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Berufe während Corona-Pandemie unterschiedlich nachgefragt

Der KOFA-Kompakt Fachkräftereport zeigt kurzfristige Arbeitsmarkttrends auf Berufsebene auf und identifiziert Handlungsfelder für die Fachkräftesicherung in Unternehmen. Am Arbeitsmarkt zeigt sich erstmals seit Jahren ein Rückgang der von Unternehmen gemeldeten offenen Stellen bei gleichzeitiger Zunahme der Arbeitslosen.

Die größten Veränderungen der Arbeitskräftenachfrage gibt es bei Fachkräften mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Dabei entwickelte sich im April die Arbeitskräftenachfrage in einzelnen Berufen gegenläufig: In einigen Berufen wie beispielsweise bei Angestellten der Bundesagentur für Arbeit oder in der Landwirtschaft wurden im April durch die Corona-Pandemie mehr Fachkräfte benötigt. Auch in der Medizintechnik gibt es aktuell einen Mehrbedarf. Diese Berufe gehören ebenso wie viele Gesundheitsberufe zu den versorgungsrelevanten Berufen, die im Zuge der Corona-Pandemie zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur wichtig sind. Zeitgleich war die Nachfrage in anderen Berufen zum Beispiel bei Servicekräften im Luftverkehr, der Hotellerie und Gastronomie deutlich geringer.

Da in vielen Berufen – selbst in denen, wo der Bedarf an Fachkräften im April zurückgegangen ist – davon auszugehen ist, dass Fachkräfteengpässe auch nach der Krise (wieder) zu den zentralen Herausforderungen zählen werden, gilt es auch in der Krise die Fachkräftebasis von morgen zu sichern. Für die strategische Fachkräftesicherung ist es von großer Bedeutung, dass Unternehmen auch in der Krise weiter Nachwuchskräfte ausbilden und ihre Aktivitäten zur Besetzung der Ausbildungsplätze für Herbst aufrechterhalten. 

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