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Schulabschluss und Ausbildungsberuf beeinflussen die Mobilität Auszubildender

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) analysiert die regionale Mobilität von Auszubildenden. Die Ergebnisse zeigen, dass Auszubildende mit einem höheren Schulabschluss höhere Pendlerquoten aufweisen. Etwa die Hälfte der Auszubildenden mit Abitur verlässt für die Ausbildung täglich ihren Wohnortkreis. Rund ein Drittel der Auszubildenden mit Mittlerer Reife und etwa ein Viertel der Personen mit Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss pendeln zu ihrem Ausbildungsbetrieb. 15 Prozent der Auszubildenden pendeln sogar weiter als bloß in einen benachbarten Kreis. Mobile Auszubildende in Westdeutschland legen durchschnittlich 33 Kilometer zum Ausbildungsbetrieb zurück – in Ostdeutschland sind es mit 51 Kilometern deutlich mehr.

Während durchschnittlich jeder dritte Auszubildende für die Ausbildung den Wohnortkreis verlässt, ist es in vielen MINT- Berufen, aber auch in kaufmännischen Berufen schon die Hälfte.  Dies liegt zum einen daran, dass diese Berufe relativ häufig von Abiturienten gewählt werden - einer Gruppe die sowieso relativ mobil ist - und zum anderen, dass diese seltener in peripheren Regionen angeboten werden. Dafür nehmen viele Auszubildende lange Pendelstrecken in Kauf. In vielen handwerklichen und Produktions-Berufen ist das Ausbildungsangebot regional weniger konzentriert. In einigen dieser Berufe pendelt weniger als ein Viertel der Azubis.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Für Unternehmen kann eine Steigerung der Mobilität von Jugendlichen einen zentralen Beitrag dazu leisten, die Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen zu reduzieren. Damit dies gelingt sind die Auswahl der passenden Kandidatinnen und Kandidaten sowie die aktive Ansprache „in der Ferne“ ganz zentral. Dies vergrößert zum einen den Bewerberpool des Unternehmens, zum anderen eröffnet es Ausbildungsinteressierten neue Perspektiven. Weitere Informationen, wie Unternehmen bei der überregionalen Rekrutierung von Auszubildenden vorgehen können, finden Sie in der KOFA-Handlungsempfehlung "Überregionale Rekrutierung von Auszubildenden".

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