Thema des Monats: Personalarbeit professionalisieren

Personalarbeit ist mehr als nur Personalverwaltung. Eine professionelle Personalarbeit umfasst alle wichtigen personalwirtschaftlichen Handlungsfelder. Den Grundstein dafür legen Sie, indem Sie Ihre Personalsituation gründlich analysieren und Ihren Personalbedarf strategisch planen. Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung bietet zur Personalarbeit in kleinen und mittleren Unternehmen Praxisbeispiele, Empfehlungen zum Vorgehen und Hintergrundinformationen.

Wissen, wo man steht und wohin die Reise gehen soll

Wer für die Zukunft planen will, muss seine heutige Situation kennen. Mit einer internen Unternehmensanalyse können Sie gegenwärtige Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens aufdecken und Chancen und Risiken für die Zukunft erkennen. Auf dieser Grundlage lassen sich zukünftig relevante Geschäftsfelder, Märkte und Kundinnen sowie Kunden identifizieren und in Ihre Unternehmensstrategie einbetten. Eine professionelle Personalarbeit ist eine wesentliche Voraussetzung, diese Unternehmensstrategie umsetzen zu können.

Wen brauchen Sie für den Markterfolg von morgen?

„Die richtige Anzahl der richtigen Personen am richtigen Ort zur richtigen Zeit“, fasst Fabian Blickle, Geschäftsführer der FMB-Blickle GmbH, das Ergebnis einer soliden Personalplanung zusammen. In seinem Unternehmen wird einmal jährlich der Personalbedarf für die nächsten zwei Jahre geplant. Er kann so frühzeitig Unter- oder Überkapazitäten abschätzen und gezielt und mit Weitblick nach Fachkräften suchen. Teure Computerprogramme sind dafür nicht notwendig. Hinweise zur Vorgehensweise und zu kostenlosen Instrumenten finden Sie in der Handlungsempfehlung  Personalbedarfsplanung.

Das Arbeitskräfteangebot der Region kennen 

Eine Umfeldanalyse hilft Ihnen bei der strategischen Personalplanung und zeigt Ihnen wie Sie geeignete Fachkräfte in Ihrer Region finden können. Dabei sammeln Sie Daten, beispielsweise zur demografischen Entwicklung und zur Entwicklung des Fachkräfteangebots in Ihrer Region, und werten diese hinsichtlich der eigenen Fachkräftebedarfe aus. Sie können dann genauer beurteilen, in welchem Radius Sie Fachkräfte suchen und inwiefern Sie zusätzlich Ihre Anstrengungen im Bereich Aus- und Weiterbildung verstärken sollten.

Mitarbeiterbefragung – ein Stimmungsbarometer

Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben ihrem Arbeitgeber treu. Daher ist es wichtig, die Stimmung im Unternehmen und die Bedürfnisse der Beschäftigten zu kennen. Hier sind kleine und mittelständische Unternehmen gegenüber Großunternehmen im Vorteil: Die Mitarbeiterzahl ist oft überschaubar, Hierarchien sind flacher und man kennt sich. Dennoch wird beim Gespräch „über den Gang“ nicht immer alles thematisiert, was die Kollegin oder den Kollegen bewegt. Eine anonyme  Mitarbeiterbefragung gibt Aufschluss über das Betriebsklima und was die Beschäftigten attraktiv an Ihrem Unternehmen finden (würden)

Alle Daten beisammen – und dann?

Eine systematische Situationsanalyse und eine weitreichende Planung hilft Ihnen zu agieren, anstatt nur zu reagieren. Anhand der von Ihnen gesammelten Fakten können Sie beispielweise frühzeitig abschätzen,

  • welche Schlüsselpositionen in Ihrem Unternehmen Sie sicherstellen müssen, etwa durch eine Laufbahn- und Nachfolgeplanung oder durch eine langfristige Bindung von Schlüsselkräften an Ihr Unternehmen,
  • welche Positionen zukünftig zu besetzen sind und welche Rekrutierungswege sich dafür eignen und
  • welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Sie bedarfsgerecht weiterqualifizieren sollten.

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