Beschäftigung gestalten

  • Onboarding spielt eine zentrale Rolle: Entscheidend für den erfolgreichen Start im Unternehmen sind oft die ersten Wochen.
  • Behandeln Sie Ihre Mitarbeitenden mit Behinderung so, wie Sie alle Mitarbeitenden behandeln. Sehen Sie immer den Menschen mit seinen Kompetenzen im Vordergrund und nicht seine Behinderung.
  • Menschen mit Behinderung kommt im deutschen Arbeitsrecht ein besonderer Schutz zu. Sie als Arbeitgeber müssen bestimmte Rechte und Pflichten beachten.

Onboarding: „Ankommen“ am Arbeitsplatz

Eine erfolgreiche Mitarbeitersuche liegt hinter Ihnen, der Vertrag ist aufgesetzt und unterzeichnet. Als nächstes muss die neue Fachkraft auch tatsächlich am Arbeitsplatz ankommen. Zwischen Vertragsunterschrift und Arbeitsbeginn, aber auch in den ersten Tagen und Wochen nach Vertragsbeginn liegen viele kleine Stationen und Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Dabei sollten Personalverantwortliche, Führungskräfte und gegebenenfalls Patinnen und Paten eingebunden werden. Unsere Checkliste zum Onboarding begleitet Sie in dieser wichtigen Zeit zwischen der Zusage im Bewerbungsgespräch und dem ersten Mitarbeitergespräch.

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Wie holen Sie neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut an Bord?

Download Checkliste Onboarding

Unterstützungsangebote für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung

Unternehmen können bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung umfassende Unterstützungsangebote nutzen. Sich einen Überblick über alle möglichen Förder- und Unterstützungsinstrumente zu verschaffen, ist jedoch oft schwierig. Dabei gibt es viele Institutionen, die Unternehmen und Beschäftigte während der Beschäftigung begleiten und unterstützen. Weiterführende Informationen finden Sie hier:

Die REHADAT- Förderfinder-App hilft Ihnen zusätzlich, bundesweit und bundeslandspezifisch passgenaue Fördermöglichkeit zu finden.

Rechtliche Rahmenbedingungen

In unserem Text "Rechtliche Rahmenbedingungen" finden Sie außerdem die wichtigsten Fragen und Antworten auf Rechte und Pflichten, auf die Sie als Arbeitgeber zu achten haben. Diese dienen auch dem Schutz und dem Erhalt der Arbeitskraft Ihrer Fachkraft mit Behinderung.

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Rechtliche Rahmenbedingungen

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Über Unausgesprochenes ins Gespräch kommen

Es ist hilfreich und wichtig, einen guten Kommunikationsweg über das sensible Thema Behinderung der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters zu finden. Menschen mit Behinderung wünschen sich Akzeptanz und Gleichbehandlung von Kolleginnen und Kollegen. Dennoch kann es für Führungskräfte und Kollegen Unsicherheiten beim Umgang mit Mitarbeitenden mit Behinderung geben. Auch wenn jemand offen mit seinem Handicap umgeht, kann es ein sensibles Thema sein. Andererseits kann es sein, dass jemand ungern über sein Handicap spricht, es aber hilfreich und wichtig ist, einen guten Kommunikationsweg zu diesem Thema zu finden. Unter der Oberfläche können auch beim Beschäftigten mit Behinderung Unsicherheiten herrschen, wie zum Beispiel mögliche Grenzen oder auch ob Wünsche hinsichtlich einer Weiterentwicklung angesprochen werden können. Signalisieren Sie dem/der Beschäftigten Offenheit für seine/ihre Anliegen.

Unsere Tipps für eine gelungene Kommunikation finden Sie in dem Text “Eisberg der Kommunikation".

Mitarbeitergespräche führen

Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Führungskräften und ihren Mitarbeitenden ist Voraussetzung für eine gelingende und produktive Zusammenarbeit. Mitarbeitergespräche sind eine wichtige Basis dafür. In unserem Leitfaden finden Sie Strukturierungsmöglichkeiten für ein Mitarbeitergespräch mit Menschen mit Behinderung.

Download Leitfaden Mitarbeitergespräch

Wie die Brauerei Früh Beschäftigte mit speziellen Fähigkeiten rekrutiert und bindet, lesen Sie in unserem Praxisbeispiel "Inklusion statt Sonderstatus".

Was tun bei Anpassungsbedarfen?

Wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter im Laufe des Berufslebens eine Behinderung erwirbt oder krank wird, müssen eventuell entsprechende Anpassungen am Arbeitsplatz vorgenommen werden, damit die betreffende Person weiterhin beschäftigt werden kann. Hier finden Sie eine Übersicht zu Ansprechpartnern und möglichen Förderungen.

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Übersicht zu Ansprechpartnern und möglichen Förderungen

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Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement (BEM)

Durch gezielte Maßnahmen kann auch bei starken gesundheitlichen Einschränkungen in den meisten Fällen der Arbeitsplatz erhalten werden, wenn das betriebliche Wiedereingliederungsmanagement (BEM) angewendet wird. Lesen Sie hier mehr zur betrieblichen Wiedereingliederung oder schauen Sie sich unsere Handlungsempfehlung an.

Inklusion und Digitalisierung

Durch die Digitalisierung können sich bei der betrieblichen Inklusion und Integration von Beschäftigten mit Behinderung neue Möglichkeiten erschließen. Inklusionsexpertin Mareike Decker vom Projekt REHADAT erklärt, wie das möglich ist.

Digitale Teilhabe bedeutet gleichzeitig auch immer soziale Teilhabe. Die Studie „Digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderung“ der Aktion Mensch befasst sich mit Herausforderungen der Digitalisierung für die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung und zeigt, dass die Befragten aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Technologien die Digitalisierung als ein Mittel erleben, welches Teilhabe und Begegnung ermöglicht und ergänzt.

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