Zurück

Prognose: Bevölkerung im erwerbstätigen Alter wird stark zurückgehen

Ohne Zuwanderung könnte Deutschland bald ein starker Rückgang der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter erlebten. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass ohne Migrationsbewegungen die Zahl der 20- bis 64-Jährigen im Jahr 2030 um 11,2 Prozent niedriger liegen wird  als im Jahr 2020.

Als besonders problematisch sieht Studienautor Wido Geis-Thöne, dass viele der aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Personen nicht mehr durch Nachwuchskräfte ersetzt werden könnten. Im Januar 2020 kamen auf 100 Personen zwischen 60 und 65 Jahren noch 82 Personen zwischen 20 und 24 Jahren, jedoch nur 59 Personen zwischen 15 und 19 Jahren.

Schaut man auf andere EU-Mitgliedsländer, stellt sich die demografische Lage trotz des ähnlichen Bilds bei den Bevölkerungen im erwerbsfähigen Alter strukturell anders dar. In Deutschland hat eine starke Zuwanderung die negativen Entwicklungen in den letzten Jahren deutlich abgemildert. In den neuen EU-Mitgliedsländer führten vor allem Bevölkerungsverluste durch Abwanderung zum Ungleichgewicht.

Lesen Sie hier die IW-Studie zur Analyse der demografischen Strukturen in den 27 EU-Ländern.

Weitere Informationen zur Beschäftigung von internationalen Fachkräften finden Sie hier

Unser Tipp: Nehmen Sie gezielt Ältere als Fachkräfte in den Blick. Wie Sie diese rekrutieren und weiterbilden können, finden Sie hier

Feedback geben