Daten und Fakten

Wie steht es um die Digitalisierung des Mittelstands in Deutschland? Welchen Einfluss hat Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt? Unsere Studien beantworten diese Fragen mithilfe wissenschaftlicher Analysen, Daten und Fakten.

Digitalisierung geht jedes Unternehmen an

Bereits ein Drittel aller Unternehmen beschäftigt sich hierzulande intensiv mit dem Thema Digitalisierung und ist sich der großen Bedeutung des Internets für ihre Geschäftsaktivitäten bewusst. Zugleich nehmen im digitalen Wandel die Anforderungen an die Fähigkeiten, Fertigkeiten und das Wissen der Mitarbeiter zu.

Die repräsentative Unternehmensbefragung im Rahmen des IW-Personalpanels zeigt: Der Digitalisierungsgrad eines Betriebes steht in einem signifikanten Zusammenhang mit

  • dem Anteil hochqualifizierter Mitarbeiter,
  • dem Anteil der Personen, die an einem Internetarbeitsplatz ihre Aufgaben erfüllen und
  • der Altersverteilung in der Belegschaft.

Digital ausgerichtete Unternehmen sind innovativer. Bisher sind sie vor allem unter den unternehmensnahen Dienstleistern zu finden, wie Banken, Logistikunternehmen oder Unternehmensberatungen.
Digitalisierung betrifft nicht nur große Unternehmen, sondern alle. Wollen Sie mehr erfahren? Schauen Sie in die aktuelle KOFA-Studie Qualifikationsbedarf und Qualifizierung – Anforderungen im Zeichen der Digitalisierung.

Die Vierte Industrielle Revolution

Es klingt nach Science-Fiction: Maschinen kommunizieren selbsttätig miteinander, sie bestellen Nachschub und melden, wenn sie gewartet werden müssen. Lieferketten stimmen sich automatisch ab. Und Rohmaterialien bringen ihre kompletten Fertigungsinformationen selbst mit zu der Maschine, die sie vollendet.

Doch diese „Produktion der Zukunft“ ist heute schon Wirklichkeit. Man spricht von der Vierten Industriellen Revolution.

  • Die erste war geprägt von Mechanik und Antrieb (Webstuhl und Dampfmaschine).
  • Die zweite von Arbeitsteilung und der Einführung des Fließbands.
  • Die dritte vom zunehmenden Einsatz von Elektronik und Computern zur Fertigungssteuerung.
  • In der vierten Industriellen Revolution (Industrie 4.0) vernetzt Software sämtliche Schritte der Entwicklung, Herstellung und des Service eines Produkts. Werkzeuge und Produkte tauschen Informationen und Befehle aus. Die Fabrik der Zukunft steuert und optimiert die Fertigung weitgehend selbstständig nach den vom Menschen vorgegebenen Zielgrößen. So erhöht sie – wie jede vorangehende Revolution auch – die industrielle Produktivität.

Menschen bleiben wichtiger als Maschinen

Egal ob während der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert oder zu Beginn des Computerzeitalters in den 1980er-Jahren – immer wieder gingen Experten davon aus, dass zahllose Arbeitsplätze verschwinden. Doch jedes Mal sah die Realität ganz anders aus. Die Arbeit änderte sich, Arbeitsplätze gingen aber nicht verloren. Ähnlich ist es bei der Digitalisierung: Immer wieder gibt es Warnungen, dass menschliche Arbeitskräfte in der digitalisierten Arbeitswelt nicht mehr gebraucht werden. Doch Studien belegen: Im Zuge der Digitalisierung wollen Unternehmen zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen und nicht entlassen. Nur jedes zehnte Unternehmen, das digital stark aufgestellt ist, will kurzfristig Jobs abbauen. Gut ein Drittel der Unternehmen plant hingegen, innerhalb eines Jahres mehr Mitarbeiter einzustellen. Davon profitieren insbesondere Fachkräfte mit einer abgeschlossenen beruflichen Aus- oder Fortbildung sowie Akademiker.

Digitalisierung schafft Arbeitsplätze. Das belegen die Studien Beschäftigungseffekte der Digitalisierung vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und Tradition trifft Transformation: Unternehmen Zukunft von TNSInfratest im Auftrag der Commerzbank.

Das Angebot an Arbeitskräften schrumpft.

Die Anforderungen der Unternehmen an Kompetenzen und Qualifikationen werden sich durch die Digitalisierung verändern. Wie sich dies langfristig auswirken wird, ist heute noch schwer vorhersagbar. Absehbar ist jedoch, dass die Gesamtbevölkerung immer älter wird. Dies wirkt sich auch auf das Angebot an Erwerbstätigen und Fachkräften in Deutschland aus. In den kommenden Jahren werden viele erfahrene Fachkräfte aus dem Erwerbsleben ausscheiden und in Rente gehen. Die Anzahl der auf den Arbeitsmarkt nachrückenden Jüngeren ist allerdings zu gering, um sie komplett ersetzen zu können. Und auch hier birgt die Digitalisierung Chancen, da Computer und computergesteuerte Maschinen Fachkräfte bei einem Teil ihrer Tätigkeiten unterstützen und sie so entlasten können.

Nutzen Sie soziale Medien zur Personalgewinnung

Viele Unternehmen tun sich bei der Suche nach jungen Nachwuchstalenten und Auszubildenden schwer. Daher sollten Sie kreative Wege der Nachwuchssuche gehen, um Ihre Stellen zu besetzen. Hierzu gehört beispielsweise die Rekrutierung über Social Media-Kanäle. Dies ist eine Investition in die Zukunft: Denn gerade für junge Leute ist das Internet das Alltagsmedium schlechthin, häufig sind sie dabei in sozialen Netzwerken aktiv - 93 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sind hier unterwegs. Für Unternehmen bieten sich eigene Seiten in diesen Netzwerken an. Dort können Sie für Ihr Unternehmen werben: Sei es mithilfe allgemeiner Informationen über Ihre Firma oder über die Veröffentlichung Ihrer Stellenanzeigen. Haben Sie dabei auch im Blick, dass sich potenzielle Bewerberinnen und Bewerber zu jeder Zeit und an jedem Ort über Ihre Stellenanzeigen mit einem Smartphone informieren können.

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