Zurück

Corona-Pandemie sorgt für digitalen Weiterbildungsschub

Im Rahmen des IW-Covid-19-Panels hat das KOFA Unternehmen im Mai 2020 befragt, welche Rolle Weiterbildung während der Corona-Pandemie für sie spielt. Die KOFA-Kompakt-Studie „Weiterbildung während der Corona-Pandemie“ zeigt, dass sich bei knapp der Hälfte der befragten Unternehmen die Weiterbildungsaktivitäten seit Beginn der Corona-Krise nicht verändert haben. Während sie bei einem Viertel gesunken sind, sind sie bei gut jedem zehnten Unternehmen sogar gestiegen. Auch 30 Prozent der Unternehmen, die Kurzarbeit in Anspruch nehmen oder genommen haben, haben diese für Weiterbildung genutzt oder es konkret geplant.

Da viele Weiterbildungsangebote aktuell nicht wie geplant als Präsenzveranstaltungen stattfinden können, wurden Unternehmen zudem gefragt, wie sich die Nutzung digitaler Lernangebote seit Beginn der Corona-Krise entwickelt hat: 36,0 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die Nutzung stark oder eher stark gestiegen ist. Nur 4,8 Prozent der Unternehmen verzeichneten einen Rückgang bei der Nutzung von E-Learning. Ein gutes Drittel der Unternehmen, die bereits vor Beginn der Corona-Krise Weiterbildungsaktivitäten geplant oder bereits begonnen hatten, konnte seine Weiterbildungsaktivitäten vollständig oder zumindest teilweise digital fortsetzen. 

Mit Blick auf die abgefragten Unterstützungsbedarfe zeigt sich, dass sich viele Unternehmen neben einer stärkeren finanziellen Förderungauch mehr Informationen zu E-Learning-Angeboten und -Formaten wünschen. 

Der zughörige IW-Kurzbericht geht zudem darauf ein, welche Wirkungen Wirtschaftskrisen auf die Weiterbildungsinvestitionen von Unternehmen haben und zieht Vergleiche zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Zudem legt er dar, welche politischen Handlungsempfehlungen sich aus den Unterstützungsbedarfen ableiten lassen.

Feedback geben