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Wachstumsbremse Fachkräftemangel

Die Corona-Krise hat den Fachkräftemangel in den Hintergrund gedrängt. Lediglich der Gesundheitssektor bildet hier eine Ausnahme. Laut einer Studie der staatlichen Förderbank KfW, ist dies gefährlich für das zukünftige Wirtschaftswachstum in Deutschland. Denn getreu dem Motto „nach der Krise ist vor der Krise“, wird der Fachkräftemangel in Deutschland nach der Corona-Krise wieder zur Wachstumsbremse der Wirtschaft werden. 
 
Der Fachkräftemangel in der Wirtschaft ist bereits weit verbreitet. Die Studie berichtet, dass sich die Stellenbesetzungszeit in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt hat, für 20 Prozent der Berufe beträgt diese im Durchschnitt schon ganze 160 Tage. Gleichzeitig stehen immer weniger arbeitslose Fachkräfte für gemeldete Stellen zur Verfügung. Besonders von Fachkräfteengpässen betroffen sind das Baugewerbe, die Daten- und Informationsverarbeitung, die Altenpflege und auch zunehmend Ärzte.  
 
Der demographische Wandel hemmt in Zukunft weiter den Beschäftigungszuwachs und die Arbeitsproduktivität von Erwerbstätigen ist in der Vergangenheit nur langsam gewachsen. Bei anhaltend schwacher Produktivitätssteigerung und nur schwacher Zuwanderung, sinken die prognostizierten Wachstumsraten der Wirtschaft bis 2030 bereits stark und tendieren bis 2040 gegen Null. Daher rät die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Friederike Köhler-Geib, den Unternehmen weiterhin daran zu arbeiten, Fachkräfte „so weit möglich bei der Stange zu halten“. Trotz der gegenwärtigen Krise ist es also wichtig, weiterhin Fachkräfte zu sichern und Nachwuchskräfte auszubilden. 
 
Mehr zum Thema Fachkräftemangel sowie Fachkräftesicherung finden Sie unter www.kofa.de/fachkraefteengpaesse-verstehen sowie www.kofa.de/mitarbeiter-finden-und-binden.

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