E-Learning – Was ist das eigentlich genau?!

E-Learning ist nicht gleich E-Learning

Der Begriff E-Learning steht für elektronisch unterstütztes Lernen. Dabei werden in der Regel digitale Medien für das Lehren und Lernen eingesetzt.

Beispiele für digitale Lernmedien sind

  • digitalisierte Schulungsunterlagen oder Fachliteratur (bspw. PDF oder E-Books)
  • Videotrainings (selbst erstellt oder über externe Anbieter bezogen)
  • virtuelle Klassenräume und Videokonferenzen
  • webbasierte Programme zum selbstgesteuerten Lernen
  • frei verfügbare Online-Kurse (sogenannte MOOCs, Massive Open Online Courses)
  • Lernplattformen bzw. Learning-Management-Systeme (LMS)
  • u.v.m.

So unterschiedlich diese Medien in Art und Umfang sind, so unterschiedlich sind auch die möglichen E-Learning-Szenarien in Ihrem Betrieb. In diesem Sinn gibt es nicht „das E-Learning“ als solches, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte. Dies reicht von einem Lernvideo, das Ihrer Belegschaft das Thema „Betriebliche Sicherheit“ näherbringt, bis hin zu umfangreichen fachlichen Inhalten für ein Kommunikationstraining, die anschließend in einem Präsenzseminar vertieft werden. Die Verbindung von Online-Lerninhalten und „klassischem“ Seminar wird hierbei auch als „Blended Learning“ bezeichnet.

Auf das Gesamtkonzept kommt es an!

Welche Medien und Lernmethoden Sie auswählen, hängt stark von den jeweiligen Lerninhalten und den Lernzielen ab, die Ihre Teilnehmenden erreichen sollen. Der Einsatz digitaler Medien sollte nicht zum Selbstzweck werden, sondern muss einerseits auf die Inhalte, andererseits aber auch auf die Lernenden abgestimmt sein. Die Eigenschaften und die Bedürfnisse Ihrer Belegschaft sollten daher in die Gestaltung von Lernangeboten mit einbezogen werden.

Innerhalb des didaktischen Konzeptes legen Sie neben den Rahmenbedingungen fest, wer die Zielgruppe ist, um welche Medien und Lerninhalte es geht, wie mit diesen Inhalten umgegangen wird und welche Lernziele Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Angebote erreichen. Die gründliche Ausarbeitung eines didaktischen Konzepts zahlt sich langfristig aus, denn mit durchdachten Konzepten werden die Angebote in Ihrem Betrieb besser akzeptiert sein und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Lernziele erfolgreicher meistern. Weitere Infos zur Konzeption von Lernangeboten finden Sie in der KOFA-Handlungsempfehlung zum Thema E-Learning.

Warum es sich lohnt, sich mit E-Learning zu beschäftigen

Für Ihr Unternehmen bieten sich verschiedene Vorteile aus der Nutzung von E-Learning Konzepten:

  • Digitalisierte Schulungsunterlagen: Insbesondere wenn Ihre Mitarbeiter über viele unterschiedliche Standorte verteilt sind oder beim Kunden vor Ort eingesetzt werden, profitieren Sie von der Möglichkeit, Schulungsunterlagen und sonstige Informationen elektronisch zur Verfügung zu stellen. Alle Unterlagen sind „up to date“ und unmittelbar nach dem Hochladen für alle berechtigten Personen einsehbar. Zudem entfallen die Kosten für den Druck und Versand von Schulungsunterlagen.
  • Videos, Animationen oder Simulationen: Bewegte Bilder ermöglichen Ihnen, betriebliche oder technische Abläufe besser zu veranschaulichen, als dies mit reinen Textbeschreibungen oder Abbildungen möglich wäre. Die Funktionsweise von automatisierten Fertigungssystemen ist bspw. schwierig zu veranschaulichen, wenn die Vorgänge sehr schnell ablaufen bzw. im Inneren der Maschine verdeckt sind. Eine Animation oder eine Videoaufnahme in Zeitlupe können hier Abhilfe schaffen. Zudem ergeben sich in diesem Beispiel Vorteile, weil der Betrieb einer Maschine für Schulungszwecke nicht unterbrochen werden muss.
  • Lernplattformen: Über Lernplattformen können viele Teilnehmer unabhängig von Zeit und Ort an Weiterbildungsthemen arbeiten und sich online austauschen. Videokonferenzen, virtuelle Klassenräume und Webinare bieten Ihnen die Möglichkeit Inhalte zu vermitteln und Rückmeldung von den Lernenden einzuholen, ohne dass diese ihren Arbeitsplatz verlassen müssen. Dies spart nicht zuletzt die anfallenden Reisekosten und Reisezeit.

Der Einstieg in die Nutzung digitaler Medien in Ihrem Unternehmen ist hierbei auch mit geringem Ressourceneinsatz möglich. Eine Vielzahl von Inhalten ist frei im Internet verfügbar. Sie können Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch entsprechende Hinweise dazu motivieren, diese Inhalte zu nutzen und Sie bei der Recherche und Auswahl unterstützen. Selbst mit niedrigem Ressourcenaufwand und handelsüblichen Geräten (bspw. Digitalkameras, Smartphones, Audiorecorder) lassen sich attraktive, individuelle Inhalte für Ihr Unternehmen selber produzieren und über das Netz an Ihre Lernenden verteilen.

Weiterführende Informationen, einen Selbsttest sowie eine kurze Übersicht zu unterschiedlichen Szenarien und benötigten Ressourcen finden Sie in der Handlungsempfehlung „E-Learning - Lernen mit digitalen Medien im Betrieb“.

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