssen Menschen, welche zum Arbeiten nach Deutschland einreisen wollen, eine qualifizierte Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss vorweisen können. Menschen aus den Westbalkanstaaten können unabhängig von ihrer Qualifikation als Arbeitsmigranten nach Deutschland reisen. Das Angebot richtet sich also vor allem an geringqualifizierte Arbeitnehmer und zielt auf die Besetzung von Stellen in der Baubranche, der Gastronomie oder der Pflege.

Anzahl an Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Ausländerzentralregister deutlich gestiegen

Die im Ausländerzentralregister erfassten Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit ist in den letzten Jahren gestiegen: Ende 2018 befanden sich knapp 300.000 Menschen mehr im Ausländerzentralregister, als Ende 2017. In diese Zahlen fließen aber auch Nacherfassungen aus den Vorjahren mit ein. Das Ausländerzentralregister erfasst alle in Deutschland lebenden Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit. Derzeit sind dies 10,9 Millionen Menschen. Erfasst sind auch knapp 5 Millionen EU-Bürger. Deren Anzahl ist zwischen Ende 2017 und Ende 2018 allerdings deutlich geringer gestiegen, als in den Vorjahren.

Tipps für die Integration von Menschen aus dem Ausland oder von Geflüchteten finden Sie auf KOFA.de

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/04/PD19_149_12521.html

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