Fachkräfte für die Zukunft

Wie das Projekt NORDCHANCE Jugendliche in Ausbildung bringt

 

Was NORDCHANCE leistet


Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen ist 2017 um 12,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig gibt es Jugendliche, die den Sprung von der Schule in die Ausbildung ohne passende Unterstützung nicht schaffen. Weil sie nicht wissen, was sie werden wollen. Weil sie sich selbst nichts zutrauen. Weil ihr Deutsch noch brüchig ist oder weil ihr soziales Umfeld sie nicht unterstützt.

Das Projekt „NORDCHANCE“ bereitet solche vermeintlich „schwer vermittelbaren“ Jugendlichen mit einer mehrmonatigen Orientierungsphase auf eine betriebliche Einstiegsqualifizierung (Langzeitpraktikum) vor. Ziel ist es, Ihnen letztlich den Weg in eine Ausbildung zu ebnen. NORDCHANCE ist ein Projekt, das vom Arbeitgeberverband NORDMETALL initiiert und begleitet wird. NORDCHANCE ist eine praktisch ausgestaltete Vorbereitungsmaßnahme für gewerblich-technische Berufe mit intensiver sozialpädagogischer Begleitung.

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) hat drei Jugendliche auf ihrem Weg in Richtung Ausbildung begleitet. Ihre Geschichten zeigen, welcher Anstrengungen es bedarf, um fachliche und persönliche Defizite bei den Jugendlichen ab- und ihre Stärken auszubauen. Sie zeigen aber auch, wie groß das Entwicklungspotenzial junger Menschen sein kann, wenn Unternehmen an sie glauben.

Vorbereitung in der Berufsschule


„Was passiert, wenn man einen Schlüssel in die Steckdose steckt?“, fragt einer der Schüler. – „Ist das jetzt wichtig?“ – „Ich habe als Kind einen Schlüssel in die Steckdose gesteckt.“ – Der Lehrer seufzt. „Du hast es ja offensichtlich überlebt“, sagt er. Er geht ans Pult zurück. Er zeigt aufs Arbeitsblatt.

Was der Berufsschullehrer über die NORDCHANCE-Teilnehmer denkt:

Burak meldet sich: „Können wir die Aufgabenstellung zusammen durchgehen?“ Es ist kein Ablenkungsmanöver. Er möchte den Stoff in Elektrotechnik verstehen. „Was wäre gewesen, wenn ich den Schlüssel in die Steckdose gesteckt hätte und gleichzeitig mit nackten Füßen in einer Pfütze gestanden hätte?“, ruft es von der anderen Klassenseite. Burak senkt wieder den Blick – er arbeitet alleine weiter. Manchmal ist es schwierig sich zu konzentrieren. „Wir sind schon eine gute Gruppe“, sagt der 21-Jährige nach dem Schulunterricht. Man ist hier solidarisch miteinander. Keinem ist der Wechsel von der Schule in die Ausbildung gelungen, alle befinden sich in der gleichen Situation – das verbindet. Nun sitzen sie hier, in einer Berufsschulklasse, alles Männer, und erhalten Grundlagenunterricht in Werkzeug-, Berufskunde, Metall- und Elektrotechnik. 

Das Programm „NORDCHANCE“ will die Jugendlichen Schritt für Schritt an eine Ausbildung heranführen. Im Technischen Bildungszentrum Mitte erhalten die 15 Programm-Teilnehmer ergänzend zur Orientierungsphase beim Bildungsträger BWU (Bildungszentrum der Wirtschaft im Unterwesergebiet e.V.) in Bremen vier Monate lang eine Art „Vorbereitungsunterricht“. Darüber hinaus bekommen sie Förderung in Deutsch und Mathematik.

Mehr zum Programm und drei Teilnehmern erzählt Ihnen die Projektverantwortliche Maria Lüttringhaus im AUDIO-Interview:

Maria Lüttringhaus, Projektleiterin NORDCHANCE

Die letzte Chance


Der theoretische Unterricht ist eine Sache. Vor allem aber kreisen die Gedanken der Teilnehmer zurzeit um die Bewerbung für ihre Einstiegsqualifizierung, die dann in eine Ausbildung münden soll. „Das Programm NORDCHANCE ist für viele von uns die einzige Chance einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Der Name passt gut“, erklärt Burak.

Schon 2013 hat der gebürtige Bremer die Schule mit der Erweiterten Berufsbildungsreife (entspricht einem erweiterten Hauptschulabschluss) verlassen. Seitdem hat er bei einem Fastfood-Restaurant und einer Autovermietung gejobbt, aber bisher noch keinen Ausbildungsabschluss. Jetzt ist er 21 Jahre alt und  ist dabei, sein Leben zu ordnen. „Man wird ja älter“, sagt er. „Irgendwann wacht man auf und merkt, dass man sein Leben nicht vertrödeln kann. Dass es ohne eine Ausbildung in Deutschland nicht geht.“

 

Mercedes-Benz: Buraks Traum vom Stern


Seit Tagen fragt sich NORDCHANCE-Teilnehmer Burak vor allem eines: Wird es ihm gelingen, einen der begehrten Praktikumsplätze bei Mercedes zu ergattern? Er kennt das Unternehmen bereits, denn zweimal die Woche erhalten hier alle NORDCHANCE-Teilnehmer im Rahmen des Orientierungsprogramms eine Einführung in die Metallkunde. Sie lernen Pläne lesen, feilen, bohren, fräsen.

„Talent trifft Stern!“ So wirbt ein Plakat in der Werkstatt für die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker im Werk von Mercedes-Benz. Burak ist fasziniert von Autos, von deutschen Autos, von dem Mercedes-Stern. Er hat einen Freund, der im Bremer Werk an der Produktion der C-Klasse arbeitet. Er weiß, dass das Unternehmen gut bezahlt und eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Eine Ausbildung hier wäre für ihn ein Traum.

Alle Nordchance-Teilnehmer lernen die Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz kennen. Burak (vierter von links) träumt von einer Ausbildung im Unternehmen.

Scheitert der Traum an einem Zeugnis voller Fehlzeiten?


Wenn nur die Fehlzeiten in seinem alten Schulzeugnis nicht wären. „Ich war naiv damals und hab nicht verstanden, dass die Fehlzeiten Konsequenzen haben“ erzählt er. Bei Mercedes-Benz will man den „NORDCHANCLER“ eine Chance geben. Die Ausbilder wollen Burak im Gespräch besser kennenlernen.

Heute steht für ihn noch eine Führung beim europäischen Flugzeugbauer Airbus auf dem Programm. Alle NORDCHANCE-Teilnehmer nehmen an der Betriebsbesichtigung teil. Im Anschluss gibt es ein Treffen mit Airbus-Ausbildungsleiter Frank Tunkowski. „Was finden Sie schlimmer: schlechte Noten oder Fehlzeiten?“, möchte Burak wissen. Die anderen NORDCHANCE-Teilnehmer lachen, sie alle kennen das Problem. „Also unentschuldigte Fehlzeiten gehen natürlich gar nicht“, antwortet der Ausbildungsleiter sachlich. „Und selbstverständlich wünschen wir uns, dass unsere Auszubildenden auch in der Schule so gut wie möglich abschneiden.“ Was soll ein Ausbildungsleiter anderes sagen? – Burak kann seine Vergangenheit nicht abschütteln. Morgen wird sich zeigen, ob Burak die Personalverantwortlichen im Werk von Mercedes-Benz von seiner Veränderungsbereitschaft und seinen neu gewonnenen Einsichten überzeugen kann. 

Grundkurs der Metalltechnik


„Dieser NORDCHANCE-Jahrgang ist schon eine Herausforderung. Wenn Grundrechenarten fehlen oder die Teilnehmer Arbeiten nicht wirklich gewohnt sind, sind wir manchmal schon skeptisch. Aber unser Anspruch ist sie für die Berufswelt fit zu machen“, sagen Udo Vomfey und Jürgen Maßon. Seit fünf Jahren stellt die Lehrwerkstatt von Mercedes Arbeitsplätze für die praktische Qualifizierung der NORDCHANCE-Teilnehmer zur Verfügung. Seit dieser Zeit übernehmen Vomfey und Maßon die Betreuung der Jugendlichen. Sie selbst haben beide mit 14 Jahren ihre Lehre begonnen. Sie waren Ausbilder bei Mercedes Benz und GESTRA und haben oft erlebt, wie Schülerinnen und Schüler mit schlechten Noten erstaunliche Karrieren gemacht haben. Vor den Fenstern des Meister-Büros, in der Ausbildungswerkstatt stehen sie: Burak und die anderen NORDCHANCE-Teilnehmer. Sie haben ihre Blaumänner an und arbeiten fleißig an einem metallenen Miniatur-Rennauto. „Mit diesem Projekt bringen wir ihnen die Grundlagen der Metalltechnik bei, noch bevor sie ihr eigentliches Praktikum in den Unternehmen beginnen“, erklären Vomfey und Maßon.

Das Vorstellungsgespräch


Ganz ruhig steht Burak jetzt an seiner Werkbank. Er greift zur Feile. Er arbeitet an dem metallenen Auto. Er hat sich den Fragen zu seiner Vergangenheit gestellt und das Vorstellungsgespräch hinter sich gebracht. Und er hat eine Zusage erhalten. Aber er will sich nicht zu laut freuen. Heute ist er der einzige der NORDCHANCE-Teilnehmer, der überzeugt hat. „Für ein Bewerbungsgespräch muss man sich vorbereiten und das hat Burak wirklich gut gemacht. Diese Leistung wollen wir auch anerkennen,“ erläutert die Meisterin gerade. Als ihm die anderen aus der Gruppe gratulieren, lacht Burak vor Freude. „Ich hab fast geweint als mein Name für die Vergabe der Praktikumsplätze verkündet wurde“, gesteht er. Rund 150 Auszubildende stellt das Bremer Werk jedes Jahr ein. Wenn Burak die Einstiegsqualifizierung gut meistert, wird er künftig möglicherweise einer von ihnen sein.

In der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz macht Burak die ersten Erfahrungen mit den Grundlagen der Metalltechnik.

Die NORDCHANCE-Teilnehmer helfen sich beim Verständnis der Zeichnungen.

Erfahrene Ausbilder leiten die NORDCHANCE-Teilnehmer in der Vorbereitungsphase an.

Ein Vorbild


Szenenwechsel - es ist „Zukunftstag“ im Mercedes-Werk. 15-jährige informieren sich in der Ausbildungswerkstatt über die Ausbildungsberufe, die Mercedes zu bieten hat. Burak  steht neben dem großen Fernseher – sieht die Bilder des Azubi-Camps neben sich ablaufen. „Wir haben aus Regentonnen Flöße gebaut, allerdings sind wir alle damit baden gegangen, weil das Wetter so stürmisch war“, erzählt Melina und lacht. Sie ist eine der beiden Sprecherinnen des ersten Ausbildungsjahrgangs. Sie schaut von den Schülern zu Burak hinüber. „Burak wird euch jetzt die nächste Station erklären, bei dir ihr euch auch mal praktisch ausprobieren könnt“, sagt sie.

Vor einigen Wochen hätte Burak sich nicht träumen lassen, dass er mal  als Vorbild für einen Ausbildungsberuf wirbt. „War gleichzeitig“, ruft er beim Geschwindigkeitsspiel und reißt die Arme in die Höhe. In dem Spiel geht es darum, verschieden große Holzklötze schnell und präzise in eine hölzerne Passform einzufügen. „Schnelligkeit und Präzision sind wichtig, beispielsweise bei der Montage am Fließband“, erklärt Burak  den Schülerinnen und Schülern. Dank der Einstiegsqualifizierung ist er sich nun absolut sicher, die Ausbildung bei Mercedes-Benz und die Arbeit in der Produktion wären für ihn genau das Richtige.

In Ausbildung


„Obwohl Burak seine Ausbildungszusage noch nicht in der Tasche hat, gehört er schon voll dazu", meinen die beiden Auszubildenden Melina Sophie Zygrodnik und Samara Yaiza Schiermeyer. Das ist auch das besondere an unserem Konzern. Viele Auszubildende haben keinen hundertprozentig gerade Weg hinter sich und sind trotzdem Teil des Teams geworden. Und bei Burak ist dasauch so."

Im September 2018 hat Burak seine Ausbildung aufgenommen. Ganz selbstverständlich hat er seinen Platz in der Ausbildungsgruppe eingenommen. „Und das ist es, was wir von den NORDCHANCE-Kandidaten sehen möchten: Dass sie den Anforderungen einer normalen Ausbildung gewachsen sind, sich voll einbringen und mit ihrer Leistung überzeugen“, erzählt Ausbilder Paul Dick zufrieden.

Auf dem Weg zu Technomar

Der Traum von einer Ausbildung in Deutschland

 „Wann beginnst Du bei uns deine Einstiegsqualifizierung?“ – „Im Februar“ – „Wir freuen uns alle schon auf Dich.“ Der Experte für Kalkulation und Auftragsabwicklung der Technomar GmbH, Thomas Volbers, klopft Amanullah J. anerkennend auf die Schultern. Die Einstiegsqualifizierung - ein halbjähriges Betriebspraktikum zur Ausbildungsvorbereitung – ist für Amanullah J. ein Meilenstein auf einer langen Reise: Aufgewachsen ist er in Qaisar / Afghanistan. Vier Jahre lang durfte er dort die Grundschule besuchen, danach wurde er von seinen Eltern zur Arbeit in der Traubenernte und auf Baustellen geschickt. Über seine letzten Monate in Afghanistan und die Gründe für seine Flucht möchte Amanullah J. öffentlich nicht sprechen. Nur so viel ist klar: Ende 2015 reiste er mit gerade einmal 16 Jahren als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Deutschland ein. Ohne Sprachkenntnisse. Aber mit dem festen Vorhaben, sich in Bremen eine Zukunft aufzubauen. Der 19jährige wird in Deutschland zurzeit geduldet – das Asylverfahren läuft noch. 

„Amanullah wurde von einer privaten Flüchtlingshelferin zu uns in ein Schnupperpraktikum vermittelt. Wir haben sofort gemerkt, dass er anpacken kann.“ meint Volbers. „Darüber hinaus ist er einfach freundlich. Wenn er in die Werkstatt kommt, fragt er, wie es uns geht. Das finde ich unglaublich aufmerksam für einen jungen Mann, der erstmal selbst schauen muss, wie er in der Fremde klar kommt.“

Gute Auszubildende sind schwer zu finden


Thomas Volbers hat jahrelang selbst als Ausbilder gearbeitet. Er erinnert sich an Zeiten, als auf einen Ausbildungsplatz in seinem Betrieb dreißig Bewerber kamen. „Aber das ist schon lange her“, sagt Volbers.

Thomas Volbers über die Bewerbersituation in seiner Branche:

Wie in so vielen kleinen und mittleren Unternehmen, gibt es auch in der Produktion von Technomar heute Nachwuchssorgen. Dabei sind sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier einig, dass ihr Arbeitsplatz attraktiv ist. „Technomar produziert komplexe Anlagen und Vorrichtungen für die Raumfahrt, Schifffahrt, Umwelt- und Fördertechnik“, erklärt Volbers. „Routine gibt es bei uns nicht. Jeder Auftrag bringt neue Herausforderungen mit sich.“

Etwa zwanzig Mitarbeiter arbeiten in den drei Werkshallen. Das Unternehmen würde gerne jedes Jahr einen Auszubildenden oder eine Auszubildende einstellen. Aber auch der eine Platz ist schwer zu besetzen. „Unternehmen wie wir müssen sich Projekten wie NORDCHANCE öffnen“, meint Volbers. „Es gibt einfach immer weniger Jugendliche, die auf direktem Weg eine Ausbildung bei uns machen möchten – da muss man es halt mit Kandidatinnen oder Kandidaten probieren, die ungewöhnliche Lebensläufe oder Defizite in bestimmten Bereichen haben. So wie Amanullah.“

Erhalten Sie hier einen Eindruck, von den ersten Wochen, die Amanullah bei Technomar gearbeitet hat:

Thomas Schroth nimmt sich Zeit, um Amanullah die Pläne für anstehende Projekte zu erklären.

Sprachlich muss Amanullah noch viel lernen. Es ist wichtig für ihn, bei Verständnisschwierigkeiten zeitnah Rückfragen stellen zu können.

NORDCHANCE-Projektleiterin Maria Lüttringhaus steht in engem Austausch mit dem Unternehmen. Sie hat zuvor schon andere NORDCHANCE-Teilnehmer ins Unternehmen vermittelt.

Unterstützung durch NORDCHANCE


Bei Technomar ist man froh, dass Amanullah J. auf seinem Weg in ein mögliches Ausbildungsverhältnis von NORDCHANCE unterstützt wird. NORDCHANCE ist ein Gemeinschaftsprojekt des Arbeitgeberverbandes Nordmetall sowie der regionalen Arbeitsagenturen und Jobcenter in insgesamt vier Bundesländern. Das Projekt ermöglicht den Teilnehmern eine mehrmonatige Orientierungsphase bei einem Bildungsträger, bevor es in ein begleitetes betriebliches Praktikum geht. Die Kandidaten erhalten dort praxisbezogenen Unterricht in Deutsch und Mathematik, Kommunikations- und Bewerbungstraining. In Bremen besuchen sie in der Lehrwerkstatt von Mercedes einen praktischen Einführungskurs zur Metallverarbeitung. Wenn Probleme auftauchen, steht den Unternehmen stets ein Ansprechpartner zur Verfügung.  

„Ganz alleine hätten wir uns die Zusammenarbeit mit Amanullah wahrscheinlich nicht zugetraut, aber durch die zusätzlichen Förderangebote sind wir zuversichtlich, dass wir das hinbekommen“, meint Ausbildungsleiter Jörg Schroth. Er hat schon mehrere NORDCHANCE-Teilnehmer durch die Ausbildung geführt. Er weiß um die Schwierigkeiten, die manche Kandidatinnen und Kandidaten mitbringen. Aber er vertraut auch auf sein Gefühl. „Ich kann ziemlich schnell erkennen, ob ein Jugendlicher das Zeug dazu hat, bei uns zu arbeiten oder nicht“, sagt er. „Ich weiß, dass Deutsch und Mathe für Amanullah ein Problem sind. Aber er hat einen guten Charakter und eine gute Arbeitsmoral und alles andere kriegen wir zusammen hin.“

Kandidaten mit großen Herausforderungen


Nicht alle beurteilen den Karriereweg von Amanullah so positiv. Die Lehrkräfte der vorbereitenden Orientierungsphase haben schnell gemerkt, dass der geflüchtete Jugendliche den fachlichen Unterrichtsgesprächen nicht folgen kann. Auch die Projektleiterin des NORDCHANCE-Programms, Maria Lüttringhaus, weiß, dass der Weg von Amanullah J. in eine Ausbildung lang ist. Schon während der Einstiegsqualifizierung wird er ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) erhalten – also Nachhilfeunterricht für die Berufsschule. Zusätzlich soll er weiterhin einmal die Woche einen Sprachkurs besuchen. „Ich weiß von vielen Unternehmen, dass es in den letzten Jahren bei der Ausbildung von Flüchtlingen zu Konflikten gekommen ist, weil die jungen Leute mit der fremden Sprache, der fremden Kultur und der fremden Arbeitswelt einfach überfordert waren. Wir versuchen Amanullah J. jetzt sehr behutsam in die Ausbildung zu führen. Ob das klappen wird, muss sich erst zeigen.“

Was ihm hilft sind seine sozialen Kompetenzen. Mit einem Auszubildenden bei Technomar hat er rasch Freundschaft geschlossen. Auch er ist über das NORDCHANCE-Programm ins Unternehmen gekommen.

Das passende Unternehmen


Drei Monate später steht in der Produktionshalle von Technomar eine metallene Arbeitsbühne. „Die wird für das Airbus-Werk gefertigt“, erklärt ein Produktionsmitarbeiter Amanullah. „Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort vernünftig an der Trägerrakete Ariane 6 arbeiten können.“

Amanullah hat eine Vorstellung davon, wie es in dem Airbus-Werk, für das die Arbeitsplattform bestimmt ist, aussieht. Erst vor wenigen Wochen hat er gemeinsam mit dem Projekt NORDCHANCE eine Führung dort gemacht. Auch Airbus vergibt Praktika-Plätze an NORDCHANCE-Teilnehmer mit der Chance auf eine Ausbildung. „Unsere Auszubildenden können für eine Zeit auch im französischen Werk arbeiten“, warb Airbus-Ausbildungsleiter Frank Tunkowski für das Angebot der internationalen Unternehmens-Gruppe. „So ein Auslandsaufenthalt fördert auch die persönliche Reife.“

Amanullah ist bereits im Ausland. Er lernt bereits eine fremde Sprache und macht bereits die Erfahrung, wie es ist, ohne Eltern und Freunde in einer fremden Stadt zu leben.

„Unsere NORDCHANCE-Teilnehmer wissen natürlich, was ihnen große Unternehmen wie Airbus oder Mercedes an Gehalt und Prestige bieten“, sagt Projektleiterin Maria Lüttringhaus. „Aber nicht jeder Kandidat passt zu jedem Unternehmen. Amanullah passt am besten zu einem kleinen und familiären Betrieb wie Technomar. Hier liegt die Chance für ihn, individuell betreut zu werden.“

Nicht nur die Vorgesetzten haben ein Auge auf Amanullah. Auch die anderen Auszubildenden kümmern sich um ihn – das verwundert nicht: Auch sie sind bereits über das NORDCHANCE-Programm ins Unternehmen gekommen und wissen somit aus erster Hand, wie wertvoll intensive Unterstützung ist.

Thomas Volbers über die Entwicklung von Amanullah im Unternehmen:

Engagement und Qualifizierung zahlen sich aus


Nach fünf Monaten Einstiegsqualifizierung fühlt sich Amanullah J. richtig wohl im Betrieb. Er merkt im Langzeitpraktikum, dass die Kolleginnen und Kollegen ihn mögen – und dass er die praktischen Anforderungen meistern kann. „Er hat bedeutend dazugelernt, gerade sprachlich“, erzählt Thomas Volbers zufrieden. „Von der Auffassungsgabe und von der Arbeit, die er hier leistet, ist das schon alles oben angesiedelt.“

Einen Großteil der Maschinen bedient Amanullah bereits selbständig – das liegt auch daran, dass sich die Gesellen selbst im laufenden Projektgeschäft Zeit für Amanullah nehmen. Sie lernen ihn geduldig an. Sie beantworten ihm gerne seine Fragen. Sie merken Tag für Tag mehr, dass sich ihr Engagement auszahlt. Und dass er ihnen etwas zurückgibt. „Mittlerweile ist es so, dass unsere Gesellen Amanullah ganz gezielt anfordern, wenn sie Unterstützung brauchen“, erzählt Volbers. „Das liegt daran, dass er wirklich mit anpackt. Wir alle wissen, dass wir Zeit investieren müssen, um ihn durch die Ausbildung zu bringen. Aber die Bereitschaft dazu ist da.“

Bei Technomar ist Amanullah nicht einer von vielen. Er ist der einzige Auszubildende zur Fachkraft für Metalltechnik im Ausbildungsjahr 2018. Zehn von 15 Jugendlichen ist im Rahmen des NORDCHANCE-Projekts in Bremen bereits der Übergang von der Einstiegsqualifizierung in eine Ausbildung gelungen. Auch der Junge aus Afghanistan hat am 1. August seine duale Berufsausbildung in Deutschland begonnen.

Amanullahs Praktikumszeit in Bildern:

Amanullah ist bereits der dritte Auszubildende, der über NORDCHANCE ins Unternehmen gekommen ist.

In der praktischen Arbeit machte er rasch Fortschritte. Mittlerweile arbeitet er an fast allen Maschinen.

Viele Gesellen fragen extra nach Amanullah, wenn es um die Einteilung neuer Arbeitsteams geht.

 

Tipps für Unternehmen


Sie sind Unternehmer? Sie suchen Informationen, wie Sie einem Geflüchteten eine Einstiegsqualifizierung als Vorbereitung auf Ausbildung anbieten können. Hier finden Sie Informationen:

1. Handlungsempfehlungen zu Praktika und Ausbildung für Flüchtlinge

2. Unterstützungsmöglichkeiten und Förderangebote bei der Integration von Flüchtlingen

3. Video Praxisbeispiel Einstiegsqualifizierung

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Hohe Ansprüche bei Airbus

Sedat, Dzhaner und ein Qualitätsversprechen

 

Werksführung bei Airbus

„Wir betreten jetzt das 44,2 Hektar große Werksgelände. Ich bitte euch während der Führung nichts anzufassen, auf den vorgegebenen Wegen zu bleiben und nicht mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sprechen – die sollen nach Möglichkeit in Ruhe arbeiten können.“

Der Werksführer winkt den NORDCHANCE-Teilnehmern ihm auf das Außengelände zu folgen. Es ist Januar. Der Wind pfeift. „Bei Mercedes muss man auf dem Werksgelände keinen Schritt gehen. Da fahren immer Shuttlebusse“, meinen die ersten. „Die Arbeitskleidung bei Mercedes ist schicker“, fällt anderen auf.

Bildergalerie: Impressionen von der Werksführung

Die NORDCHANCE-Teilnehmer reisen gemeinsam aus der Bremer Innenstadt an.

Airbus gilt als Großunternehmer in Bremen als hervorragender Ausbilder - das wissen auch die Teilnehmer.

Im Werk gelten strenge Sicherheitskontrollen.

Airbus bietet seit mehrere Jahren NORDCHANCE-Teilnehmern die Möglichkeit zu einer Einstiegsqualifizierung.

Die Auswahlkriterien, um eine Einstiegsqualifizierung machen zu dürfen, sind bei Airbus besonders streng.

Dzhaner und Sedat haben sich im Vorstellungsgespräch gut präsentiert und dürfen eine Einstiegsqualifizierung machen.

Sedat (19) und Dzhaner (25) halten sich mit den Kommentaren zurück. Sie dürfen in wenigen Wochen im Bremer Airbus-Werk ihre Einstiegsqualifizierung als Fluggerätemechaniker und als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik beginnen. „Allein die Fluggesellschaft Emirates hat 143 Flugzeuge bei uns bestellt, mit einem Listenpreis von je 443 Millionen US-Dollar“, erklärt der Führer. In den nächsten Jahren seien die Auftragsbücher voll. Das Werk sei ein sicherer Arbeitgeber.

Bewerbungsgespräche mit Hindernissen


Sedat schreibt bei der Führung mit. Lange hat er nicht daran geglaubt, dass der Flugzeugbauer ausgerechnet ihn auswählt. Das Werk hat es den Teilnehmern im Vorstellungsgespräch nicht lecht gemacht. 

Dzhaner und Sedat über das Bewerbungsgespräch:

„Die Frau bei dem Vorstellungsgespräch war auf jeden Fall am strengsten“, erzählen Sedat und Dzhaner. Aber irgendwas muss die HR-Managerin dann doch von den NORDCHANCE-Teilnehmern überzeugt haben. Vielleicht waren es ihre Ergebnisse bei den Testaufgaben zum logischen Denken. Vielleicht war es die Art und Weise, wie sie die Aufgabe zur eigenen Vorstellung gelöst haben – eine Art Persönlichkeitsbeschreibung anhand eines mitgebrachten Gegenstandes. „Ich habe eine Batterie mitgebracht, um zu zeigen, dass ich voller Spannung und Energie bin. Diese Energie aber auch zurückhalten und beherrschen kann“, sagt Sedat. „Ich habe Muscheln mitgebracht. Muscheln werden vom Meer getrieben. Sie sind irgendwie wurzellos. Aber irgendwann werden sie an den Strand gespült und dort bleiben sie.“ Dzhaner ist als Sohn türkischer Eltern in Bulgarien aufgewachsen. Erst seit vier Jahren lebt er in Bremen.

Tipps von Ehemaligen


Es dauert, bis die NORDCHANCE-Teilnehmer ihre Plätze im Konferenzraum finden. Rucksäcke und Jacken werden umständlich auf die Tische gelegt. Es gab keine Möglichkeit, nach der Betriebsbesichtigung zu essen oder zu rauchen. Ein Teilnehmer lenkt sich ab, indem er eine Gebetskette zwischen seine Finger hindurchgleiten lässt.

Rassem und Elvis stehen vorne im Raum und beobachten. Vor drei Jahren haben sie zu der Gruppe der NORDCHANCE-Teilnehmer gehört. Auch sie hatten nach der Schule keinen Ausbildungsplatz gefunden, waren verunsichert und schüchtern. Heute stört es sie nicht, vor einer Gruppe zu reden. Während der Ausbildung haben sie gelernt sich auszudrücken. Ihre Arbeit zu präsentieren. Ihren Fähigkeiten zu trauen. Sie stehen da mit breiter Brust, während die Besucher sich schlaff in ihre Sitze zurückfallen lassen.

Elvis über seine Entwicklung während der Ausbildung

„Wir wissen genau, wie ihr euch fühlt und wie schwierig es ist, den Weg in eine Ausbildung zu finden“, sagt Rassem T. „Ich bin der Meinung: Das ganze klappt nur, wenn ihr aus eigenem Antrieb wirklich den Willen dazu aufbringt“, fügt Elvis S. hinzu. „Ihr müsst es wollen und dann müsst ihr euch selbst treu bleiben. Ihr könnt euch nicht ewig verstellen und euren Ausbildern etwas vormachen.“

Wer Rassem T. und Elvis S. zuhört, bekommt eine Ahnung davon, wie schwer es für Jugendliche sein kann, sich den klaren Regeln der Berufswelt und einer Ausbildung zu unterwerfen. „Wer erfolgreich sein will, muss lernen sich im Unternehmen anzupassen“, sagen sie.

Sedat S. und Dzhaner A. verlassen das Airbus-Gelände nachdenklich. Airbus setzt auch für die Auszubildenden hohe Qualitätsstandards. – Bestanden gelten Prüfungsleistungen nur, wenn mindestens 75 Prozentpunkte der Prüfungsaufgaben erreicht wurden. „In einem Flugzeug, das nur zu fünfzig Prozent richtig gefertigt ist, möchte keiner von uns sitzen“, erklärt Ausbildungsleiter Frank Tunkowski. „Ich kann das verstehen“, sagt Sedat S. „Aber die Auszubildenden haben ja erzählt, dass gerade Mathe in der Berufsschule richtig schwierig wird – ich hoffe, ich packe das.“

Feste Ziele setzen


Frank Tunkowski hat schon einige NORDCHANCE-Teilnehmer betreut. Airbus ist keines der Unternehmen, die über mangelndes Bewerberinteresse klagen müssen. Trotzdem engagiert sich das Unternehmen bei NORDCHANCE. „Wir sehen es vor allem als unsere soziale Aufgabe an und wir versuchen durchaus z. B. auch auf Schwierigkeiten im sozialen Umgang oder im privaten Umfeld Rücksicht zu nehmen. Aber bei der Leistung können wir keine Abstriche machen."

Frank Tunkowski hat sich mit Sedat und Dzhaner zu Beginn ihrer Einstiegsqualifizierung zusammengesetzt.

„Was ist euer Ziel?", wollte er wissen. „Ein Ausbildungsplatz".

„Was könnten die Schwierigkeiten sein?" - „Das mathematische Verständnis"

„Und was könntet ihr tun, um diese Schwierigkeit zu lösen." - „Mathematik üben."

Frank Tunkowski hat angeboten, ihre Matheaufgaben zu kontrollieren. „Sie kommen selten zu mir und zeigen mir etwas“, gibt Tunkowski nachdenklich zu. Man spürt, dass er skeptisch ist, ob Sedat und Dzhaner dem Qualitätsanspruch von Airbus wirklich genügen werden. Er ist skeptisch, ob es zu einem Ausbildungsvertrag reicht.

Nicht jeder kann es schaffen


„Ich finde, dass man als Unternehmen auch so ehrlich sein muss, Kandidatinnen und Kandidaten abzulehnen, wenn es eben nicht klappt“, meint Tunkowski. Die Übergangsquote von einer Einstiegsqualifizierung in eine Ausbildung lag bei den NORDCHANCE-Teilnehmern in der Vergangenheit bei 40 Prozent. Als Ausbildungsleiter weiß er, was auf ihn zukommt, wenn er die Ausbildungsverträge aushändigt. „Die Defizite dieser Jugendlichen verschwinden ja nicht einfach, weil man einen Vertrag unterzeichnet hat“, sagt er. „Es ist schon so, dass diese Auszubildenden in der Regel mehr Unterstützung brauchen und das es auch häufiger zu Konflikten kommt.“

Frank Tunkowski über die Entwicklung der NORDCHANCE-Teilnehmer:

Aber Tunkowski entscheidet nicht allein. In einem Unternehmen wie Airbus werden viele Menschen befragt, bevor es eine Entscheidung gibt. Viele Puzzlesteine ergeben ein Bild. Höflich seien die beiden. Zuverlässig. Pünktlich. In der praktischen Arbeit motiviert. – Vielleicht brauchen sie etwas Zeit, um ihre fachlichen Defizite aufzuholen? Aber werden sie die hohen Qualitätsstandards von Airbus meistern können?

Am Ende entscheidet sich das Unternehmen dafür, das Risiko einzugehen und beiden einen Ausbildungsvertrag anzubieten. Das Ausbildungsteam bei Airbus weiß, dass es Zeit und Energie bedeutet, die sprachlichen und mathematischen Defizite der beiden in den Griff zu bekommen. Aber ist das auch für kleine Unternehmen leistbar? – „Am Ende muss jedes Unternehmen selbst entscheiden, wie viel Betreuungsaufwand es investieren kann“, meint der Ausbilder.

Sedat und Dzhaner sind seit dem 1. September stolz darauf, zum Airbus-Team zu gehören.

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