Mittelständler profitieren von Fachkräften aus dem Ausland

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Studie „Werdegang internationaler Fachkräfte und ihr Mehrwert für KMU" veröffentlicht. Die Studie empfiehlt kleinen und mittleren Unternehmen, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stärker als bisher eine vorausschauende Personalpolitik zu betreiben.

Der Bundeswirtschaftsminister, Sigmar Gabriel, unterstreicht: „Die Studie zeigt, dass sich der Einsatz von Fachkräften aus dem Ausland lohnt – insbesondere auch für den Mittelstand. Deutschland muss sich im globalen Wettbewerb um Fachkräfte aber noch besser aufstellen. Wir brauchen eine Willkommenskultur über alle Bereiche der Gesellschaft hinweg. Nur so können wir im Wettbewerb um die besten Fachkräfte weltweit bestehen und den demografischen Wandel meistern. Ich ermutige alle Unternehmerinnen und Unternehmer, Diversität und Internationalisierung als Investitionen in die Zukunft ihres Unternehmens zu verstehen. Die Gewinnung von Fachkräften und Nachwuchs in Deutschland sowie aus dem Ausland dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden."

Für die Studie wurden erstmalig die Perspektiven von kleinen und mittleren Unternehmen und von internationalen Fachkräften zueinander analysiert. Kernergebnisse sind:

  • Fachkräfte aus dem Ausland leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in KMU. Geschätzt werden ihr Fachwissen, aber auch ihre Sprachkenntnisse, interkulturellen Kompetenzen, Offenheit und außerordentliche Motivation.
  • Die befragten Fachkräfte fühlen sich in den Unternehmen wohl. Ihre Karrieren verlaufen erfolgreich und sind mit denen deutscher Fachkräfte vergleichbar. 90 Prozent sind mit dem Leben in Deutschland zufrieden. Probleme treten allenfalls in Verbindung mit der deutschen Sprache und bei der Wohnungssuche auf.
  • Deutschland wird wegen seiner guten Wirtschaftskraft und den damit verbundenen Karrieremöglichkeiten, seiner hohen Lebensqualität sowie der Qualität der Hochschulausbildung als attraktives Zuwanderungsland wahrgenommen.

Neben den Empfehlungen für KMU und zu den Informations- und Beratungsangeboten für Fachkräfte kommt die Studie zum Ergebnis, dass in wichtigen Herkunftsländern deutsche Büros eröffnet werden sollten, die als Welcome-Center vor Ort dienen, eine offene Willkommenskultur vermitteln und Beratung für zuwanderungsinteressierte Fachkräfte anbieten. Zudem wird dazu geraten, im Bereich der Berufsanerkennung die Verfahren transparenter und einheitlicher zu gestalten. Das BMWi hat mit dem offiziellen Onlineportal „Make it in Germany" bereits im Juni 2012 eine zentrale Informationsplattform geschaffen.

Die vollständige Studie können Sie hier kostenlos herunterladen.

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