Praxisbeispiel: Softwareentwickler wirbt Studierende an

Mit Studierenden sichert sich die auf Forderungsmanagement-Software und IT-Beratung spezialisierte SUBITO AG ihren Bedarf an Nachwuchskräften. In Praxisphasen lernen die Studierenden das Unternehmen kennen und können ihre theoretischen Fachkenntnisse gezielt in den Projekten einsetzen. Davon profitiert das Unternehmen ebenso wie die Studierenden.

Branche: Softwareentwickler | Standort: Mörfelden-Walldorf (Hessen) | Beschäftigte: 140

Stand: 2013

Die SUBITO AG setzt auf Hochschulkooperationen und Nachwuchsförderung

Das IT-Unternehmen SUBITO AG mit Sitz in der Nähe von Frankfurt am Main hat sich bis 2009 auf die Rekrutierung von berufserfahrenden IT-Fachkräften konzentriert. Als die Bewerbungseingänge immer stärker abnahmen, rückten Studierende als Nachwuchskräfte für das Unternehmen stärker in den Fokus. Seit 2011 hat die SUBITO AG die Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen Würzburg, Darmstadt und Fulda intensiviert: Inzwischen arbeiten sieben Studierende in der Entwicklungsabteilung, vier Bachelor-Arbeiten wurden erfolgreich begleitet und zwei ehemalige Studierende sind in eine Festanstellung übernommen worden.

Mit der Hochschule Darmstadt hat SUBITO einen Kooperationsvertrag für den am Fachbereich Informatik neu eingerichteten „Kooperativen Studiengang Informatik“ - KoSI – geschlossen. Es handelt sich dabei um eine duale Studienform. Das Besondere am KoSI-Studium ist seine enge Vernetzung mit der Praxis: Die angehenden Informatikerinnen und Informatiker sind während ihres Studiums im Rahmen eines Ausbildungsvertrages bei  SUBITO beschäftigt. Während des Studiums absolvieren sie zwei Praxisphasen im Unternehmen. Die GFTN – eine Gesellschaft zur Förderung des technischen Nachwuchses e.V. in Darmstadt organisiert den Prozess, schließt mit SUBITO einen Kooperationsvertrag und  betreut die Studierenden in den Betrieben. Diese beiden Vereinbarungen garantieren den zulassungsberechtigten KoSI-Studierenden einen Studienplatz.

Martin Nußpickel, Vorstand:

Wir sind uns des Fachkräftemangels bewusst und wollen rechtzeitig handeln. Daher investieren wir viel Zeit und Energie in die Ausbildung unseres Nachwuchses. Hochschulkooperationen sind ein wichtiger Schritt, um gut ausgebildeten Fachkräfte- und Führungsnachwuchs zu gewinnen

Studierende fordern und fördern

Damit die Zusammenarbeit zwischen der Fachabteilung und den Nachwuchskräften gut funktioniert, nimmt sich das Unternehmen ausreichend Zeit, um die Studierenden in die Projekte einzuarbeiten: So halten die Software-Architekten in ihrer Rolle als Mentoren regelmäßig interne Seminare ab, in denen jede bzw. jeder Studierende den aktuellen Bearbeitungsstand der eigenen Aufgabe vorstellt. Die enge Zusammenarbeit mit den berufserfahrenen Software-Architekten bringt die Studierenden fachlich voran und bereitet sie auf das spätere Arbeitsleben vor.
Die Studierenden können in dem mittelständisch geprägten Unternehmen mit insgesamt 140 Beschäftigten ihre fachlichen Interessen stärker verfolgen und sich individueller entwickeln, als dies vielleicht in großen Konzernen möglich wäre. Da die Studierenden keinen festen Teams zugeordnet sind, bestehen größere Freiräume, frei zu forschen. Je nach Interesse können die Studierenden Themengebiete gemeinsam mit der Mentorin oder dem Mentor definieren und anpassen.

Um die Studierenden frühzeitig für sich zu gewinnen, ist die Hochschularbeit bei der SUBITO AG inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil der Firmenkultur geworden. Daher ist geplant, die Hochschulkooperationen weiter auszubauen. Während der Schwerpunkt aktuell noch auf Fachhochschulen liegt, will das Unternehmen in Zukunft auch verstärkt mit den Universitäten in Frankfurt oder Darmstadt kooperieren. Um den Kontakt zu den Studierenden herzustellen, wendet sich SUBITO an die universitären Career-Services oder Campus-Büros. Der Notendurchschnitt spielt bei der Auswahl der Studierenden eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind für das Unternehmen Faktoren wie Motivation und Teamgeist.

Unternehmen und Nachwuchskräfte profitieren

Die Zusammenarbeit mit den Hochschulen ist eine Bereicherung für alle Beteiligten. Nachwuchskräfte mit kreativen Ideen und Kenntnissen neuester Technologien treffen auf Beschäftigte mit Praxiserfahrung und breitem Fachwissen. Wenn sich die Studierenden in konkreten Projekten engagieren und deren Entwicklung langfristig begleiten können, fördert das zusätzlich die Motivation: Die praktische Arbeit neben dem Studium ist auch ein Sprungbrett für die Karriere, denn Ziel ist es, die Studierenden nach Ihrem Abschluss als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen.

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