Thema des Monats: Willkommenskultur

Welcome to our company - Internationale Fachkräfte erfolgreich integrieren

Je internationaler Märkte und Unternehmen werden, desto wertvoller sind internationale Fachkräfte. Mit der neuen Beschäftigungsverordnung wird es für Unternehmen ab Juli 2013 einfacher, internationale Fachkräfte einzustellen.

Leichterer Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt

Deutschland öffnet seinen Arbeitsmarkt jetzt auch für Menschen, die eine Berufsausbildung  in einem Land außerhalb der EU oder des EWR absolviert haben. Für Hochschulabsolventinnen aus diesen sogenannten Drittstaaten wurde schon im vorigen Jahr die Blaue Karte eingeführt, jetzt folgt der zweite Schritt.

Damit beruflich Qualifizierte aus Drittstaaten hierzulande arbeiten können, müssen entsprechend der neuen Beschäftigungsverordnung ab 1. Juli 2013 drei Bedingungen erfüllt sein:

  1. Die ausländische Fachkraft muss einen Arbeitsplatz in Deutschland haben.
  2. Die Ausbildung der ausländischen Fachkraft muss gleichwertig zu einem deutschen Ausbildungsabschluss sein. Ausländische Berufsabschlüsse können Sie mit Hilfe des BQ-Portals besser einschätzen. Es erläutert ausländische Bildungswege und Berufsabschlüsse.
  3. Und schließlich muss es sich um einen Engpassberuf handeln. Welche das sind, ermittelt die Bundesagentur für Arbeit regelmäßig. Daraus entsteht eine Positivliste (PDF: 464 KB) der Berufe, zu denen beruflich qualifizierte Ausländerinnen und Ausländer Zugang erhalten. Damit entfällt die Vorrangprüfung jedes Einzelfalls durch die Arbeitsagentur.

Die neuen Regelungen gelten für Menschen, die von außerhalb der EU zuwandern wollen. Innerhalb der EU gilt nach wie vor die volle Arbeitsnehmerfreizügigkeit (Kroatien bis Juni 2015), ebenso für Staatsangehörige der EWR-Staaten und der Schweiz. Für eine Reihe anderer Länder, unter anderem die USA, Australien, Neuseeland, Monaco oder Japan gelten besondere Regelungen, über die die Bundesagentur für Arbeit informiert.

Für eine noch bessere Willkommenskultur

Helfen Sie Ihren neuen Teammitgliedern, sich von Anfang an wohlzufühlen und schnell produktiv arbeiten zu können. Durch eine offene und wertschätzende Willkommenskultur unterstützen Sie die rasche Integration von internationalen Beschäftigten - in Ihr Unternehmen und in die Gesellschaft. Anregungen, wie Sie eine Willkommenskultur fördern und ausbauen können, finden Sie in der Handlungsempfehlung Willkommenskultur.

Eine wichtige Informationsquelle für Sie und Ihre internationalen Fachkräfte ist das Willkommensportal Make it in Germany. Damit wirbt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie weltweit um Fachkräfte. Das Portal bündelt alle Informationen, die eine internationale Fachkraft für das Arbeiten und Leben in Deutschland braucht.

Unterstützung erhalten Sie auch von den Beraterinnen und Beratern, die für die passgenaue Vermittlung von Auszubildenden zuständig sind. Sie helfen Ihnen bei der Integration junger Auszubildender aus dem europäischen Ausland. Wenden Sie sich bei Bedarf an Ihre Kammer, die den Kontakt zu den Beraterinnen und Beratern herstellen kann.

Ausgezeichnete Willkommenskultur

Ausgezeichnete Beispiele einer guten Willkommenskultur zeigen die Preisträger des Wettbewerbs „Vielfalt. Wachstum. Wohlstand. – Unternehmenspreis für mehr Willkommenskultur“, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2013 erstmals ausgelobt hat:

  • Willkommen beginnt im Herkunftsland: Das Familienunternehmen Mani Häusliche Krankenpflege holt seine Fachkräfte im Wortsinne daheim ab: Mit Netzwerken im Herkunftsland – in diesem Fall Portugal – wird schon sehr frühzeitig ein guter Kontakt hergestellt und vermittelt: Mani schätzt die portugiesischen Fachkräfte und freut sich auf sie! Zum Praxisbeispiel Netzwerke im Herkunftsland
  • Willkommen auch jenseits des Firmentors: Der Handwerksbetrieb HBS Elektrobau GmbH bildet 17 Jugendliche aus Ungarn, Rumänien und Spanien aus. Gerade für die jungen Leute ist die soziale Integration mindestens so wichtig wie die berufliche. Feierabend und Wochenende sollen keine „Heimweh-Fallen“ werden. Darum knüpft der Betrieb Kontakte zum örtlichen Sportverein und stellt ein Fahrzeug für Freizeitaktivitäten zur Verfügung. Zum Praxisbeispiel Europäische Jugendliche ausbilden
  • Integrationsbeauftragte für Alltagsfragen: Heimisch werden in einem neuen Unternehmen und einem fremden Land stellt eine internationale Fachkraft vor viele Alltagsfragen: Wie ein Bankkonto eröffnen oder einen Telefonvertrag abschließen? Integrationsbeauftragte unterstützen internationale Fachkräfte beim Ingenieurdienstleister Evopro vom Bewerbungsgespräch an, sowohl bei der Integration ins Unternehmen als auch bei Alltagsfragen. Die internationalen Fachkräfte sind so rasch produktiv und bleiben dem Unternehmen treu. Zum Praxisbeispiel Integrationsbeauftragte
  • Willkommen abseits der Metropolen: AVL Software and Functions GmbH entwickelt Software und Funktionen für die Automobilindustrie in Regensburg. Die Mentorinnen und Mentoren, die das Unternehmen seinen internationalen Fachkräften aus 20 Nationen für die Integration zur Seite stellt, werben auch für die Attraktivität der Region und kümmern sich um mitziehende Familienmitglieder. So gelingt es, auch abseits der deutschen Großstädte für internationale Fachkräfte attraktiv zu sein. Zum Praxisbeispiel Kulturelle Vielfalt

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