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Mit der eigenen Ausbildung gegen den Fachkräftemangel

Viele Unternehmen in Deutschland begegnen dem Fachkräftemangel mit der Schaffung von Ausbildungsplätzen. Eine neue IW-Studie zeigt, dass die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen in Mangelberufen von 2011 bis 2018 um 33 Prozent gestiegen ist – deutlich mehr als in anderen Berufen. Leider gibt es nicht im selben Maße mehr Bewerberinnen und Bewerber, weshalb auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze deutlich gestiegen ist. Um die Bewerberzahlen zu erhöhen müssen Unternehmen vor allem aktiver für sich werben und auf die jungen Menschen zugehen.

Neue Auszubildende finden gelingt beispielsweise über Schulkooperationen. Viele Berufe sind kaum bekannt und junge Menschen müssen erst dafür begeistert werden. Woher soll ein junges Mädchen wissen, dass es Spaß machen kann, einen Metallblock zu fräsen? Unternehmen können dafür Schulpraktika anbieten, um Berufe erlebbar zu machen.

Leistungsstarke Jugendlichen können häufig zwischen verschiedenen Ausbildungsbetrieben wählen. Deshalb ist es wichtig, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und auch als solcher wahrgenommen zu werden. Auch die leistungsschwachen Jugendlichen sollten als Potenzial genutzt werden, zumal es diverse Fördermaßnahmen gibt, die Betrieb und Jugendliche bei der Ausbildung unterstützen.

Die eigene Ausbildung bleibt der Königsweg der Fachkräftesicherung. Unternehmen, die selber ausbilden, müssen später keine Fachkräfte suchen, die kaum zu bekommen sind.

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