Rente mit 63: Massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in der Altersgruppe 63 bis 65 im Zeitraum von Juni 2014 bis Mai 2015 um 31.300 Personen gesunken. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war die Zahl der Beschäftigten noch um 53.600 gestiegen. Dies geht aus dem Bericht der Bundesagentur für Arbeit hervor, der sich mit den Auswirkungen der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren beschäftigt. Besonders Männer haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Bis zum Dezember 2014 war in der Altersgruppe 63 bis 65 ein Rückgang von 25.100 männlichen Beschäftigten zu verzeichnen, während bei den Frauen der Rückgang mit 4.700 Beschäftigten deutlich geringer ausfällt.

Bei Fachkräften besonders beliebt

In der Gruppe der Fachkräfte und Spezialisten waren die Auswirkungen besonders massiv. Ein Beschäftigungsrückgang von neun Prozent bei den Fachkräften sowie fünf Prozent bei den Spezialisten, steht nur geringen Beschäftigungsveränderungen in der Gruppe der Helfer und Experten gegenüber. Die Abnahme der Beschäftigung – besonders bei den Fachkräften – verdeutlicht, dass für viele Antragsberechtigte die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren eine hohe Anreizwirkung hat. Durch die frühzeitige Verrentung verlieren Unternehmen vorzeitig Knowhow, für das neues qualifiziertes Fachpersonal rekrutiert und ausgebildet werden muss. Vor allem in Regionen und Branchen mit Fachkräfteengpässen stellt die abschlagsfreie Rente mit 63 eine zusätzliche Erschwernis dar.


Nähere Informationen zur Auswertung der Auswirkungen der Rente mit 63 von der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier.

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