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Asylsuchende besitzen höhere Bildung als Bevölkerung im Heimatland

Eine neue Studie des ZEW vergleicht das sogenannte Humankapital, also das auf Ausbildung und Erziehung beruhende Leistungspotenzial der Arbeitskräfte. Betrachtet wurden männliche Asylsuchende aus dem Nahen Osten und Afrika, die heute im Rhein-Neckar Kreis leben. Sie wurden verglichen mit Gleichaltrigen aus ihren Herkunftsländern.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Bildungsstand der Asylsuchenden in Deutschland oft stark von der durchschnittlichen Schulbildung im Herkunftsland unterscheidet. So sind männliche Asylsuchende aus dem Nahen Osten und Afrika im Durchschnitt 1,6 Jahre länger zur Schule gegangen als gleichaltrige Personen aus ihren Herkunftsländern. Im Vergleich zu männlichen jungen Deutschen weist das Bildungsniveau dennoch eine erhebliche Lücke auf. Für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt sind daher noch Investitionen in Aus- und Weiterbildung nötig.

Die Untersuchung liefert zudem Hinweise darauf, dass das Humankapital der jungen Asylsuchenden und dessen Eltern die Integrationschancen in Deutschland kurzfristig beeinflusst. Die im Heimatland bereits erworbenen Arbeitserfahrungen haben hingegen keinen Einfluss.
 
Die ausführlichen Ergebnisse der ZEW - Studie finden Sie hier.
 

Wie Sie als Betrieb bei der Integration von Geflüchteten vorgehen, lesen Sie auf unserer Dossierseite. Hier finden Sie auch viele Tipps zu Anlaufstellen und Fördermaßnahmen.

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