Praxisbeispiel: Auszubildende als Unternehmensbotschafter

Bildungspartnerschaften für die Nachwuchssicherung bei der Kopfmann Elektronik GmbH

Auszubildende der Kopfmann Elektrotechnik GmbH werden regelmäßig zu Natur- und Techniklehrern an Werkrealschulen. Die Schülerinnen und Schüler lernen so von ihren Erfahrungen bei der Berufswahl und dem Einstieg in die Praxis. Viele können sich danach vorstellen, auch bei Kopfmann eine Ausbildung zu machen.

Branche: Elektrohandwerk | Standort: Teningen (Baden-Württemberg) | Beschäftigte: 45

Stand: 2015

Auszubildende und Schüler experimentieren gemeinsam

Die Kopfmann Elektrotechnik GmbH und die Werkrealschulen in Freiamt und Köndringen haben ein gemeinsames Ziel: Beide möchten jungen Menschen den Weg in die Berufswelt erleichtern. Welcher Beruf passt zu mir, und wie könnte mein Berufsalltag aussehen? Solche Fragen können Auszubildende den Schülerinnen und Schülern am besten beantworten, denn ihre eigene Berufswahl ist noch nicht lange her und sie sprechen dieselbe Sprache.

Und so funktioniert die Bildungspartnerschaft von Betrieb und Schule: Die Auszubildenden unterrichten einmal im Jahr das Fach „Natur und Technik“ in der achten Klasse. Dazu entwickeln sie in Abstimmung mit dem Lehrpersonal eigene Unterrichtsinhalte. Mit selbstgestalteten Arbeitsblättern und Experimenten zeigen sie, wie ihr Alltag bei der Kopfmann Elektrotechnik GmbH aussieht. Die Achtklässler lernen zum Beispiel, wie man ein Verlängerungskabel oder eine Wechselblinkerschaltung baut. Neben dem Unterricht bietet das Unternehmen den Schulen Betriebsbesichtigungen, Workshops und Praktika an.

Carmen Kopfmann, Assistenz der Geschäftsleitung

Die wertvollsten Fachkräfte sind die, die man selbst ausgebildet hat

Aktive Nachwuchssicherung

Mit seinem Engagement für den Berufseinstieg junger Menschen hat sich das Unternehmen in Teningen und der Region einen Namen gemacht: Die Kopfmann Elektrotechnik GmbH ist vielen Jugendlichen im Zusammenhang mit den Themen Berufswahl und Ausbildung inzwischen ein Begriff. Das 1993 von Geschäftsführer Reinhold Kopfmann gegründete Unternehmen möchte junge Menschen mit verschiedenen Maßnahmen zur Nachwuchssicherung in der Region halten. Das Unternehmen engagiert sich deshalb nicht nur als Bildungspartner an mehreren Schulen, sondern auch bei Berufsinformationsmessen, wie zum Beispiel der Job-Start-Börse in Emmendingen. Für das Engagement im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT im Bereich Berufsorientierung und ökonomische Bildung erhielt die Kopfmann Elektrotechnik GmbH im Jahr 2013 den SCHULEWIRTSCHAFT-Unternehmenspreis. Sie wurde in der Kategorie „kleine Unternehmen“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Vorteile für das Unternehmen

Die Schulprojekte und Messeteilnahmen sind mittlerweile ein wichtiger Teil des Ausbildungs- und Personalmarketings der Kopfmann Elektrotechnik GmbH. Mit seinem Engagement stärkt das Unternehmen seine Arbeitgebermarke in der Region. Das hilft bei der Suche nach qualifizierten Auszubildenden.

Den Schülerinnen und Schülern bietet das Unternehmen durch die Einblicke in die Arbeitswelt wichtige Hilfen zur beruflichen Orientierung. Das Unternehmen selbst lernt die schulischen Abläufe kennen und kann damit den Kenntnisstand zukünftiger Auszubildender besser einschätzen. Wo nötig, passt es die Ausbildungsinhalte in den ersten Wochen an.

Und die jetzigen Auszubildenden lernen durch ihren Einsatz an der Schule, jeden ihrer Arbeitsschritte genau zu hinterfragen. Indem sie den Jugendlichen erklären, wie eine Glühlampe oder ein Schaltkreis funktioniert, lernen sie, komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen, vor einer Gruppe zu präsentieren oder eine Diskussion zu moderieren – Fähigkeiten, von denen auch das Unternehmen profitiert.

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