Neue Elternbefragung veröffentlicht

Knapp die Hälfte aller Eltern wünscht sich eine Konstellation bei der beide Partner im Beruf gleich oder annähernd gleich arbeiten. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, für die Paare mit Kindern unter sechs Jahren befragt wurden. Besonders der Wunsch nach Teilzeitarbeit mit bis zu 34 Wochenstunden ist für beide Partner mit 28 Prozent ausgeprägt, aber bei lediglich vier Prozent der Paare in der Realität umgesetzt. Nachholbedarf sehen Eltern auch bei der Aufteilung der Familienarbeit -  während mehr als jeder zweite Vater gerne die Hälfte der Kinderbetreuung übernähme, schaffen dies tatsächlich nur 18 Prozent. Gleichzeitig erhoffen sich 30 Prozent der Mütter mehr Unterstützung vom Partner. Begründet liegt die Diskrepanz zwischen realer und väterlicher idealer Aufteilung der Kinderbetreuung vor allem an befürchteten Einkommensverlusten (60 Prozent), Nachteilen im Beruf (38 Prozent), wie negative Auswirkungen auf Karrierechancen, und Problemen bei der Organisation im Betrieb (35 Prozent).

Das Anliegen der Eltern nach verbesserten Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Beruf bietet für KMU die Chance sich auf dem Sektor der Familienfreundlichkeit stärker zu engagieren. Gezielte Familienfreundlichkeit, die ausdrücklich auch die Männer einbezieht, kann Ihre Attraktivität für neue oder bereits im Unternehmen tätige Fachkräfte erheblich steigern. Das Aufzeigen von Karrierechancen, die sich mit einem größeren Engagement bei der Kinderbetreuung vereinbaren lassen, sowie die Anwendung von bewährten Vertretungsstrategien können beim Wettbewerb um Fachkräfte helfen, der Konkurrenz den entscheidenden Schritt voraus zu sein.

Falls Sie am Ausbau Ihrer Kompetenzen beim Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ interessiert sind, bietet Ihnen das KOFA dazu eine Handlungsempfehlung. Dieser Leitfaden stellt in der Praxis erprobte Strategien vor, die Sie für Ihr Unternehmen und Ihre Fachkräfte spezifisch anpassen können. Weiterhin werden kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner genannt, die Ihnen mit Unterstützung und Beratung zur Seite stehen.

Nähere Informationen zur kürzlich veröffentlichten Befragung vom Institut für Demoskopie Allensbach erhalten Sie hier.

Zur Handlungsempfehlung „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ gelangen Sie hier.

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