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KOFA Kompakt 3/2021 zur Fachkräftesituation in den Bauberufen

Der neue KOFA Kompakt untersucht die Entwicklung der Fachkräftesituation in Bauberufen vor und während der Corona-Pandemie. Er zeigt, dass sowohl der Arbeits- als auch der Ausbildungsmarkt vergleichsweise wenig durch die Corona-Krise beeinträchtigt ist. Das Ausbildungsplatzangebot der Unternehmen ist trotz der Krise sogar weiter gestiegen. 

Die Zahl der offenen Stellen ist in den Bauberufen im Jahresdurchschnitt 2020 nur um 5,3 Prozent gesunken. In der Gesamtwirtschaft belief sich der Stellenrückgang zum Vergleich auf 15,2 Prozent. Ein Rückgang lässt sich insbesondere bei Stellen für Helfertätigkeiten, die keine formale Qualifikation voraussetzen, erkennen. Für Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung lag die Zahl der offenen Stellen im Dezember nur noch knapp unter dem Vorkrisenniveau. Die Zahl der Stellen für Spezialisten wie Meister oder Techniker sowie für Experten mit Master oder Diplom war saisonbereinigt im Dezember sogar deutlich höher als im Januar 2020. 

Bauberufe sind schon seit längerem überdurchschnittlich stark vom Fachkräftemangel betroffen. Trotz eines Rückgangs der Fachkräftelücke aufgrund der Corona-Krise, fehlten im Jahr 2020 durchschnittlich immer noch rund 55.000 Fachkräfte über alle Anforderungsniveaus hinweg. Dabei fehlen quantitativ betrachtet besonders viele Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung, relativ gesehen sind aber Stellen für Experten noch schwerer zu besetzen. Hier gab es im Jahr 2020 für etwa zwei Drittel der offenen Stellen (66,3 Prozent) keine passend qualifizierten Arbeitslosen.

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