Arbeitsmarkt lockt gut qualifizierte Europäer

Nicht nur die großen Vereine der Fußball-Bundesliga ziehen Profis aus ganz Europa an. Auch der deutsche Arbeitsmarkt zieht viele gut qualifizierte Menschen aus dem gesamten europäischen Raum an.
Deutschland steht vor großen demografischen Herausforderungen – besonders in den nächsten Jahren, da genau dann die Baby-Boomer-Generation altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt ausscheidet. Dennoch gibt es Lösungswege, um auch in Zukunft genügend Fachkräfte in allen Regionen Deutschlands anwerben zu können.

Deutschland profitiert von qualifizierten EU-Zuwanderern

Der Wirtschaftsstandort Deutschland profitiert stark von der Arbeitskräftemobilität innerhalb der EU. Denn das durchschnittliche Qualifikationsniveau der EU-Zuwanderer ist hoch: 31,1% von ihnen besitzen einen akademischen Abschluss. Besonders hoch ist der Anteil der Akademiker, die in einem der sogenannten MINT-Bereiche studiert haben, welche in Deutschland besonders gefragt sind.

Unterschiedliche Verteilung des Akademikeranteils

Nicht alle Zuwanderungsgruppen haben gleich häufig einen akademischen Abschluss. Das bedeutet aber nicht, dass sie auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht unterkommen. So haben zwar nur 22 Prozent aller osteuropäischen Zuwanderer einen Hochschulabschluss, dafür sind aber satte 90 Prozent der Männer aus diesen Regionen erwerbstätig. Dieser Wert ist sogar höher als der Erwerbstätigenanteil der erwerbsfähigen Gesamtbevölkerung in Deutschland. Insgesamt sind 88,5 Prozent der seit 2004 aus europäischen Ländern zugewanderten 25-64 jährigen Männer erwerbstätig.

Ungleichmäßige Verteilung der Arbeitskräfte

Die Arbeitskräfte verteilen sich jedoch sehr ungleichmäßig im Land, was bei dem Thema Fachkräftemangel beachtet werden sollte. Während sich knapp die Hälfte der Eingewanderten Arbeitnehmer im wirtschaftsstarken Süden Deutschlands niederlassen, finden sich in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) insgesamt lediglich fünf Prozent wieder. Gerade Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt könnten von einem Zuzug von ausländischen Fachkräften aber besonders profitieren, da hier bereits heute Fachkräfte und Auszubildende fehlen.

Wenn Sie Menschen aus dem europäischen Ausland rekrutieren möchten, finden Sie mehr Informationen in unserer Handlungsempfehlung Rekrutierung aus dem Ausland.

Weitere Informationen zum Thema Arbeitskräftemobilität in der EU – Ein Gewinn für den deutschen Arbeitsmarkt finden Sie in der zugehörigen IW-Studie.

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