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Berufsbildungsbericht 2021 veröffentlicht

Schon vor der Corona-Pandemie hatte der Ausbildungsmarkt mit Rückgängen bei Angebot und Nachfrage und verstärkten Passungsproblemen zu kämpfen. Der Trend zu höheren Bildungsabschlüssen und einem Studium trug ebenfalls dazu bei, dass weniger Jugendliche in der dualen Ausbildung landeten. Die Pandemie hat die Situation auf dem Ausbildungsmarkt nochmals verschärft. Das zeigt der aktuell veröffentlichte Berufsbildungsbericht 2021 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Ergänzt wird der Bericht durch den parallel vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) herausgegebenen Datenreport.

Die Verunsicherung ist auf beiden Seiten groß und das wirkt sich direkt auf die Zahl der im Jahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsverträge aus. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 467.500 gesunken. Dabei ist sowohl das Angebot der Betriebe um 8,8 Prozent auf 527.400 Plätze als auch die Nachfrage um 9,6 Prozent auf 496.800 Suchende gesunken.
Es blieben 29.300 Bewerberinnen und Bewerber ohne Ausbildungsplatzangebot zurück und die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze erreichte mit 59.900 einen Höchststand seit 1994. Die Auswirkung der Pandemie schätzt die Bundesagentur für Arbeit dabei mit ca. 8000 unbesetzten Plätzen mehr und ca. 6.000 Unversorgten mehr ein.

Zur Stärkung der Attraktivität der dualen Ausbildung vor allem in der Corona-Krise wird auf das „Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern“ und die seit August 2020 laufende Informationsoffensive „Die Duale“ hingewiesen.

Trotz allem bleibt die duale Ausbildung die wichtigste Säule zur Sicherung des Fachkräftebedarfs von morgen und es braucht die gemeinsame Anstrengung von allen an der beruflichen Bildung beteiligten Akteure, deren Bedeutung und Attraktivität sichtbar zu machen.

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