Praxisbeispiel: Personalbedarfsplanung bei FMB-Blickle

Unternehmenserfolg durch gute Planung

Rechtzeitig und bedarfsgerecht neue Mitarbeiter zu rekrutieren, hat erheblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Die dafür investierte Zeit könnte laut FMB-Blickle Geschäftsführer Fabian Blickle nicht besser investiert werden. Daher führt das Unternehmen, das Hydraulik-Anlagen entwickelt und baut, seit 2008 regelmäßig Personalbedarfsplanungen durch. Nach den nicht unerheblichen Anfangsaufwendungen für Datensammlung, Datenauswertung und interne Planungstools verfügt die Geschäftsleitung mittlerweile über etablierte Systeme mit überschaubarem Zeitaufwand.

Branche: Maschinenbau | Standort: Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) | Beschäftigte: 55

Stand: 2012

Motive für die Personalbedarfsplanung

Das Unternehmen beschäftigt überwiegend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit beruflichen Qualifikationen, die am Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Zudem befindet sich der Unternehmenssitz in einer Region mit weitgehender Vollbeschäftigung. Daher ist eine vorausschauende Planung des zukünftigen Personalbedarfs eine wichtige Voraussetzung, um die Erfüllung der Kundenaufträge sicherzustellen.

Der Ablauf: mit System zum Ziel

Einmal jährlich führt das Unternehmen die Personalbedarfsplanung durch. Um den Brutto-Personalbedarf zu ermitteln, wendet die FMB-Blickle GmbH das einfache Schätzverfahren an. Dabei schätzen die Beteiligten aus Geschäftsführung, Personalbereich und Fachabteilungen den zukünftigen Bedarf in den einzelnen Unternehmensbereichen. Interne (internen Unternehmensziele, Unternehmensstrategie, die daraus abgeleiteten Geschäftsentwicklungspläne) und externe Einflussfaktoren, wie z. B. die Branchen- und Marktentwicklung und Veränderungen und Innovationen im Bereich der Technologie werden hierbei berücksichtigt. Zudem fließen die protokollierten Unterlagen der Mitarbeitergespräche sowie Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen in die Planung ein. 
Aufgrund der sehr konjunkturempfindlichen Branche orientiert sich die Planung in der Regel an einem Zweijahreshorizont. Darüber hinaus werden die Planungsprämissen und Ziele einmal pro Quartal in gleicher personeller Zusammensetzung aktualisiert und gegebenenfalls modifiziert.

Die Vorteile: Unternehmenserfolg durch gute Planung

Die Personalbedarfsplanung ist besonders in den ersten Jahren zeit- und kostenintensiv. Aber „die richtige Anzahl der richtigen Personen am richtigen Ort zur richtigen Zeit“, entscheidet maßgeblich über den Erfolg eines Unternehmens. Daher investiert die FMB-Blickle GmbH regelmäßig in den Faktor Personal. Durch die strategische Personalbedarfsplanung werden viele relevante Informationen über „weiche“ Faktoren wie das Maß der Identifikation mit dem Unternehmen, Fluktuationsrisiken und Optimierungspotenziale sichtbar. Aufgrund des Standorts und der Branche sind Mitarbeiterbindung und Minimierung der Fluktuationsrisiken für die FMB-Blickle GmbH ein besonders wichtiges Thema.

Zur Unternehmenswebseite

Mehr zu diesem Thema auf KOFA.de:

Personalkennzahlen

Hier erfahren Sie wie Personalkennzahlen Fachkräftesicherung und Fachkräftebindung erleichtern und den Erfolg Ihres Unternehmens sichern. mehr

Personalbedarfsplanung

Durch eine regelmäßige Personalbedarfsplanung stellen Sie sicher, dass gegenwärtig und zukünftig ausreichend Personal zur Verfügung steht. mehr

Mitarbeiterbefragung

Eine Mitarbeiterbefragung lohnt sich für jedes Unternehmen. Lesen Sie hier welchen Effekt Befragungen für Ihr Unternehmen haben können und wie Sie sie durchführen. mehr

Praxisbeispiel: Was tun, wenn der Chef ausfällt?

Roman Gottschalk ist „Moderator für Betriebsnachfolge“ bei der Handwerkskammer Ulm. Durchschnittlich einmal im Monat rückt er zur „Notfallhilfe“ aus. mehr

Praxisbeispiel: Mitarbeiterbefragung im Ladenbau – KOFA

Langjährige Mitarbeiter haben oft Wissen aufgebaut, das Tenbrink viel wert ist. Das Unternehmen ermittelt regelmäßig ihre Zufriedenheit, um sie an sich zu binden. mehr

Praxisbeispiel: Unternehmensanalyse – KOFA

Die Marktsituation im Buchhandel hat sich rapide verändert. Dorothee Junck hat eine interne Unternehmensanalyse durchgeführt, um die Herausforderung zu meistern. mehr

Studie Regionale Fachkräftesituation und Mobilität

Die KOFA-Studie zeigt: Stellenbesetzungsprobleme sind in Deutschland mittlerweile ein flächendeckendes Problem. mehr

Qualifizierung für die digitale Zukunft

Bereits ein Drittel aller Unternehmen beschäftigt sich hierzulande intensiv mit dem Thema Digitalisierung und ist sich der großen Bedeutung des Internets für ihre Geschäftsaktivitäten bewusst. mehr

Fachkräfteengpässe in Deutschland

Interview mit Dr. Susanne Seyda, IW-Ökonomin im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr

Lebensphasenorientierte Personalpolitik

Interview mit Dr. Andrea Hammermann, Personalökonomin im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr

Interview Unternehmensnachfolge

Jeder „Senior“ prägt sein Unternehmen. Dies gilt es für den Nachfolger zu berücksichtigen, rät Sibylle Stippler. mehr

Wege der Personalsuche

Kleine Unternehmen nutzen weniger Wege, um neues Personal zu finden, als größere Unternehmen. Hierzu stehen Ihnen weitere Daten und Fakten zur Verfügung. mehr

Regionale Fachkräfteengpässe und Lebensphasenorientierte Personalpolitik

Nach einem erfolgreichen Auftakt machte die von KOFA und Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) veranstaltete bundesweite Roadshow zum Thema Fachkräftesicherung in Fulda halt. Unternehmensvertreter konnten sich über die aktuelle und künftige Fachkräftesituation in der Region Fulda informieren und Einblicke in eine lebensphasenorientierten Personalpolitik erhalten. mehr

Rechtliche Fragen

Die Beschäftigung von Flüchtlingen ist mit verschiedenen Regelungen verbunden. Informieren Sie sich über die Rechtslage und Integration in den Arbeitsmarkt. mehr

Feedback geben