Arbeitsschutz und Arbeitsrecht in Zeiten von Corona

Was Unternehmen zu Hygienekonzepten und dem Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeitenden jetzt wissen müssen

Angesichts der gesunkenen Neuinfektionen in Deutschland ist die sogenannte Bundesnotbremse Ende Juni 2021 ausgelaufen.

Grundsätzlich geht es jetzt nicht mehr um die Abwehr einer akuten, nicht einschätzbaren Gefahr, sondern darum, einen guten Umgang mit Risiken zu finden.

Viele Betriebe machen sich umsichtig auf den Weg zurück in den Normalbetrieb. Flexible Arbeitszeitregelungen bieten eine gute Grundlage Infektionsrisiken bei der Arbeit zu minimieren und so die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Auch müssen Angehörige von Risikogruppen weiterhin geschützt werden.

Was Sie konkret bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz beachten sollten, erfahren Sie in unserer Checkliste „Zurück an den Arbeitsplatz“:

Download Checkliste (PDF)

Arbeitsschutzstandards

Zum 01.Juli 2021 trat die neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Kraft. Es gilt unter anderem ein Testangebotspflicht im Betrieb, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, die Bildung von Kleingruppen sowie die Mindestfläche von 10 qm für jede im Raum befindliche Person.

Weitere Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Arbeitsschutzverordnung sowie den vollständigen Referentenentwurf finden Sie hier.

Hygienekonzepte und Arbeitsschutz

Um den Vor-Ort-Betrieb verantwortungsvoll wieder aufzunehmen, müssen Sie Vorkehrungen treffen. Mit den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards liegen konkrete Handlungsempfehlungen zur Einhaltung des Arbeitsschutzes für Unternehmen vor. Diese enthalten Konkretisierungen der Anforderungen nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Bei Einhaltung dieser Handlungsempfehlungen kann davon ausgegangen werden, dass alle Anforderungen an den Arbeitsschutz erfüllt sind. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte der Arbeitsschutzempfehlungen:

Umgang mit Corona-Verdachtsfällen

Was ist zu tun, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter sich mit dem Corona-Virus infiziert hat oder der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht? Das Faltblatt Verdachts-/Erkrankungsfall im Betrieb der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung nennt Ansprechpartnerinnen und -partner und gibt Hinweise, wie auch in dieser Situation Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen bestmöglich gewahrt werden können.

Arbeitsrecht und Corona

Was passiert, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter an COVID-19 erkrankt ist? Haben Beschäftigte einen Anspruch darauf, von zu Hause auszuarbeiten? Kann ich als Arbeitgeber Dienstreisen oder betriebliche Veranstaltungen anordnen?

Antworten geben die FAQ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit Informationen zu

  • Entgeltfortzahlung,
  • Kurzarbeitergeld,
  • Rechte und Pflichten bei der Arbeit,
  • Auswirkungen auf die Arbeit der Betriebsräte,
  • Arbeitnehmerüberlassungen.

Übergreifende Tipps zum betrieblichen Umgang mit Corona (COVID-19)

Die IHK München und Oberbayern gibt einen sehr guten Überblick über aktuelle Unterstützungsangebote, die Ihnen dabei helfen sollen, Ihr Unternehmen durch die Krise zu steuern und die tägliche Arbeit in der Pandemie zu organisieren.

Mit Hilfe einer detaillierten Checkliste gewinnen Sie einen Überblick über

  • Maßnahmen im Betrieb,
  • Sicherung der Liquidität,
  • Entschädigung bei Quarantäne,
  • Zuständigkeitsfinder.

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