Februar 2014 - Thema des Monats: Personal finden

Wie finden Sie die passenden Fachkräfte?

Fachkräfte für Elektrotechnik, für Sanitär oder auch für Pflege haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Eine Übereinstimmung ist jedoch: Sie alle sind auf dem Arbeitsmarkt derzeit kaum verfügbar – das zeigt die aktuelle Analyse „Fachkräfteengpässe in Unternehmen“. Insgesamt bestehen in 114 Berufen unterschiedlicher Qualifikationen Engpässe. Für diese Berufe ist die Personalsuche in vielen Unternehmen sehr aufwändig.

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung zeigt Ihnen Wege, wie Sie Ihre Suche nach geeigneten Fachkräften erfolgreicher gestalten können.

•    Erfahren Sie, welche Gruppen noch ungenutzte Fachkräftepotenziale darstellen.

•    Überprüfen Sie, ob Ihre Rekrutierungsverfahren erfolgversprechend sind.

•    Nutzen Sie die Möglichkeiten, Ihre Beschäftigten weiter zu qualifizieren.  
Personalsuche – Bei welchen Berufen drückt der Schuh?

Derzeit sind zwei Schwerpunkte bei den knappen Berufen auszumachen: Zum einen sind Berufe im MINT-Bereich betroffen, also mathematische, technische oder naturwissenschaftliche Berufe oder solche der Informationstechnologie. Zum anderen bestehen Engpässe in einigen Gesundheitsberufen. Eine Übersicht über weitere, von Engpässen betroffene Berufsfelder finden Sie in der aktuellen Analyse „Fachkräfteengpässe in Unternehmen“.

Passende Bewerber finden – Offenheit hilft bei der Suche

Wenn Sie nur wenige oder gar keine passsenden Bewerbungen auf Ihre Stellenausschreibungen erhalten, können Sie an mehreren Stellschrauben Ihr Vorgehen verändern:

  • Bewerberkreis ausweiten: Wenn sich keine Kandidatinnen und Kandidaten mit optimalen Profilen finden, ziehen Sie auch die Bewerbungen in Betracht, die auf den ersten Blick nicht sofort passend erscheinen. Vor allem aber sollten Sie überlegen, ob Sie alle potenziellen Zielgruppen berücksichtigt haben, beispielsweise Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher oder ältere Bewerberinnen und Bewerber.
  • Frühzeitig an Ihr Unternehmen binden: Über Praktika können Sie Schülerinnen und Schüler für Ihr Unternehmen interessieren und bei Eignung als potenzielle Auszubildende gewinnen. Studierende können Sie auch über Praktika, Abschlussarbeiten oder als Werkstudierende frühzeitig an sich binden.
  • Über die Grenzen schauen: Fachkräfte jeden Alters können Sie aus dem Ausland anwerben. Die Beschäftigung internationaler Fachkräfte kann sich fördernd auf das Unternehmensimage auswirken und auch die Unternehmenskultur bereichern. Denken Sie dabei auch an internationale Studierende an deutschen Hochschulen.
  • Rekrutierungswege überprüfen: Die klassische Stellenanzeige in der Tageszeitung ist auf dem Rückzug, immer mehr spielt sich im Internet ab. Je nach ausgeschriebener Stelle und angesprochener Zielgruppe können Sie online sehr gezielt suchen. Gerade jüngere Bewerberinnen und Bewerbern können Sie über Karrierenetzwerke gut erreichen.

Auf die eigenen Reihen schauen

Sie sind bei der Suche nach geeigneten Fachkräften nicht zwangsläufig auf den externen Arbeitsmarkt angewiesen. Schauen Sie, ob Sie vakante Stellen aus dem vorhandenen Personal passgenau besetzen können. Diese Personen haben den Vorteil, dass sie Ihr Unternehmen bereits gut kennen und so meistens sehr rasch die neue Aufgabe übernehmen können. Wenn nötig, sollten Sie den Nachwuchstalenten eine entsprechenden Weiterbildung ermöglichen.

Es ist empfehlenswert, gerade bei Fachkräften mit Potenzial rechtzeitig über eine Laufbahnplanung zu sprechen, um sie an Ihr Unternehmen zu binden. Eine weitere Alternative stellt die Personalentwicklung für an- und ungelernte Arbeitskräfte dar, die Sie zu Fachkräften qualifizieren können.

Sehr nachhaltig können Sie Ihren Fachkräftebedarf auch in Engpassberufen sichern, wenn Sie selber ausbilden. Einziger Wehrmutstropfen: Es dauert ein paar Jahre bis aus Auszubildenden Fachkräfte werden. Dafür haben Sie passgenau die Fachkräfte, die Sie brauchen.

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