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Geschlechterklischees überwinden in der dualen Ausbildung

Wie eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamtes zeigt, wird die Wahl einer dualen Ausbildung noch immer stark vom Schulabschluss und vom Geschlecht der jungen Menschen beeinflusst. Hinsichtlich des Schulabschlusses gilt: Je höher der Abschluss, desto breiter ist das Spektrum an Wahlmöglichkeiten, da es auch Ausbildungsberufe gibt, die aufgrund der Einstellungsvoraussetzungen oder der Bewerbersituation für angehende Azubis ohne Abitur nur schwer zugänglich sind. Zudem münden immer mehr junge Menschen mit einer Hochschul- oder Fachhochschulreife in die Ausbildung ein, da der Anteil an Schulabsolventinnen und -absolventen mit Abitur seit Jahren zunimmt. Im Jahr 2017 verfügten rund 29 Prozent der insgesamt 516 000 Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger über eine (fachgebundene) Hochschulzugangsberechtigung.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktur bei der Berufswahl ist das Geschlecht. Denn die Berufswahl von Mädchen und Jungen wird weiterhin stark von Geschlechterstereotypen bestimmt. Während bei den Mädchen die Ausbildung zur Bürokauffrau am beliebtesten ist, machen Jungen am häufigsten eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker. Diese Geschlechterunterscheide in der Berufsauswahl führen insbesondere für junge Frauen zu nachteiligen Verdienst- und Karrieremöglichkeiten. Zudem zeigt die aktuelle KOFA-Studie 2/2019: Fachkräfteengpässe in Unternehmen, dass eine geschlechtsspezifische Berufswahl auch für Unternehmen nachteilig ist. In den Berufen, die in der Ausbildung ausschließlich bei Mädchen oder Jungen beliebt sind, gibt es häufiger Fachkräfteengpässe, als in Berufen, in denen beiden Geschlechter in etwa gleich häufig eine Ausbildung aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie zudem in den aktuellen IW-Nachrichten zu dem Thema Geschlechterklischees überwinden.

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