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Deutsche Berufsausbildung in der Spitzengruppe

Der jährliche Bericht Bildung auf einen Blick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gibt Deutschland im internationalen Vergleich gute Noten. Besonders die duale Berufsausbildung ist eine Stärke des deutschen Bildungssystems. Sie bietet einen guten Übergang von der Schule zum Erwerbsleben: 88 Prozent der 25- bis 34-jährigen mit beruflicher Ausbildung üben eine Beschäftigung aus. Damit liegt die Beschäftigungsquote über dem OECD-Durchschnitt von 82 Prozent. Die Zukunftsaussichten nach einer dualen Ausbildung sind in Deutschland also so gut wie in nur wenigen anderen OECD-Ländern. 

Nach der Corona-Pandemie kann die berufliche Bildung bei der Erholung der Wirtschaft unterstützen, zum Beispiel durch die Ausbildung im Gesundheitswesen, der Landwirtschaft, dem verarbeitenden Gewerbe oder der Kinderbetreuung. Neben der beruflichen Ausbildung ist auch die Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen in Deutschland überdurchschnittlich.

Defizite sieht Andreas Schleicher, Bildungsdirektor der OECD, noch bei der Umsetzung neuer Technologien im Bildungsbereich, besonders in Schulen aber auch in der betrieblichen Ausbildung. Dort hat sich allerdings in den letzten Jahren viel getan. Deutschland hat spät mit der Digitalisierung begonnen und einigen Lehrkräften fehlt die Ausbildung und Unterstützung bei der Umsetzung digitaler Bildungskonzepte. Die Integration der virtuellen in die reale Welt ist auch im Bildungssystem von größter Bedeutung, betont Andreas Schleicher. 

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