Thema des Monats: International Studierende

Für Unternehmen, die Personal für ein internationales Umfeld suchen, gibt es eine besonders interessante Zielgruppe: An jeder deutschen Hochschule finden sich viele gut ausgebildete Studierende mit internationalem Hintergrund, die in Deutschland bleiben möchten. Häufig sind sie sogar schon mit der deutschen Kultur und Sprache vertraut. Warum sprechen Sie diese zukünftigen Fachkräfte nicht bereits auf dem Campus an und erschließen dieses Fachkräftepotenzial für sich?

Internationale Studierende – ein attraktives Potenzial

Mit der gezielten Ansprache internationaler Studierender erweitern Sie Ihren Suchradius und positionieren sich als modernes und weltoffenes Unternehmen - bei den Beschäftigten und Ihren Kunden.  Gelingt die Ansprache, profitieren Sie von einer vielfältigen und innovationsfreudigen Belegschaft. Dies muss für Sie keinen Mehraufwand mit sich bringen: Menschen, die sich bereits in Deutschland erfolgreich bewegen, unterscheiden sich hinsichtlich Betreuungsaufwand und Sprachkenntnissen häufig nicht von deutschen Studierenden. Aber was ist konkret zu tun, um internationale Studentinnen und Studenten deutscher Hochschulen für eine Tätigkeit zu begeistern?

Tipps für die Werbung ausländischer Studierender

In vielen Punkten unterscheidet sich die Rekrutierung von internationalen Studierenden kaum von der Rekrutierung deutscher Studierender. Unterschiede gibt es aber beispielsweise bei der Frage der Aufwandsentschädigung. Studentinnen und Studenten ohne deutschen Pass bekommen in der Regel kein BAföG und können sich beispielsweise ein Praktikum ohne angemessene Aufwandsentschädigung selten leisten: Daher ist eine angemessene Aufwandsentschädigung für diese Zielgruppe besonders wichtig.

Bei der Stellenausschreibung bieten sich Publikationen des deutschen akademischen Austauschdienstes (DAAD), Magazine von Migrantenorganisationen oder des International Office von Universitäten besonders an. Studieren in einem anderen Land – da ist oft das Internet eine wichtige Verbindung nach Hause, soziale Netzwerke, wie Facebook, LinkedIn oder XING sind rege genutzte Medien. Daher können Stellenanzeigen oder moderierte Gesprächsforen in diesen Medien die gezielte Ansprache der internationalen Studierenden  wesentlich erleichtern.

  • Internationale Studierende deutscher Hochschulen gewinnen: Lesen Sie Schritt für Schritt nach, was dieses Fachkräftepotenzial von morgen auszeichnet und wie Sie diese Zielgruppe für sich erschließen können: Handlungsempfehlung Rekrutierung von internationalen Studierenden. Dort finden Sie unter anderem Hinweise auf erfolgversprechende Rekrutierungswege oder rechtliche Hintergrundinformationen.
  • Hochschulkooperationen: Spezialistinnen und Spezialisten bestimmter Fachrichtungen werden auf dem Arbeitsmarkt knapper werden. Gleichzeitig nimmt die Zahl der internationalen Studierenden an deutschen Hochschulen seit über 20  Jahren zu. Je enger sie mit einer Hochschule zusammenarbeiten, desto besser ist Ihre Startposition auf dem Campus. Erfahren Sie mehr dazu in unserer Handlungsempfehlung zum Thema Hochschulkooperation.
  • Umgang mit Vielfalt: Gerade wenn Sie bisher wenige internationale Beschäftigte in Ihrem Unternehmen haben, sollten Sie sich fragen, ob Sie auf eine vielfältige Belegschaft vorbereitet sind. Ist beispielsweise Ihr Arbeitsklima für die Integration internationaler Studierender angemessen? Lesen Sie in unseren Handlungsempfehlungen Willkommenskultur und Diversity Management mehr zum Thema Vielfalt.

Gibt es rechtliche Stolpersteine?

Die Politik hat in jüngerer Vergangenheit eine Reihe an Neuerungen auf den Weg gebracht, um der Wirtschaft die Integration dieser Zielgruppe zu erleichtern. So können internationale Studierende deutscher Hochschulen Praktika bei deutschen Unternehmen in der Regel ohne weitere Genehmigung annehmen. Ausländische Studierende aus der Europäischen Union sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz (EWR) dürfen grundsätzlich so viele Stunden neben ihrem Studium arbeiten, wie sie wollen. Studierende aus außereuropäischen Staaten dürfen 120 ganze oder 240 halbe Tage pro Jahr arbeiten (Stand Februar 2013). Aktuelle Informationen zur Thematik finden Sie auf der Webseite des Deutschen Studentenwerks e. V.

Weitere Informationen

  • Willkommensportal "Make it in Germany"
    Das Willkommensportal „Make it in Germany“ zeigt, welche Möglichkeiten für internationale Studierende deutscher Hochschulen bestehen, nach ihrem Abschluss in Deutschland zu bleiben - und warum es sich lohnt, hier zu leben und zu arbeiten. Das Internetportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bündelt wichtige Informationen zu Karriere und Leben in Deutschland. Darüber hinaus informiert es, in welchen Branchen Fachkräfte und unter welchen Voraussetzungen gesucht werden.

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