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Sicherheit wird in deutschen Unternehmen großgeschrieben

Erfreulich für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - eine Auswertung von Daten der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung durch das IW Köln zeigt: Die tägliche Arbeit wird sicherer! Trotz steigender Beschäftigungszahlen ist die Anzahl an Arbeits- und Wegeunfällen im Jahr 2017 gesunken.

Während sich 2015 noch je 23,3 Unfälle auf 1.000 Vollzeitstellen ereigneten, ist das Unfallsrisiko 2017 auf 22,5 Unfälle auf je 1.000 Vollzeitstellen gesunken.  

Für die erhöhte Sicherheit in allen Branchen waren 2017 deutschlandweit über eine halbe Million Sicherheitsbeauftragte und knapp 80.000 Sicherheitsfachkräfte im Einsatz und sorgten für Umsetzung und Handhabung der gesetzlichen Richtlinien. Die staatliche Gewerbeaufsicht führte knapp 180.000 Besichtigungen von Betrieben durch und die Berufsgenossenschaften sogar mehr als 450.000. In nur 29.355 Fällen war jedoch ein Unfall Anlass für die Besichtigung, die meisten Besichtigungen erfolgen präventiv.

Zusätzlich zu den staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Kontrollen wurden 2017 fast zwei Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kursen zum Thema Sicherheit und Prävention geschult. Das macht Sinn, denn für die Sicherheit im Betrieb ist jeder und jede Einzelne mitverantwortlich. Dies alles trägt dazu bei, dass sich die Arbeitssicherheit in allen Branchen verbessert und das Arbeitsunfallrisiko abnimmt.

Aber nicht immer können durch Vorsorge Unfälle vermieden werden. Im Fall der Fälle sind weiterhin die Berufsgenossenschaften für die medizinische Behandlung, die Rehabilitationsmaßnahmen und im Extremfall auch für die finanzielle Rentenzahlung zuständig. Die Anzahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die tatsächlich auf Grund einer Berufskrankheit in Rente gehen müssen, ist gleichwohl gering.

Insgesamt wurden 2017 von 75.187 Verdachtsanzeigen auf Berufskrankheiten 19.764 offiziell anerkannt und es wurden 4.956 neue Renten ausgesprochen. Die meisten Anerkennungen erfolgten dabei in dem Bereich „Physikalische Einwirkungen“ (8.126), gefolgt von „Erkrankungen der Atemwege, Lungen, des Rippenfells und des Bauchfells“ (5.185), „Hautkrankheiten“ (4.448) und „Chemischen Einwirkungen“ (667).

Wenn Sie als Unternehmerin oder Unternehmer mehr in die Sicherheit in Ihrem Unternehmen investieren möchten, gibt es zahlreiche Maßnahmen: Prüfgesellschaften wie zum Beispiel Dekra oder die technischen Überwachungsvereine (TÜV) bieten häufig eine kostenlose Erstberatung.

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