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IW Trends: Digitalisierung verändert Leistungsmanagement und Führungsrollen

Die Digitalisierung in Unternehmen verändert die Rolle von Führungskräften und öffnet neue Perspektiven für das Leistungsmanagement. In einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft analysieren die Autoren diese Veränderungen basierend auf Daten aus dem IW-Personalpanel 2017 und der European Working Conditions Survey 2015.

Führungskräfte als Impulsgeber und Befähiger könnten in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Vier von zehn Unternehmen sind der Meinung, dass dabei die Kompetenz Problemlösungen zu identifizieren zunehmend wichtiger wird. Daneben wird dem Motivieren von Mitarbeitern eine steigende Relevanz attestiert. Die befragten Unternehmen erhoffen sich insbesondere im Falle der Rekrutierung externer Führungskräfte einen Zugewinn an neuen Netzwerken für ihre Personalarbeit. Es zeigt sich zudem, dass Verhandlungsgeschick und Kreativität für Führungskräfte in digitalisierten Unternehmen einen größeren Bedeutungszuwachs erfahren werden als in Unternehmen der Generation 3.0.

Durch ergebnisorientierte Leistungsbewertung und -vergütung können Führungskräfte die Transformation hin zu digitalen Unternehmen gestalten. Mitarbeiter, die am Computer und flexibel außer Haus arbeiten, profitieren häufiger von leistungsorientierten Anreizen, individuellen Zielvereinbarungen und von Gewinnbeteiligungsmodellen. Sie fühlen sich dadurch mit höherer Wahrscheinlichkeit motiviert und wertgeschätzt. Diese Art des Leistungsmanagement ist allerdings kein Allheilmittel, es muss differenziert betrachtet werden, welche Vergütungsmodelle für verschiedene Mitarbeitergruppen passend sind.

Hier finden Sie die Studie im Detail.

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