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Fachkräfteengpässe auf Rekordniveau

Die Fachkräftesituation hat sich bis Mitte 2017 noch einmal deutlich verschärft. Wie die neue KOFA-Studie „Fachkräfteengpässe in Unternehmen – Rezepte gegen den Fachkräftemangel“ zeigt, werden inzwischen 66 Prozent aller offenen Stellen in Engpassberufen ausgeschrieben. 44 Prozent dieser Berufe sind dabei von anhaltenden Engpässe betroffen, die seit mindestens fünf Jahren andauern. Aus diesem Grund kann von einem sich verfestigenden Fachkräftemangel gesprochen werden. Am häufigsten fehlen Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung. Noch nicht ausgeschöpft sind die Fachkräftepotenziale bei internationalen Fachkräfte, älteren Beschäftigten und Frauen.

Der regionale Vergleich zeigt, dass die Engpässe bei Fachkräften aller Qualifikationsniveaus in den südlichen Bundesländern am stärksten ausgeprägt sind. Zudem hat sich die Fachkräftesituation im Osten – insbesondere in Thüringen – noch einmal verschärft. Allerdings sind auch einzelne Regionen in anderen Bundesländern – wie beispielsweise  die Arbeitsagenturbezirke Nordhorn und Marburg - stark von Engpässen betroffen.

Internationale Fachkräfte – die überwiegend aus dem europäischen Ausland kommen – verringern den Fachkräftemangel insbesondere im Süden Deutschlands. Da internationale Fachkräfte deutlich jünger sind als deutsche wirken sie der Alterung der Beschäftigten entgegen. Besonders stark ist der Altersunterschied zwischen internationalen und deutschen Fachkräften in Expertenberufen, das heißt bei Akademikern mit Master und Diplom.

Darüber hinaus bieten Frauen und ältere Beschäftigte noch ungenutzte Potenziale, die zum Beispiel durch Teilzeitangebote gewonnen werden können. Während Teilzeitangebote bei Frauen bereits während der Familienphase zu einer vermehrten Beschäftigung beitragen, fördert eine reduzierte Arbeitszeit bei Männern insbesondere ab 65 Jahren den Verbleib im Beruf.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

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