Fachkräfteengpässe in Unternehmen 1/2014

Studie

Fachkräfteengpässe sind weit verbreitet

Viele Unternehmen berichten weiterhin von Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte für ihre offenen Stellen zu finden. Auch viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind hiervon betroffen. So berichteten 2013 je nach gesuchter Qualifikation zwischen 31 und 60 Prozent der KMU von mittleren oder großen Problemen, offene Stellen mit Fachkräften zu besetzen. Da über 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland KMU mit weniger als 250 Beschäftigten sind, bedeutet dies eine große Zahl betroffener Unternehmen.

Engpässe treten auf allen Qualifikationsniveaus auf – Berufe für Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung sind aber besonders häufig betroffen

Im August 2013 gab es in 114 von 611 Berufsgattungen Knappheiten. Mehr als die Hälfte dieser Engpassberufe trat bei Berufsgattungen auf, die eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzen. Für rund 25 Prozent der Engpassberufe ist typischerweise ein Fortbildungsabschluss erforderlich. Knapp 19 Prozent der Berufsgattungen mit Knappheiten waren Akademikerinnen und Akademikern
zuzuordnen.

In 40 Prozent der gemeldeten offenen Stellen war ein Engpassberuf gefragt

Für viele gemeldete offene Stellen wird eine Person mit einer Qualifikation in einem Engpassberuf gesucht. Bei Betrachtung der einzelnen Qualifikationsniveaus wird ersichtlich, dass im August 2013 der Anteil der Engpassberufe an allen gemeldeten offenen Stellen bei beruflich Qualifizierten mit 41 Prozent am größten war. Bei Akademikerinnen und Akademikern fiel er mit 34,5 Prozent niedriger aus; hier war in den letzten Monaten ein leichter Rückgang an Engpassberufen zu verzeichnen. Betrachtet man spiegelbildlich den Anteil der Arbeitslosen mit einem Engpassberuf an der Summe aller Arbeitslosen, zeigt sich ein anderes Bild: Nur 11 Prozent der Arbeitslosen besaßen eine Qualifikation in einem Engpassberuf.

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