Mit starker Arbeitgebermarke punkten ... weibliche Fach- und Führungskräfte gewinnen und binden

KOFA-Konferenz mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln (Competentia Region Köln) und das KOFA wissen um die zunehmenden Schwierigkeiten für kleine und mittlere Unternehmen, qualifiziertes Personal zu finden. Bei der Suche nach Fach- und Führungskräften stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen. "Zugleich ist mit den vielen gut qualifizierten Frauen in der Region Köln ein großes Erwerbspotenzial noch nicht genug ausgeschöpft", so eingangs Sabine Brinkmann von Competentia Region Köln. Um konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen, wurde die gemeinsame Veranstaltung mit dem KOFA auf die Beine gestellt. Knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung und kamen am 06.09.2016 in Köln zusammen.

Warum muss ich als Arbeitgeber attraktiv sein?

Auf diese Frage hatte der erste Fachvortrag "Arbeitgeberattraktivität im Zeichen von Fachkräfteengpässen" von Dirk Werner vom KOFA mehrere Antworten. Die Zahl der Engpassberufe steigt seit Anfang 2016 wieder deutlich an, die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze schon seit einigen Jahren. Immer mehr Unternehmen sind von Fachkräfteengpässen betroffen oder werden es in Zukunft sein. Dabei sind vor allem "typisch männliche" Berufe betroffen. Die kleinen und mittleren Unternehmen sind von diesen Schwierigkeiten stärker betroffen als große Unternehmen. Es geht also darum, sich neuen Zielgruppen zu öffnen beziehungsweise bestimmte Zielgruppen speziell anzusprechen. Wie das gelingen kann erläuterte anschließend Zuzana Blazek - ebenfalls vom KOFA.

Bevor es mit dem nächsten Fachvortrag weiterging, eroberten die Frizzles die Bühne. Das Dreiergespann des Kölner Improvisationstheaters griff unter Einbezug des Publikums die verschiedenen Themen des Nachmittags auf: mal komödiantisch, mal dramatisch, mal musikalisch – und immer mit viel Humor.

Es geht lediglich um das "Wie"!

Wie schaffe ich es als Unternehmen, wiedererkannt und als einmalig wahrgenommen zu werden. Was sind die vier Schritte zum attraktiven Unternehmen? Die Schritte wurden anhand anschaulicher Beispiele lebendig bebildert und mit praxisorientierten Checklisten untermauert. Mit dieser Basis ist jedes Unternehmen, unabhängig von der Größe, in der Lage, diesen Prozess zu beginnen. 

Die Frizzles ließen auch dies natürlich nicht unkommentiert. Sie zeigten zur großen Erheiterung der Gäste auf, wie sich ein Chef mithilfe eines Sommerfest-Clowns, die Zielgruppe Frauen erschließt. Das Publikum war begeistert! 

Wie gewinne ich Frauen für mein Unternehmen?

Wie die Attraktivität eines Arbeitgebers wahrgenommen wird, ist abhängig von persönlichen Erfahrungen und Erwartungen - das war der Anknüpfungspunkt von Prof. Dr. Anja Seng (FOM Hochschule Köln). Frauen würden beispielsweise auf Formulierungen in Stellenanzeigen an einigen Punkten anders reagieren als Männer. Das habe zur Folge, dass sie sich seltener auf Stellen bewerben als Männer, wenn sie die Anforderungen nicht zu 100% erfüllen. Neben dieser Erkenntnis wurde aber deutlich, dass die Unterschiede zwischen Männern und Frauen nicht so groß sind, wie häufig angenommen, was Attraktivitätsfaktoren und Kommunikationskanäle angeht. Beim Thema Gehalt zeigen sich hingegen systematisch geringere Erwartungen der Frauen. 

In der abschließenden Diskussionsrunde  stellten vier Unternehmen stellten ihre Strategien gegen Fachkräfteengpässe vor und zeigen auf, wie sie speziell Frauen für ihr Unternehmen begeistern. 

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