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Befragung der Bertelsmann Stiftung: Ausbildungsperspektiven im zweiten Corona-Jahr

Die zweite repräsentative Befragung der Bertelsmann Stiftung während der Krise zeigt: Viele junge Menschen in Deutschland fürchten, dass sie in der Pandemie keinen Ausbildungsplatz finden. Rund 71 % von gut 1.700 Befragten zwischen 14 und 20 Jahren sehen ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt durch Corona demnach verschlechtert. Im Sommer 2020 waren das bei der ersten Befragung noch 61 %. Bei Jugendlichen mit niedriger Schulbildung sind es sogar 78 %.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge war im Corona-Jahr 2020 auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Nur noch 465.200 Menschen begannen 2020 eine Lehre – ein Minus von 9,4 %, wie das Statistische Bundesamt Mitte April meldete.

Dass Ausbildungen nach wie vor sehr attraktiv für Jugendliche sind, zeigen folgende Ergebnisse der Befragung: 41 % der Schülerinnen und Schüler streben eine Ausbildung an, weitere 36 % sind noch unentschieden. Damit ist für 77 % der Befragten eine Ausbildung mindestens eine Option. Man müsse jedem eine Ausbildungsperspektive geben, fordert die Stiftung. Das sei eine Frage der Chancengerechtigkeit und diene der Fachkräftesicherung.

Jugendliche, die aktuell auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind – vor allem diejenigen mit einer niedrigen Schulbildung – schauen pessimistischer auf ihre berufliche Zukunft, während die Gesamtheit der Befragten eine eher positive Einschätzung für die Zukunft hat.

Diejenigen, die bereits eine Ausbildungsplatz begonnen haben oder zumindest eine Zusage für einen Ausbildungsplatz erhalten haben, sind der Studie zufolge mit ihrer Wahl sehr zufrieden: Über 80 % geben auf einer fünfstufigen Skala die beiden positivsten Bewertungen ab.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Wenn Sie für den Ausbildungsbeginn 2021 auf der Suche nach Auszubildenden sind, finden Sie hier Tipps für die Rekrutierung trotz Corona.

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