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KOFA Kompakt 4/2021: Weiterbildung boomt in kleinen Unternehmen

Knapp jedes fünfte Unternehmen – unabhängig von der Unternehmensgröße – hat die Corona-bedingte Kurzarbeit genutzt, um seine Belegschaft weiterzubilden. Dies zeigt der neue KOFA-Kompakt auf Grundlage der KOFA-Auswertung der IW-Weiterbildungserhebung aus dem Frühsommer 2020.

Da kleine und mittlere Unternehmen in den vergangenen Jahren zunehmend auf digitale Weiterbildungsformate gesetzt haben, konnten sie die Phasen der Corona-bedingten Kurzarbeit ähnlich intensiv für Weiterbildung nutzen wie größere Unternehmen. Die Tatsache, dass kleine Unternehmen die Kurzarbeit in ähnlichem Maße zur Weiterbildung nutzten wie große Unternehmen, ist überraschend, denn in Zeiten ohne Krise unterscheidet sich die Weiterbildungsbeteiligung sehr stark nach Unternehmensgröße. Während nahezu alle großen (99,5 Prozent) und mittelgroßen (96,3 Prozent) Unternehmen ihrer Belegschaft Weiterbildung ermöglichen, sind es „nur“ 87,4 Prozent der kleinen Unternehmen.

Gleichzeitig ist es den kleinen Unternehmen viel Wert, ihre Belegschaft zu qualifizieren: Sie investieren deutlich mehr Geld und Zeit in Weiterbildungsmaßnahmen. Ein Grund, warum nicht alle kleinen Unternehmen ihren Mitarbeitenden jedes Jahr Weiterbildung anbieten können, liegt darin, dass Mitarbeitende im Tagesgeschäft vergleichsweise schwerer zu ersetzen sind als in größeren Unternehmen. Daher können kleine Unternehmen besonders stark von digitalen Lernmedien profitieren. Digitale Medien bieten häufig eine große zeitliche Flexibilität. So lassen sich Lerneinheiten unterbrechen und zu einem späteren Zeitraum fortsetzen und sind damit gut geeignet, um zeitlichen Spielraum, der sich beispielsweis durch eine schwankende Auftragslage ergibt, für die Aneignung neuen Wissens zu nutzen.

Lesen Sie den KOFA Kompakt 4/2021 hier.

Weitere Informationen, wie Sie ihre Mitarbeitenden weiterbilden können, finden Sie hier.

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